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Mehr als nur ein Kälteschutz

Triathlon Neoprenanzug:
Mehr als nur ein Kälteschutz

19. Dezember 2008 von Stefan Tesar

Neoprenstärken: Maximal fünf
Der Welttriathlonverband (ITU) erlaubt den Einsatz von Neoprenstärken bis maximal fünf Millimetern. Nun sind Neoprenanzüge aus verschiedenen Teilstücken zusammengesetzt, bei denen auch verschiedene Materialstärken zum Einsatz kommen. Grundsätzlich macht es Sinn, überall dort, wo gute Auftriebseigenschaften gefragt sind stärkeres Material einzusetzen und an Stellen extremer Dehnbelastungen tendenziell dünneres Material – 1,5 bis 2 Millimeter Stärke – zu verarbeiten.

Bild: Aquaman und xterra werben mit Anzügen komplett aus 40er Neopren.

Bild: Aquaman und xterra haben Anzüge komplett aus 40er Neopren.

Neoprenarten: Die Blässchen machen den Unterschied
Weltweit gibt es eine handvoll Unternehmen, die aus synthetischen Kautschuk das geeignete Material für die Herstellung von Triathlonneoprenanzügen fertigen kann. Bekanntester Fabrikant ist Yamamoto, dessen Material in den meisten höherwertigen Anzügen zum Einsatz kommt. Dabei gibt die Nummerierung Aufschluss über die Eigenschaften. Allen voran ist Yamamoto #40, das weichste und flexibelste Material am Markt.

Der Unterschied zwischen den Neoprensorten liegt in der Anzahl der eingeschlossenen Nitrogenbläschen, die durch das Aufschäumen des synthetischen Kautschuks entstehen. Durch die isolierende Wirkung der Nitrogeneinschlüsse entsteht einerseits der Kälteschutz des Anzuges, andererseits auch der Auftrieb im Wasser. Je mehr Gaseinschlüsse pro Raumeinheit, desto dehnfähiger und flexibler ist Neoprenmaterial. Nachteil solcher Hi-Tec Materialien ist die niedrigere Resistenz gegen mechanische Einflüsse. Aus diesem Grund wird der geschäumte Kautschuk mit Nylongewebe einseitig beziehungsweise beidseitig – bei Triathlonanzügen jedoch eher die Ausnahme – laminiert. Dabei gilt es zu beachten, dass erst das Laminat aus Kautschuk und Textilgewebe für die Flexibilität des Triathlonneoprenanzuges verantwortlich ist. Auch hier gibt es unterschiedliche Bezeichnungen, angefangen vom 6006er Nylongewebe bis hin zum 8008er, der flexibelsten und natürlich auch kostspieligsten Variante.

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Stefan Tesar ist Autor dieses Artikels. Der Geschäftsführer von xtesar Sportmarketing ist 10facher Ironmanfinisher und konnte sich bereits 3mal die Qualifikation für den Ironman Hawaii sichern. Mehr zu Stefan Tesar. Ein Podcast über Stefan.
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