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Triathlon Ingolstadt: Stars, Sternchen und Stahlrahmen

2. Juni 2014 von Christine Waitz

Christine Waitz,   freiIngolstadt, 1. Juni 2914 – Die fünfte Auflage des Triathlon Ingolstadt zog erneut nicht nur Masse, sondern auch Klasse an. Neben hunderten von Altersklassenathleten über Sprint-, Olympische- und Mitteldistanz suchten die bayerischen Polizisten ihre Meister, machten Topathleten ihren Formtest und holten alte Hasen ihre Stahlrösser aus den Kellern.


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Favoriten werden den Erwartungen gerecht

Während Athleten der Sprintdistanz und die bayerischen Polizisten bereits auf dem Weg waren, wurden die Topathleten und Altersklassenstarter der Kurzdistanz auf die Strecke geschickt. Sonja Tajsich war als haushohe Favoritin gesetzt,  im Rennen der Männer stellte die Frage wer erholter sei: Faris al Sultan, als frisch gebackener Vater oder Christian Brader, als sechster auf Lanzarote vor zwei Wochen.

Christine Waitz, frei„Seit dem Ironman Lanzarote hatte ich eine Entzündung am Knie und konnte nicht gut trainieren“, meinte Sonja Tajsich im Vorfeld. Völlig unbegründet, wie sich herausstellen sollte. Denn souverän führte sie vor der Ingolstädterin Maria Paulig und lief nach 2:08:13 ins Ziel. „Das ging wirklich richtig gut“, meinte die erleichterte Regensburgerin im Ziel.
Die Entscheidung im Männerrennen war mit einem Start-Ziel-Sieg von Faris Al-Sultan ebenfalls eine eindeutige Angelegenheit. „Der Kleine ist so ruhig, das beeinträchtigt mich kaum, auch wenn man manchmal statt zu trainieren lieber zu Hause bleiben möchte“, meinte er im Ziel. „Aber ich will ja dann doch immer noch gewinnen“, lautete das Fazit. Christian Brader verteidigte vor Bastian Glocksuber den zweiten Platz.

Lieber Blasen an den Füßen als Zweiter

Ein spannendes Rennen lieferten sich die Spitzenmänner auf der Mitteldistanz. Nach 26:32 Minuten kamen Jan Raphael, Per Bittner und Florian Seifert aus dem Wasser. Der schnelle Radkurs wurde zusammen absolviert, mit nur geringem Zeitabstand fanden sie sich wieder in der Wechselzone ein. Ein strategischer Schachzug brachte Jan Raphael dort in die Führungsposition. „Ich dachte mir, wenn ich ohne Socken loslaufe, bringe ich die anderen erstmal in Zugzwang“. Doch den Zug, den der Power Horse Athlet von da an voraus hatte, sollten weder Florian Seifert noch Per Bittner wieder wett machen können. So siegte Jan Raphael in 3:32:49 vor Per Bittner und Florian Seifert.

Christine Waitz, freiEin einsames Rennen machte währenddessen Yvonne van Vlerken an der Spitze des Damenrennens. Ihre Verfolgerinnen weit abgeschlagen, konnte sie sich darauf konzentrieren ihre Form nach einem Schlüsselbeinbruch weiter aufzubauen. Wie könnte man das besser tun, als mit einem Sieg? Der gehörte ihr nach 3:53:32. Auch wenn das schwere Bierglas offensichtlich noch Schmerzen am lädierten Schlüsselbein verursachte, war die Holländerin doch glücklich über ihren ersten Triathlonsieg seit dem Sturz. Auf den weiteren Plätzen folgten Nicole Bretting und Katharina Grohmann.

Mit Stahlrahmen und Badehose

Ein besonderes Highlight des Tages war die Wertung des Triathlon 78 bei der zahlreiche alte Hasen ihr einst bestes Material aus dem Keller holten. Stahlrahmen, Hörnchenlenker und Badehosen. Hier war einiges geboten. Dank Zeitgutschriften für Alter und Material gewann die Sonderwertung Fabian Eberhard in 2:04:12 Stunden. Auch Faris Al-Sultan hätte sich nicht gescheut, seinen Carbon Boliden gegen einen Stahlrenner eingetauscht. „Ich habe aber leider kein Storck Stahlrad auftreiben können“.

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Fotos: triathlon.de

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