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Die schönsten Trainingslager – Touren: Die triathlon.de Trainingslager Königsetappen

29. Februar 2016 von Lukas Bartl

lukas bartl,freiDas triathlon.de Trainingslager auf Mallorca war ein voller Erfolg. Mit etwas Abstand und der nötigen Entlastung nach der harten Trainingswoche, wollen wir nochmals auf eines der Highlights des Trainingslagers zurückblicken. Die Königsetappe, der vorletzte Trainingslagertag, beinhaltete für alle Leistungsgruppen die längste Radausfahrt. Abends zurück im Hotel angekommen wurde sich rege über das an diesem Tag erlebte ausgetauscht. Einige Teilnehmer knackten die 100 Kilometermarke andere kratzten an der 2000 Höhenmetermarke, zum ersten mal. Für viele war es einfach die längste aber auch schönste Radausfahrt die sie bisher erlebt hatten. Wir wollen euch hier die Königsetappen vorstellen.


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Can Picafort – Alcudia – Cap Formentor – Port de Pollenca – Sa Pobla – Muro – Can Picafort

lukas bartl,freiDie 100 Kilometergruppe. Keiner aus der Gruppe war bisher in seinem Leben 100 Kilometer an einem Tag mit dem Rad gefahren. Die ganze Woche über wurden die Umfänge langsam erhöht, sodass sich alle an das Mehr an gewöhnen konnten.

Am Samstag ging es dann los, raus aus Can Picafort in Richtung Playa de Muro. Gemütliches Einrollen und auf Betriebstemperaturkommen. Anschließend weiter in Richtung Alcudia, dem Austragunsort des Ironman und Ironman 70.3 Mallroca. Über flaches Tarrain geht es weiter nach Port de Pollenca, wo die ersten gut 20 Kilometer geschafft sind.

lukas bartl,freiPort de Pollenca verlassend, beginnt der Anstieg. Bei moderater Steigung geht es dreieinhalb Kilometer den Berg hinauf nach Mirandor d’es Colomer. Wunderschön sieht man, während man den Anstieg nimmt, in die Bucht von Pollenca. Oben angekommen, läd eine Aussichtsplattform zur kurzen Rast ein. Nach der kurzen Verschnaufpause darf die schöne Abfahrt genossen werden. Die vorab erklommenen Höhenmeter dürfen wieder in Richtung Formentor abgefahren werden, wo man sich praktisch wieder auf Meereshöhe befindet. Nach einem leicht welligen Kilometer beginnt der zweite Anstieg. Etwas steiler als am ersten Anstieg geht es nun Richtung Cap Formentor weiter, der Anstieg wird mehrfach von kleineren Abfahrten unterbrochen.

lukas bartl,frei

Mit traumhafter Aussicht auf das offene Meer und der ein oder anderen Ziege am Straßenrand geht es über zehn Kilometer zum Leuchturm am Cap Formentor, welcher sich etwas über Meereshöhe befindet.

lukas bartl,freiDort warten bereits einige akkrobatische Ziegen darauf, den ein oder anderen Energieriegel zu klauen. Nach kurzer Cappuchinopause und einigen Selfies mit den Vierbeinern, wird der Rückweg eingeläutet. Vom Leuchtturm hinauf, wieder ins Tal nach Formentor, die auf dem Hingweg schöne Abfahrt wird für den ein oder andere Teilnehmer zur Belastungsprobe.

In Port de Pollenca angekommen stehen 55 Kliometer auf dem Tacho.
Von dort führt uns der Weg ins Hinterland, an Artischokenfeldern und alten Steinhäusern vorbei, nach Sa Pobla. Dort auf der Ringstraße den Ort umfahrend, sind bereits über 75 Kilometer geschafft. Von Sa Pobla aus, geht es in den idyllischen Ort Muro und vor dort aus über einen kleinen Schlenker nach Can Picafort zurück. Am Ende des Tages waren sich alle Einig, taten die Oberschnekel oder der Hintern noch so weh, es hatte sich gelohnt und alle waren stolz die 100ter Marke überschritten zu haben.

Der Küstenklassiker

hendrik kaufmann, freiFür die Radgruppen Eins und Zwei stand am Samstag als Königsetappe der Küstenklassiker auf dem Plan. Die auf 18 Fahrer angewachsene Gruppe hatte gut 140 Kilometer mit rund 1.900 Höhenmetern auf dem Streckenplan.

Der erste Teil der Strecke stellte sich als entspanntes Einrollen in der Ebene dar. Der Weg aus Can Picafort hinaus, über Muro und Llubí weiter in das Innere der Insel, war einem Teil der Gruppe bereits von der Tour nach Orient bekannt. Den Puig Major mit seinem schneebedecktem Gipfel – das wichtigstes Teilziel der Etappe – immer im Blick.

Für die Teilnehmer galt es auf den Straßen abseits der Hauptverkehrswege rund um Inca, der drittgrößten Stadt der Insel, im Windschatten des Vordermanns Kraft für den noch folgenden Teil zu sparen. In Santa Maria Del Camí führt der Weg Richtung Norden auf die Serra de Tramuntana, dem Gebirgszug im Nordwesten Mallorcas, zu. Kurz hinter der Gemeinde Bunyola wurde es für die Fahrer zum ersten Mal ernst, denn der Anstieg zum Col de Sóller stand bevor, deshalb wurden in Bunyola die Energiespeicher noch einmal aufgefüllt.

Die 250 Höhenmeter des ersten Anstiegs verteilen sich auf knapp fünf Kilometern und lassen sich einigermaßen entspannt überwinden. Nach kurzer Verschnaufpause auf dem Gipfel stürzten sich auch schon alle in die schnelle Abfahrt mit einigen Serpentinen, bei der dem einen oder anderen trotz strahlendem Sonnenschein der kalte Fahrtwind zu schaffen machte.

hendrik kaufmann, freiDa kam der kurze Stopp an einer Tankstelle in Sóller gerade recht. Danach geht es auch schon wieder bergan, hoch auf den Puig Major, und das ziemlich lang. Genau gesagt 14,5 Kilometer vom Meeresspiegel auf knapp 900 Meter. Beim Fahren stand den meisten nicht der Sinn danach, die Aussicht zu genießen. Dafür entschädigte der Blick vom Gipfel bis weit in das mallorcinische Gebirge, bis hin zum Mittelmeer für die Strapazen beim Anstieg.

Hendrik Kaufmann, freiDer Weg von dort in Richtung Lluc stellte sich, nach einer kurzen Abfahrt, mit kräfteraubenden Wellen als ein hartes Stück Arbeit dar. Bei einer weiteren Verschnaufpause an der für seinen hervorragenden Kaffee und Kuchen bekannten Tankstelle in Lluc, konnte noch kurz den Teilnehmern eines Berglaufes zugejubelt werden. Anschließend ging es auch schon auf der rasanten Abfahrt des Ironman 70.3 runter nach Caimari. Merklich erschöpft ging es für die Gruppe weiter durch Inca sowie die malerischen Orte Búger und Sa Pobla zurück nach Can Picafort. Am Ende stehen 145 Kilometer auf dem Garmin. Grund genug, sich auf das Pasta Buffet im Hotel Ferrer Janeiro zu freuen.

Fotos: Lukas Bartl, Hendrik Kaufmann

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