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triathlon.de Checkliste: Was gehört in den Schwimmbeutel?

26. Oktober 2016 von Christine Waitz

Foto: Christine Waitz, freiDas Turnbeutelchen mit Schwimmkleidung war gestern. Heute braucht es schon den großen Rucksack mit dutzenden Fächern um alles, was Triathlet braucht unterzubringen. Pullbuoy, Paddles, Flossen und vieles mehr müssen mit. Aber braucht es den Utensilienhaufen am Beckenrand wirklich? Wir machen den Check. 


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Tainingshelfer sind sinnvoll. Keine Frage. Dennoch gilt, alle Schwimmutensilien sollten mit Bedacht eingesetzt werden. Die Konzentration auf wenige bestimmte Aspekte im Training, sowohl im Bereich der Technikübungen, als auch im Hauptprogramm, ist der höchste Grundsatz im Schwimmtraining.
Das wilde, unkoordinierte und dauerhafte Einsetzen der Trainingshelfer mag vielleicht Abwechslung bringen und das Schwimmtraining „erleichtern“, steht dem Leistungsfortschritt aber im Wege.

triathlon.deBrett und Pullbuoy, oder die Kombination aus beiden, der PullKick, sowie Flossen sind für Triathleten wichtige Triningsgeräte. Wir meinen: must-have!

Das Brett

Im Technikblock dient das Brett zum Einüben des effektiven Beinschlages.
Natürlich findet im Rennen der Schleppbeinschlag seinen Einsatz. Doch ein korrekter und effektiver Beinschlag dient nicht nur dem Vortrieb, sondern trägt zu einer optimalen Wasserlage bei. Diese wiederum schadet auch im Rennen mit Neoprenanzug nicht.

Unser Tipp: Beinschlag ohne Brett mit an den Körper angelegten Armen trainieren – so entwickelt man das beste Gefühl für die korrekte Ausführung.

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Der Pullbuoy

Auch der Pullbuoy kann im Techniktraining zur Konzentration auf den korrekten Armzug eingesetzt werden. Besonders für Schwimmanfänger ist es hilfreich, sich zunächst nur dem Armzug widmen zu können. Später wird der Pullbuoj zur fokussierten Arbeit an der Armkraft genutzt.

Hier gilt ganz besonders: wenige Übungen mit großer Präzession bringen mehr als schnell abgespulte Technikblöcke. Außerdem sollte der Pullbuoy nicht als dauerhafte Schwimmhilfe eingesetzt werden. Die Arbeit an einer guten Wasserlage mag anstrengend sein, wird sich aber auch im Neoprenanzug auszahlen!

Pullbuoys gibt es im triathlon.de Shop oder bei Amazon

Die Flossen

Kurzflossen nennen sich die kleinen Flossen, die im Schwimmbecken eingesetzt werden. Besonders zu Beginn, wenn es mit dem Brett in der Hand nicht recht vorwärts gehen will, sind die Flossen eine große Hilfe.

Nicht nur lässt sich dabei ein gleichmäßiger Beinschlag trainieren, auch lassen sich verschiedene technische Schwächen einfacher beim Flossentraining beheben. Dazu gehören eine zu kleine oder eine zu große Amplitude, angezogene Füße, oder eine „Tretbewegung“ beim Beinschlag.
Einsteiger kann die Arbeit mit Flossen zudem die nötige Geschwindigkeit und Stabilität geben, um Technikübungen korrekt ausführen zu können. Doch nicht vergessen: Sitzt die Übung mit Flussen gilt es, sie im nächsten Schritt ohne zu meistern!

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Foto: Christine Waitz, frei

Nice-to-haves: Paddles und Gummiband

Nicht alles was der Schwimmshop anbietet und als Erfolgversprechend anpreist, muss am Beckenrand liegen. Einige Trainingshelfer können zwar gelegentlich zum Einsatz kommen, man sollte sich aber überlegen, ob die damit verbrachte Zeit nicht besser in Techniktraining investiert werden könnte. Was überraschen mag: auch die Paddles gehören dazu!

Die Paddles

Viel hilft viel? Weit gefehlt! Dauerhaftes Paddlesschwimmen, vor allem im „Wohlfühlbereich“ hat zwei Effekte: die Technik verschlechtert sich, da man ja dank der großen Abdruckfläche trotzdem vorankommt, und die Zugfrequenz sinkt. Ohne entsprechendes Gegenwirken schleicht sich das in den Schwimmstil ein und anstatt schneller, wird man langsamer.

Unser Tipp: Paddles-Training erst dann starten, wenn die Schwimm-Form bereits stabil ist. Vorher lieber den Fokus auf Technikübungen und intensive Serien ohne Handbrett legen. Beim Training mit Paddles bringen kurze und schnelle Strecken mit mehreren Wiederholungen  in den meisten Fällen mehr als lange Einheiten. Wenn die Ermüdung einsetzt, sollte das Paddlestraining beendet werden – sonst leidet die Technik!

Paddles gibt es im triathlon.de Shop oder bei Amazon

Das Gummiband

Foto: Christine Waitz/freiFortgeschrittene Schwimmer mit guter Wasserlage und Motivation diese zu verbessern, sollten alte Fahrradschläuche dringend aufheben. Denn für fast umsonst kann man sich daraus ein tolles Trainingsgerät bauen. In Stücke geschnitten, zu einer Schlaufe geknotet, und um die Fesseln gelegt, kann nicht nur der Beinschlag beim Pullbuoyschwimmen vollständig unterbunden werden, auch ohne zusätzlichen Auftrieb findet das Recycling-Tool seinen Einsatz.

Eine Bahn geschwommen, wird bewusst, wie wichtig der stabilisierende Beinschlag für die Wasserlage ist. Mehrere Bahnen mit großzügiger Pause absolviert, wird bewusst, wie wichtig gute Rumpfmuskulatur für die Wasserlage ist.

Unser Tipp: Mit etwas Geduld und Übung stellt sich das Gefühl für eine gute Wasserlage ein!

Foto: Christine Waitz, freiSpielzeug am Beckenrand

Was sich nicht alles im Laden findet: Negativpaddles, Ellenbogenstütze, Schwimmschnorchel. Wenn die Helfer im Schwimmrucksack noch Platz finden, können sie durchaus eingepackt werden und hin und wieder ihren Einsatz im Training finden. Routinierte Schwimmer wissen: es geht auch ohne.

Die Technikübung, mit der sich zum Beispiel Negativpaddles simulieren lassen, ist das Schwimmen mit geballter Faust. Auch hier ist der Widerstand der Handfläche stark verringert und der hohe Ellenbogen unter Wasser wird betont eingesetzt. Diese Übung bewusst ausgeführt, macht auch eine Ellenbogenstütze hinfällig.

Gelegentliche Paddelübungen, wie den Scheibenwischer oder Hundeschwimmen, üben ganz ohne Gerät die richtige Bewegung ein und trainieren noch dazu die korrekte Wasserlage.

Schnorchel dürfen gerne beim Fische beobachten eingesetzt werden. Wer aber schnell schwimmen will, sollte tunlichst die Armbewegung in Kombination mit korrektem Atmen erlernen. Für fortgeschrittene Schwimmer kann ein Schnorchel hingegen bei der Arbeit an der sauberen und gleichmäßigen Rotation und Stabilität helfen.

Schwimmzubehör bei Amazon und im triathlon.de Shop.

Fotos: triathlon.de

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