Triathlon Bundesliga: Buschhütten will in Witten nachlegen
Die Konkurrenz in der ersten Triathlon Bundesliga war aufgrund der sehr starken Leistung des EJOT Team TV Buschhütten im ersten Bundesliga Wettkampf in Gladbeck, beeindruckt. Nun gilt es für die Triathleten um Team Manager Rainer Jung und den sportlichen Leiter Hauke Horstmann am Pfingstsamstag direkt nachzulegen.

Doch der Weg der Top Triathleten aus dem Siegerland geht ausgerechnet in die „Höhle des Löwen“. Denn das ASICS Team Witten, nach Meinung von Rainer Jung der schärfste Konkurrent um die Deutsche Meisterschaft, ist auch Ausrichter der zweiten Bundesliga Veranstaltung. Bereits in Gladbeck wäre das Team aus Witten weiter vorne gewesen, wenn es nicht durch einen Regelverstoß am Ende nur Platz 7 belegen konnte. Beim Heimrennen will es das Team aus Witten wissen und Boden gut machen. Die Aufstellung mit Zöll, Seear, Prochnow, Springer und Rank ist das Beste was Witten im Kader hat. Aber auch die Mannschaft von Hansgrohe Schwarzwald und auch die derzeit Zweitplazierten Potsdamer Triathleten sind wiederum bei der Vergabe des Tagessieges zu beachten.
Und dass besonderes der ehemalige Serien Deutsche Meister aus dem Schwarzwald erkannt hat, dass auch mit dem EJOT Team dieses Jahr wieder zu rechnen ist, sieht man an der vorliegenden Mannschaftsaufstellung. So bietet das Hansgrohe Team mit EX Weltmeister Daniel Unger auch den fünften des Weltcups in Seoul Steffen Justus auf. Und auch erstmalig seit einem Jahr kommt Olympia Sieger Jan Frodeno zum Einsatz. Witten und Hansgrohe sind mit dieser Aufstellung top besetzt und erste Kandidaten auf einen der ersten beiden Plätze.
Um auch in Witten punkten zu können, hat der sportliche Leiter Hauke Horstmann für das EJOT Team folgende Triathleten aufgeboten. Brad Kahlefeldt, Sieger der Einzelwertung in Gladbeck, kommt erneut zu einem Einsatz und wird das Team anführen. Ivan Vasiliev wird für die Buschhüttener, nach dem Rennen in Buschhütten und Gladbeck bereits in drei Wochen den dritten Einsatz haben. Neuzugang und Nationalmannschafts Triathlet Jonathan Zipf, letztes Jahr noch für das Team aus dem Schwarzwald am Start, wird ebenfalls eingesetzt. Zipf, der noch beim Weltcup in Seoul am Start war, wird damit erstmalig für sein neues Team an den Start gehen. Ergänzt wird die Mannschaft aus Buschhütten mit Tim Lange. Horstmann hofft, dass Lange, nach seiner Verletzung im Frühjahr, nun wieder gut in Form ist. Ursprünglich war geplant, dass auch Maik Petzold, der Dritte der Weltserie 2009, für das EJOT Team in das Bundesliga Renngeschehen eingreift. Petzold, der auch seinen Start in Seoul verletzungsbedingt absagen musste, ist zwar auf dem Weg der Genesung, aber ein Einsatz käme noch zu früh. Daher wurde Bas Diederen, der in Buschhütten mit einem ausgezeichneten 3. Platz glänzte, nominiert.
Wie beim ersten Wettkampf in Gladbeck, so wird auch in Witten wieder ein Team Rennen ausgetragen. Nur der Modus beim Gran Prix am Vormittag (1.Start 12.20 Uhr) ist anders als in Gladbeck. In Gladbeck starteten die fünf Team Mitglieder jeweils in einem separaten Lauf. Dann wurden die jeweiligen Zeiten addiert und im Zeitabstand der jeweiligen Teams wurde am Nachmittag ein Team Rennen als Jagdstart vorgenommen. In Witten gibt es wieder zwei verschiedene Wettkampfformate für den Bundesliga-Wettkampf. Einen Staffellauf, sowie das Teamrennen. Beim Staffellauf werden die Athleten nacheinander einen Sprinttriathlon (300 m schwimmen in einem extra aufgebauten mobilen Schwimmbecken, 4,8 km Rad fahren und 1,3 km laufen) absolvieren, so dass von jeder Mannschaft immer ein Starter auf der Strecke sein wird, der nach seinem Rennen das nächste Team Mitglied auf die Strecke schickt. Beim Teamrennen am Abend (Start 19.00 Uhr) werden die Mannschaften, gemäß den Abständen aus dem Staffellauf, als Team geschlossen an den Start gehen. Hier geht es dann wieder über eine Sprintdistanz mit 300 m schwimmen, 10,8 km Rad fahren und 4,8 km laufen. Bei den Herren wird die Endzeit nach dem vierten Mitglied einer Mannschaft genommen. Dies bedeutet auch in Witten, dass echte Team Arbeit erforderlich ist. Da die Wettkampfstrecken in Witten von kurzen Runden geprägt sind (1 Radrunde = 1,1 km und 1 Laufrunde = 0,7 km), ist dies sicherlich für die Zuschauer ein absolutes Spektakel. Aber die Strecken bergen auch einige Gefahren. Da davon auszugehen ist, dass es, zumindest unter den besten vier bis fünf Mannschaften, ein enges Rennen gibt, ist zu erwarten, dass besonders auf der Radstrecke es sehr eng zu gehen wird. Ein Sturz oder gar eine Panne wären aber fatal. Denn auf den kurzen Strecken ist ein solcher Zeitverlust gleichbedeutend mit dem Verlust eines Spitzenplatzes.
Es wird also in Witten nicht nur auf sportliche Höchstleistung ankommen, sondern auch auf fahrerisches Können und besonders auf eine gehörige Portion Glück. Das EJOT Team TV Buschhütten wird aber alles daran setzen, seinen derzeitigen Platz an der Sonne zu verteidigen. Dazu ist, auch aufgrund der sehr starken Konkurrenz, ein Platz auf dem Treppchen das Ziel, um in den dann noch ausstehenden Rennen in Offenburg ( 31. Juli ), Hannover ( 05.September ) und Schliersee (18. September ) alle Chancen zu haben, den Titel erneut ins Siegerland zu holen.
In Witten greift auch erstmalig die zweite Mannschaft des EJOT Teams in das Liga Geschehen ein. Hier steht für die Triathleten um Betreuer Gerhard Rohleder das gleiche Wettkampfformat wie bei der 1. Bundesliga auf dem Programm. Die 2. Mannschaft, die letztes Jahr sogar überraschend Meister der 2. Bundesliga wurde, will in dieser Saison versuchen, an die guten Ergebnisse aus 2009 anzuknüpfen.
In Witten hat Gerhard Rohleder in Zusammenarbeit mit Hauke Horstmann folgende Athleten nominiert:
Den Alsdorfer Simon Jung, den Buschhüttener Marco Mühlnikel, den Belgier Simon de Cuyper, Helge Mütschard und den Weidenauer Michal Achczynski. Eine sehr junge Formation, die durch Ersatzmann Daniel Knoepke vervollständigt wird. Ziel des Teams ist eine Top Five Platzierung. Und da das Wettkampfformat mit der Erstliga identisch ist, kann auch jeder Triathlet durch eine gute Leistung sich im indirekten Duell für höhere Aufgaben empfehlen.









