Tri-Wissen:
Was ist die anaerobe Schwelle?
Und hier kommt die anaerobe Schwelle ins Spiel
Wissenschaftler haben versucht einfachere Testmöglichkeiten für das maxLass zu finden. Sie fanden heraus, dass durchschnittliche Belastungen mit etwa 4mmol/l Laktat (also 4mmol Laktat je Liter Blut) noch über längere Zeit aufrechterhalten werden konnten. Die Intensität an der 4mmol-Schwelle konnte nun mittels einfachen Stufentests bestimmt werden und wurde als anaerobe Schwelle bezeichnet. In der Trainingspraxis zeigte sich jedoch, dass dieser Schwellenwert für gut ausdauertrainierte Sportler zu hoch war.
In der Folge wurden weitere Schwellenkonzepte entwickelt, die als individuelle anaerobe Schwellen (iANS) bekannt sind. Alle diese Konzepte sind allerdings nur Hilfsmittel für die Bestimmung des maximalen Laktat-Steady-State und können die physiologische Grundlage deshalb nur annähernd bestimmen.
Modellabhängig: Für Triathleten bei drei oder vier Milimmol?
Ein Schwellenkonzept ist zum Beispiel das Mader-Modell. Dieses legt die IANS (individuelle anaerobe Schwelle bei fixen 4 mmol/l (also 4mmol Laktat je Liter Blut) fest. Das Dickhuth-Modell (siehe Bild oben) dagegen legt die Schwelle etwas niedriger bei 1,5mmol Laktat über der aeroben Schwelle (IAS) fest.











