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Trainingslager: Balkonien oder Balearen?

11. November 2012 von Nora Reim

„Ab in den Süden, der Sonne hinterher“, heißt es in einem deutschen Pop-Song. Doch warum soll man überhaupt ins Trainingslager in wärmere Gefilde fahren, wenn man genauso gut zu Hause in gewohnter Umgebung trainieren kann? triathlon.de erklärt euch den Unterschied.


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Trainingslager – was ist das?

Das Trainingslager ist eine Form des Blocktrainings. Dabei macht man mehrere Tage hintereinander fast täglich intensive oder umfangreiche Einheiten, obwohl sich der Körper zwischendurch nicht vollständig erholen kann. Dadurch wird der Körper gezielt einem starken Reiz ausgesetzt, den er kurzfristig nur schwierig kompensieren kann. Durch das Mehr an Training soll die Leistungsfähigkeit erhöht werden. Wegen des hohen Reizes durch die Dauerbelastung, ist die Anpassung in der Regenerationsphase  ebenfalls entsprechend hoch (Prinzip der Superkompensation). Unmittelbar nach dem Trainingslager ist Regeneration oberstes Gebot. Die Faustformel lautet: Pro Tag im Trainingslager ein Tag Erholung.

Warum in die Ferne schweifen?

Foto: Nora Reim freiFür ein Trainingslager im warmen Süden sprechen zunächst die Wetterbedingungen. Während es hierzulande regnet, stürmt oder schneit, kann man beispielsweise auf den Balearen oder Kanaren auch im Winter und im Frühjahr bei angenehmen Temperaturen Rad fahren. Außerdem benötigt das Radtraining – im Vergleich zum Schwimmen und Laufen – ungleich mehr Zeit. Wer für eine Woche oder mehr die Koffer packt, bringt die Zeit und Bereitschaft für ein intensives und umfangreiches Training für gewöhnlich mit. Der positive Nebeneffekt nach einer Woche täglicher Radausfahrten liegt auf der Hand: Größere Belastbarkeit für hohe Trainingsumfänge. Der ideale Zeitpunkt für ein Trainingslager in der Sonne ist – je nach Saisonaufbau und Urlaubsplanung – das Frühjahr. Profis heben gar mehrmals jährlich mit dem Flugzeug ab: Wegen der erhöhten Trainingsumfänge eines Jahres zieht es die meisten Triathlon-Profis in mehrwöchige Trainingslager – einmal im Frühjahr und einmal im Herbst.

Liegt das Gute so nah?

„Warum in die Ferne schweifen, wenn das Gute so nah liegt“, mag sich manch‘ ein Triathlet fragen. Tatsächlich liegt das Gute manchmal direkt vor der Haustür. Wer also Geld für Flug, Hotel und Organisation sparen will, der kann genauso gut zu Hause trainieren. Der Vorteil vom Trainingslager zu Hause ist die vertraute Umgebung. Kurze Wege von der Arbeit nach Hause, der Kühlschrank mit dem Lieblingsessen und eine verständnisvolle Familie können einem das Training in den eigenen vier Wänden versüßen. Allerdings sollte das Vorhaben zuvor mit dem Partner abgesprochen, Freunde und möglicherweise sogar der Chef in die Trainingsplanung einbezogen werden. Denn nur wenn alle Bescheid wisssen, warum man eine Woche lang das Rad quasi mit ins Bett nimmt, kann man sich getrost auf die drei wichtigsten Dinge im Leben eines Triathleten konzentrieren: Schlafen, essen, trainieren.

triathlon.de wünscht viel Erfolg!

Fotos: triathlon.de

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