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Themenwoche Yoga für Triathleten

31. Juli 2016 von Shida Pourhosseini

Shida Pourhosseini, einmaligKachelzählen im Schwimmbecken, Seitenstechen beim Laufen und Schmerzen im Nackenbereich und im Rücken nach der ersten langen Trainingseinheit auf dem Fahrrad. Leistungssportler wissen was es bedeutet mit körperlichen und mentalen Extremsituationen konfrontiert zu sein. Insbesondere Athleten aus den Ausdauerdisziplinen absolvieren große Trainingsumfänge und stehen daher immer wieder vor motivationalen und körperlichen Herausforderungen.


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Yoga bietet Unterstützung um den vielschichtigen Anforderungen im Triathlon gerecht zu werden.

Beispielsweise wirken stabilisierende Übungen für die Rumpfmuskulatur sowohl leistungssteigernd als auch verletzungsprophylaktisch. Eine kräftige Körpermitte gilt als Grundvoraussetzung für die technisch exakte Bewegungsausführung in allen drei Disziplinen. So ist die Aufrechterhaltung der Körperspannung wesentlich für eine gute Wasserlage beim Schwimmen und ermöglicht darüber hinaus einen aufrechten Laufstil. Die Hüfte knickt nicht ein und die pendelnden Arme haben ein fixierendes Wiederlager.

Mangelnde Beweglichkeit als Problem

Leistungssportler sind sehr disziplinierte Menschen und verbringen viele Stunden mit ihrem Sport. Es fällt dennoch auf, dass es ihnen sehr oft an Beweglichkeit fehlt. Dies bringen die sportspezifischen Anforderungen des Bewegungsapparates mit sich. Durch einseitige Trainingsbelastungen und antrainierte Bewegungsautomatismen fehlt es oft an Beweglichkeit der Muskel-Gelenkeinheiten. Auch wenn über die Zweckmäßigkeit des Dehnens seit vielen Jahren gestritten wird und mögliche Effekte wie Leistungssteigerung und Verletzungsprophylaxe kaum zuverlässig nachgewiesen sind, so steht dennoch fest, dass eine eingeschränkte Muskeldehnbarkeit in verschiedenen Disziplinen leistungslimitierend ist. Hier sei der erhöhte Energieaufwand beim Laufen erwähnt, der nötig ist, wenn der Gegenspieler (Antagonist) der aktiven Muskulatur verkürzt ist.

Yoga als Prävention

Shida Pourhosseini, einmaligIn diesem Zusammenhang muss die präventive Wirkung des Yogas erwähnt werden. Durch die hohen Trainingsumfänge in zyklischen Ausdauerdisziplinen kann es zu Verkürzungen der beanspruchten Muskulatur und zur Abschwächung der nicht aktiven Muskulatur kommen. Die Folge hiervon sind Fehlbelastungen, die den gesamten Bewegungsapparat betreffen und langwierige Beschwerden verursachen.

Auch im mentalen Bereich hat Yoga einiges zu bieten. Es liefert Handwerkszeug um mit psychischem Stress vor, während und nach einem Wettkampf effektiv umzugehen. Dazu gehört auch, die eigenen Gedanken zu kontrollieren, Kräfte zu bündeln und möglichen Ablenkungen zu widerstehen. Auch in längeren Trainingsphasen wir durch die Kombination von An- und Entspannung der Abbau von Stresshormonen forciert.

Atemübungen verbessern die Sauerstoffversorgung

Ein weiterer zentraler Bestandteil des Yogas ist die Atemtechnik. Gezielte Atemübungen verbessern die Sauerstoffversorgung des Organismus und somit auch die Leistungsfähigkeit. Darüber hinaus kann durch eine gezielte Verlangsamung des Ausatmens die Herzfrequenz abgesenkt werden. Dies führt beispielsweise in der Wettkampfvorbereitung zu einer allgemeinen Beruhigung und kann somit zu Energieeinsparungen führen.

Im regenerativen Bereich können durch eine spezielle, passive Form des Yogas tiefere Bindegewebsschichten erreicht werden. Entspannungstechniken, Formen der Meditation und der Tiefenentspannung verhelfen dem Körper neue Kraft und Energie zu schöpfen.

Shida Pourhosseini, einmalig

Positive Effekte an unterschiedlichen Stellen

Zusammenfassend bleibt festzuhalten, dass durch Yoga – als Ergänzung zum Trainingsalltag – in unterschiedlichen Bereichen positive Effekte erzielt werden können. Regelmäßige Yogapraxis wirkt durch stabilisierende und dehnende Übungen leistungssteigernd, als Verletzungsprophylaxe, führt zu einem verbesserten Körpergefühl und zu einer höheren Konzentrationsfähigkeit. Außerdem wird eine Verbesserung der Atemtechnik erreicht und regenerative Prozesse optimiert. Darüber hinaus haben wissenschaftliche Untersuchungen erwiesen, dass Yoga in der Lage ist, einen erhöhten

Blutdruck zu senken, Nervensystem, Herz- und Pulsschlag zu beruhigen und die Ausschüttung von Stresshormonen wie Adrenalin zu bremsen.

Themenwoche Yoga für Triathleten

Im unserer Themenwoche werden die Bereiche Mobilisierung/Flexibilität, Stabilisierung, Mentales Training und Regeneration in Theorie und Praxis erläutert. Für jeden Bereich werden triathlonspezifische Probleme aufgezeigt, um im Anschluss eine exemplarische Yogaübung als Hilfestellung zu präsentieren. Alle Übungen sollten nur von eine(r)/em erfahrenen Yogalehrer/in angeleitet werden. Ein paar Haltungen eignen sich nur für Athleten, die bereits Yogaerfahrungen gemacht haben.

Einige Themenbereiche und Positionen werden durch den Diplom-Sportwissenschaftler und Physiotherapeuten / Osteopath BAO, Steffen Tröster, aus einer physiotherapeutischen Perspektive ergänzt. Er gehört zum Medical Team des 1. FSV Mainz 05. Aufgrund seiner langjährigen Erfahrung mit Leistungssportlern ist er mit deren vielfältigen Beanspruchungen bestens vertraut.

Bei bekannten Herz-Kreislauferkrankungen, Augenproblemen oder sonstigen Einschränkungen sollte generell ein Yogatraining immer vorher mit dem Arzt abgesprochen sein.

Auch die Ernährung spielt bei Triathleten und Yogapraktizierende eine zentrale Rolle. Dennoch gilt vor dem Yoga sollte der Praktizierende bis zu zwei Stunden vorher keine feste Mahlzeit einnehmen.

Die Beiträge der Woche

Zur Website von Shida Pourhosseini und Pulsyoga.

Über die Autoren

In Kooperation mit der SportÄrzteZeitung (Robert Erbeldinger) und ihren Beiräten erarbeiten wir (Steffen Tröster und Shida Pourhosseini) Konzepte für spezifische Lösungen eines jeden Athleten und Patienten. Regeneration und Prävention stehen im Leistungssport und in einer Leistungsgesellschaft im Vordergrund!

Shida Pourhosseini, einmalig
Shida Pourhosseini

  • Seit 2009 Yogalehrerin (Mitglied im BDY – Bund Deutscher Yogalehrer) Hauptberuflich
  • Projektmanagerin/PMO in der IT Branche
  • Zweijährige Yogalehrerausbildung 500+ Std
  • Gründerin von Y-Campus in Darmstadt und Puls-Yoga in Weiterstadt
  • Zielgruppe ihrer Yogakurse und Einzeltrainings: Amateur-und Leistungssportler
  • Yogalehrerin 2015/16 beim Bundesligisten SV Darmstadt 98
  • Seit 2012 Yogalehrer-Ausbilder Teilnahme an zahlreichen Yogaworkshops Hält sich fit mit Yoga, Laufen und Tennis
  • Website: http://www.pulsyoga.de

Shida Pourhosseini, einmalig
Steffen Tröster

  • Diplom-Sportwissenschaftler und
  • Physiotherapeuten / Osteopath BAO
  • Seit 2012 Medical Team 1. FSV Mainz 05
  • 2011-2012 Medical Junior Team FC Bayern München
  • Hält Workshops zum Themenschwerpunkt: Akute Stoßwellentherapie Tennis C-Trainer
  • Hält sich fit mit Tennis, Laufen und Fitness

Ihr habt Fragen? Dann kontaktiert Steffen doch einfach unter steffen-troester@gmx.de .

 

Die Models:

Fotos: Martina Pilhartz Fotografie

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