Du bist hier: Triathlon Portal - triathlon.de > Material > Radfahren1 > Test: Minoura VFS 150 R –
Einfach feinstufig

Test: Minoura VFS 150 R –
Einfach feinstufig

5. März 2010 von Frank Schuster

Minoura VFS 150-RWenn die Rede von Rollentrainern ist, fällt der Name Minoura vermutlich nicht gleich als erstes. Wir haben uns den VFS 150 R von Minoura angeschaut, der eine Flüssigkeits- und Wirbelstrombremse kombiniert.


Triathlon Anzeigen

Aufbau: Schnell erledigt
Der Minoura-Rollentrainer kommt dreiteilig. Das Rahmengestell muss nur mit der Widerstandseinheit verbunden werden. Hierzu bringt man die zwei mitgelieferten Schrauben mit Inbusschlüssel und passendem Maulschlüssel an der dafür vorgesehenen Halterung am Rahmengestell an. Um den Widerstand sinnvoll auf das Hinterrad zu bekommen, muss man an einer kleinen Stellschraube drehen. Diese Schraube ist etwas klein geraten, wodurch extrem viel Kraft aufgewendet werden muss. Fährt man jedoch immer mit der gleichen Reifengröße, muss diese Voreinstellung nur einmal getroffen werden.

Bedienung: Nur wenige Griffe
Das Hinterrad ist einfach in das Rahmengestell eingespannt. Die kleine Kurbel auf der linken Seite des Rahmens ermöglicht dies recht komfortabel. Hat man die Voreinstellung des Abstandes der Widerstandseinheit getroffen, braucht man nur noch auf den Fußschalter zu treten. So wird der Reifenkontakt mit dem Widerstandssystem hergestellt. Der Lenkerschalthebel ist mit der Lasche schnell am Lenker angebracht. Wahrscheinlich bringt die Rolle jeden Triathleten auf Dauer an die Grenze der Leistungsfähigkeit. Den größten Widerstand haben wir bei 190 Watt gemessen. Mehr gibt es zur Bedienung nicht zu sagen – einfach simpel.

FOTOSTRECKE

Minoura VFS 150 R Fussschalter

Zur Technik der Minoura VFS150 R
Das VFS steht für „Variable Fluid System“ und das „R“ für Remote, also den Handschalter mit dem sich die Widerstände der Wirbelstrombremse einstellen lassen. Die 150 steht für das 1,5 Kilogramm schwere Schwungrad. Da Elite auf ihrem Fluid-System ein Patent haben, versucht es Minoura mit einer anderen Art von „Schaufelrad“ und behauptet, dass damit mehr Widerstand zu erzeugen ist, als es bei Elite möglich ist.

Lautstärke: Angeblich leise
Minoura behauptet es sei der leiseste Rollentrainer den es gibt. Das zweifeln wir jedoch nach unserem Test an. Allerdings gibt es ganz sicher lautere Rollen. Die Widerstandseinheit funktioniert sowohl über eine Fluid-, als auch über eine Magnetische Widerstandskomponente. Der propellerähnliche Gegenstand, der sich bei dem Fluidwiderstand in einem Ölbad dreht, wirkt sich sehr Geräusch reduzierend aus. Das 1,5 Kilo schwere Schwungrad lässt die Rolle rund laufen.

Wir haben die 7 Stufen an des Bremssystems mit einer SRM-Kurbel ausgefahren und sind haben folgende Widerstände gemessen. Der gefahrene Gang am Rad war vorne 53 und hinten mittleres Ritzel. Gemessen wurde jeweils bei einer Trittfrequenz von 80 Umdrehungen.

Stufe 1 bis 7
100, 120, 140, 160, 180, 190, 190 Watt

Hier unser Geräuschsample zur Minoura VFS 150 R
[display_podcast]

Optionales: Alles und nichts
Man kann, wie zu den meisten Rollen, auch hier eine Vorderradstütze zusätzlich bekommen. Diese ist im Vergleich mit den Vorderradstützen anderer Hersteller nur halb so teuer (etwa 10 Euro) und bietet die gleiche Funktionalität. Eine Trainings Matte (soll die Vibrationen um 75 Prozent reduzieren, cira 90 Dollar) und ein Schweißnetz (knapp 15 Euro) sind auch optional erhältlich. Auch ein spezielles Pad Set oder Trainingsreifen bietet Minoura an, allerdings nicht für Deutschland.

Minoura Vorderradstütze im Shop
Minoura Schweißnetz im Shop

Fazit: Alles was man braucht
Die Rolle hat alles was man braucht. Den Widerstand kann man zum einen über die eigene Schaltung steuern, hier greift der Fluidwiderstand. Dreht man den Widerstand über den Lenkerschalthebel hoch, so regelt der Magnet den Widerstand. Im großen und ganzen sehr fein verstellbar, wer allerdings auch mal richtig Widerstand treten möchte, dem wir die Minoura nicht ausreichen.

Preis: etwa 230 Euro

Minoura VFS150 R im Shop

Alternative(n)
Mit Schaltung und auch ordentlich viel Widerstand ist die Tacx Sirius oder Satori. Pflegeleicht und alles bis auf Bergtrainingeinheiten im eigenen Wohnzimmer kann man auch sehr gut auf der Elite Crono Fluid fahren.

Plusminus
+ Feine Widerstandsstufen
+ Schnell montierter Lenkerschalthebel
+ Guter Verschluss am Schnellspanner
+- Nicht leise, aber auch nicht laut
– Schwergängige Stellschraube
– Niedriger Höchstwiderstand

Frank Schuster ist Autor dieses Artikels. Frank ist aktiver Triathlet und hat eine Trainer C-Lizenz. Er kümmert sich bei triathlon.de vor allem um Materialstests und steht jeglichen Gadgets und Trends die der Triathlonsport mit sich bringt kritisch gegenüber. Mehr über Frank selber erfahrt ihr auf seinem Blog.
Triathlon.de Anzeigen

Triathlon beliebt

 
Zum Triathlon.de Newsletter anmelden