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Wie die Faust, nur als Paddle

Test: Festini Anti-Paddles –
Wie die Faust, nur als Paddle

26. November 2009 von Christian Friedrich

Festini Anti-Paddels - Sind mal ganz andersPaddels na klar, damit lässt sich Kraftausdauer trainieren – Aber was sind bitte Anti-Paddles? Wir verraten es euch und haben sie auch gleich ausführlich getestet.


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Anti-Paddels sind zwei „Kunststoff-Klötze“, die genauso wie viele normale Paddels mit zwei Gummis an den Handflächen befestigt werden. Sie sind auf einer Seite etwa so groß wie die Handfläche und werden zur anderen Seite hin schmäler. Sie sind also das Gegenteil von herkömmlichen Paddels und verringern die vortriebswirksame Fläche beim Armzug anstatt sie zu vergrößern.

Erfolgsprinzip: Minimierung des Wasserwiderstands
Das Prinzip ist einfach: Die Minimierung des Wasserwiderstandes soll zu einem effektiveren Armzug und somit zu schnelleren Schwimmzeiten führen. Das regelmäßige Schwimmen mit Anti-Paddels verbessert die Koordination des Kraul-Armzugs und soll auch die Frequenz des Armzugs optimieren.

FOTOSTRECKE

Festini Antipaddle

Vom Hersteller wird dies damit erklärt, dass aufgrund der Aquadynamik und Strominienförmigkeit der Wasserwiderstand um bis zu 17 Prozent minimiert wird, was effektiv bedeutet, dass man weniger Druck beim Armzug ausüben kann. So lernt der Körper relativ unbewußt durch einen optimierten Armzug den Wasserwiderstand effektiver zu nutzen.

Verbesserte Armzugkoordination
Außerhalb des Wassers kommen einem die Anti-Paddels (wiegen ein guten Pfund) relativ schwer vor. Allerdings ist dieses Gewicht im Wasser nicht mehr zu spüren. Die ersten Schwimmversuche mit den Anti-Paddels fühlen sich ein wenig ungewohnt und unkoordiniert an. Es erfordert viel Konzentration den Armzug optimal auszuführen, denn der Körper muss sich erst an den minimierten Wasserwiderstand gewöhnen.

Nach ein paar Versuchen wird das Schwimmgefühl aber immer besser. Man kommt zwar weniger schnell voran als ohne Paddels, allerdings merkt man, dass die Armzugkoordination und auch die Körperspannung trainiert werden. So richtig angenehm wird es danach – wenn Du die Anti-Paddles abnimmst. Auf einmal kommen einem die eigenen Hände wie Riesenpaddles vor und jede Schwimmbewegung wird bewusster vorgenommen. Man merkt äußerst intensiv den Vortrieb.

Universell einsetzbar
Das Schwimmen mit den Anti-Paddels ähnelt dem Schwimmgefühl bei der Technikübung „Faustschwimmen“. Der Vorteil der Paddels ist allerdings, dass der Arm nicht über den gesamten Armzyklus angespannt werden muss, sondern bei der Überwasserphase entspannt werden kann.

Die Anti-Paddels können also auch sehr gut über längere Schwimmstrecken zum Einsatz kommen. Zudem lassen sich beinahe alle herkömmlichen Technikübungen mit ihnen durchführen. Für das Training ist es empfehlenswert beispielsweise 10 x 100 Meter im Wechsel mit und ohne Anti-Paddels zu schwimmen, so lernt der Körper die effektivere Armbewegung auch ohne Paddels umzusetzten. Die Anti-Paddels sind ein sehr geeignetes Schwimmtool, dass beim Training und auch beim Aufwärmen vor dem Wettkampf eingesetzt werden kann.

Fazit: Sinnvolles Trainingsutensil
Die Anti-Paddels halten was sie versprechen. Sie können die Schwimmtechnik unabhängig von Alter und Leistungsniveau deutlich optimieren. Schon nach einigen Einheiten merkt man, dass das Schwimmtraining mit ihnen nicht nur abwechslungsreicher, sondern auch effektiver ist. Also ein echter Tipp für Triathleten, die mehr Qualität und Effektivität in ihr Schwimmtraining bringen wollen.

Preis: etwa 25 Euro

Festini Anti-Paddles im Shop

Alternative
Das klassiche Faustschwimmen hat genau den ähnlichen Zweck. Ein anderer Tipp ist, Golfbälle oder Tennisbälle, die beim Schwimmen mit der Hand gehalten, einzusetzen.

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