Test: Chain Haway – Qualifikationsversuch
Der Chain kommt aus einer italienischen Schuhschmiede und spielt mit seinem Namen Haway natürlich auf Hawaii an. Ob er aber auch die Qualifikation dafür schafft? Tri4u hat sich den Schuh mal angeschaut.
Das in Silber gehaltene Außenmaterial des Haway ist mit jeder Menge luftdurchlässigem Meshflächen durchsetzt und recht flexibel. Die Nähte sind sauber gesetzt und auch sonst hat der italienische Chain-Schuh, der 269 Gramm (Größe 42) wiegt ein sauber verarbeitetes Äußeres. Auch ohne Socken fahren ist mit dem Schuh kein Problem.
Schmale Lasche
Eine große Lasche umschließt den Fuß, wobei uns die Klettlasche zum Schließen des Schuhs etwas zu schmal ausgefallen ist. Du musst schon ordentlich Zugkraft aufwenden um die Lasche so fest ziehen, das der Schuh dicht den Fuß umschließt. Auch wenn der Sitz gut ist könnte die Lasche, beziehungsweise integrierte Schuhzunge, einen Tick fester und weniger flexibel sein. Im Wettkampf kannst Du die Lasche an einer kleinen Klettfläche fixieren – ein interessantes Detail.
Kurze Schlaufe
Auch nicht optimal ist die Schlaufe an der Ferse, der ein Zentimeter mehr Länge gut getan hätte. So ist sie jedenfalls zu relativ kurz und lässt sich schwerer greifen.
Seitliche Befestigung
Für die Wettkampfbefestigung an den Pedalen bietet der Haway eine Minischlaufe an der Seite, über die Du den Schuh am Kurbelarm oder der Kettenstrebe fest machen kannst. Allerdings kommt es einer wahren Fummelei gleich, das Gummi daran zu befestigen. Das Gummi an die Fersenschlaufe und dann am Umwerfer beziehungsweise Schnellspanner festmachen und so die Schuhe an den Pedalen fixieren hat sich auch bewährt.
Gut durchlöchert
In der Sohle hat der Chain-Schuh ein kleines Loch vorne und drei weitere im hinteren mittleren Bereich, die durch eine Gittermembran verschlossen sind. Die Belüftungslöcher werden durch kleine Löcher auch von Innen unterstützt. Die Einlage selber ist hat im vorderen Bereich zahlreiche Löcher für die Belüftung oder das Abfließen von Wasser oder Schweiß. Weiterhin sind in der Fersenkappe zwei Belüftungslöcher eingearbeitet. Die Schraubenlänge der Shimano SPL-SL-Pedalplatten war beim Haway genau richtig.
Fazit
Der Chain ist verbesserungswürdig, aber auch in dieser Version ein guter Schuh der mit etwa 180 Euro allerdings nicht ganz billig ist. Die Lasche könnte etwas breiter sein, bietet aber dem Fuß genügend halt. Der Fersenschlaufe fehlt es etwas an länge, aber nichtsdestotrotz ist der Schuh ordentlich verarbeitet und auch mit ihm ist schnelles Radfahren möglich. Ob er so die Quali für Hawaii bekommt? Nun, entscheidet selber.
Daten zum Chain Haway
Sohle: Karbon
Farben: Weiß oder Silber
Pedalbohrung: 3-Loch plus 1
Gewicht Hersteller / gemessen: 472 (Gr.k.A.) / 538 Gramm
Verschluss: nach innen, ein großer Riemen
Größen: 37 bis 45,5
Preis / Straßenpreis: 180 / 180 Euro
Info: Chain


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