Studie Barfusslaufen: Wissenschaftlich betrachtet
Test am Modell
Um die unterschiedlichen Laufstile biophysikalisch erfassen zu können, haben die Forscher den menschlichen Fuss als ein L-förmiges Doppelpendel modelliert, welches mit dem Boden kollidiert. Dabei stellten sie fest, dass die Energie des Fersenläufers in der Regel direkt unter dem Knöchel und damit direkt unter dem Schwerpunkt des Fußes und des Beins auftrifft. So kann der Knöchel nur wenig der Auftritt-Energie in Rotations-Energie umsetzen und die meiste Energie verpufft im Auftritt. Im Gegensatz dazu gelangt beim Vorfussläufer die Energie zuerst in die Zehen und den Fussballen, welche sich unter dem Absenken der Ferse dehnen (Dorsiflexion). Die Bodenberührungs-Energie beim Vorfussläufer führt somit zu einer Drehbewegung um den Knöchel und damit zu einer Konvertierung der Auftritts-Energie in Rotations-Energie.
Die Autoren der Studie folgern, dass die Unterschiede zwischen Vorfuss- und Fersenläufern evolutionsbiologisch durchaus Sinn machen. Wenn das Ausdauerlaufen ein wichtiger Aspekt bereits vor der Erfindung moderner Laufschuhe war, so kann man erwarten, dass die Natur sich was ausgedacht hat, um einen möglichst Verletzungs-Risiko freien und bequemen Laufstil zu entwickeln – das Vorfusslaufen.










