Studie Barfusslaufen: Wissenschaftlich betrachtet
Daniel Liebermann und Kollegen von der renommierten Harvard University (USA), Abteilung Menschliche Entwicklungsbiologie, hat sich der Thematik des Vorfusslaufens nun von der wissenschaftlichen Seite genähert (Nature, 28.Januar 2010, Vol 463, Seite 531-536).
Studie mit fünf Läufergruppen
Er verglich fünf verschiedene Läufergruppen: Die erste Gruppe (US-Amerikanische Athleten) läuft immer mit Laufschuhen, die zweite Gruppe (Kenianische Athleten) ist als Barfussläufer aufgewachsen, läuft aber heute mit Laufschuhen, die dritte Gruppe (US-Läufer) sind als “Schuh-Läufer” aufgewachsen, läuft aber heute barfuss oder nur mit ganz leichten Schuhen. Dazu kommen zwei Gruppen von kenianischen Jugendlichen, die eine Gruppe hat noch nie Schuhe angezogen und die andere Gruppe hat immer schon Schuhe getragen. Liebermann beschäftigt sich dabei mit der Frage, wie die Menschheit im Allgemeinen und der Langstreckenläufer im Speziellen überhaupt ohne modernes Laufschuhwerk sich fortbewegen konnte.
Bei seinen kinematischen und kinetischen Untersuchungen stellten die US-Forscher fest, dass auf hartem Untergrund die Barfuss-Vorfussläufer deutliche geringere Kollisionskräfte bei der Bodenberührung erzeugten als die Fersen laufenden “Schuhläufer”. Diese Unterschiede beruhen in erster Linie auf einer stärkeren Plantarflexion beim Landen und einer stärkeren Knöchel-Beweglichkeit beim Auftreten.










