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Sebastian Kienles Erfolgs-Tipps für den Red Bull Tri Islands Triathlon

19. August 2017 von Stephan Schepe

Flo Hagena / Red BullSebastian „Sebi“ Kienle wagte im vergangenen Jahr mit knapp 600 anderen Startern gewissermaßen den Sprung ins Ungewisse. Der Red Bull Tri Islands Triathlon stellt aufgrund seines Wettkampfformats eine besondere Herausforderung dar. Für Kienle „die perfekte Kombination aus Wettkampf und Abenteuer!“


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Die Herausforderung

Sebastian Kienle stellte sich im vergangenen Jahr nur wenige Wochen vor der Ironman Weltmeisterschaft auf Hawaii dem Abenteuer „Red Bull Tri Islands“. Ein Inselhopping-Triathlon auf Amrum, Föhr und Sylt. Ein Triathlon vor allem gegen die Natur und die die Gezeiten. Die Athleten stürzen sich hier nach dem Startschuss auf Amrum in die Fluten der Nordsee. Ihr Ziel: es bis nach Sylt schaffen. Nicht alle sollten es schaffen. Einige blieben sprichwörtlich auf der Strecke. Für 3 Kilometer Schwimmen von Amrum nach Föhr und 40 Kilometer Radfahren auf Föhr haben die Triathleten 2 Stunden und 30 Minuten Zeit. Danach verhindert die Tide den Boot-Shuttle zur finalen, 11 Kilometer langen, Laufentscheidung nach Sylt. Der Knockout-Modus sitzt jedem Teilnehmer im Nacken. In diesem Jahr kann „Sebi“ zwar nicht an den Start gehen, den Teilnehmern gibt er im Interview aber noch den ein oder anderen Tipp mit auf den Weg.
Phil Pham / Red Bull

Sebastian, Du hast schon unzählige Wettkämpfe mitgemacht. Was hebt Red Bull Tri Islands von anderen Events ab?
Sebastian Kienle: „Das Format des Red Bull Tri Islands an sich ist schon einzigartig. Durch den Knockout-Modus hat jeder seine persönlich passende Herausforderung. Das Ganze ist dazu noch perfekt in die natürlichen Gegebenheiten integriert, so dass man auch etwas von der wunderschönen Landschaft mitbekommt. Auch das Gemeinschaftsgefühl ist toll, man kämpft zusammen und sieht sich nicht nur einmal kurz am Start und im Ziel. Für mich ist es die perfekte Kombination aus Wettkampf und Abenteuer.“

Was hat Dich am meisten fasziniert?
Sebastian Kienle: „Ganz klar die Landschaft, das Rennen ist einfach perfekt in diese integriert.“

Worauf kommt es sportlich gesehen im Kampf gegen die Gezeiten an?
Sebastian Kienle: „Beim Schwimmen ist die kürzeste Linie nicht immer die schnellste, und bei der Wattwanderung sollte man einfach mal auf die erfahrenen Guides hören. Zudem ist es wichtig, den Kopf einzuschalten, denn sonst verschwendet man nur unnötig viel Kraft.“

Flo Hagena / Red Bull

Welche Tipps kannst Du Teilnehmern mit auf den Weg geben?
Sebastian Kienle: „Die Wanderung ist schön aber lang. Hier ist es wichtig, genug zu Essen und Trinken mitzunehmen oder eventuell auch spezielle Schuhe einpacken. Zudem sollte man mit einem anderen Mindset das Rennen in Angriff nehmen als sonst. Beim Tri Islands gibt es keine Jagd auf Bestzeiten. Beim Schwimmen und Radfahren kommt es auf die perfekte Einteilung der Kraft an, beim Laufen darauf, einfach alles zu geben. Gerade die letzten drei Kilometer sind sehr hart. Wer hier noch Reserven hat, kann noch viel Boden gut machen.“

Der Termin Ende der Saison bietet sich optimal als Abschlussrennen mit abschließendem Urlaub an. Was zeichnet die Location für Dich aus, und was kannst Du vor Ort empfehlen?
Sebastian Kienle: „Am besten ist es, wenn man noch ein oder zwei Tage Urlaub dranhängen kann. Ich war im vergangenen Jahr schon etwas traurig, dass wir so schnell wieder zurück mussten und ich nicht noch ein bisschen vor Ort bleiben konnte.“

Du selbst kannst ja in diesem Jahr nicht dabei sein, da du wenige Wochen später bei der Ironman-WM auf Hawaii am Start bist – wo soll es da für dich hingehen?
Sebastian Kienle: „Ich starte erst bei der 70.3 WM in Chattanooga (Tennessee), fünf Wochen später dann bei der Ironman-WM auf Hawaii. Das sind zwei Rennen, die ich gerne noch einmal gewinnen würde.“

Zur Website der Veranstaltung: https://www.redbull.com/de-de/events/red-bull-tri-islands

Fotos: Flo Hagena / Phil Pham / Red Bull Content Pool

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