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Schwimmtechnik: die fünf wichtigsten Gründe, jetzt anzufangen

18. September 2018 von Stephan Schepe

Für viele Triathleten beginnt der Triathlon erst so richtig nach dem Schwimmen. Die ungeliebte Disziplin wird im Training eher vernachlässigt – das Rennen wird ja schließlich nicht beim Schwimmen gewonnen. So redet man sich die eigenen Schwächen im Wasser eher noch schön. Warum es aber gerade jetzt in der Off-Season extrem wichtig ist, sich dieser Schwäche zu stellen, lest ihr hier.


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1. Triathlon = Schwimmen + Radfahren + Laufen

Schwimmen ist die erste Disziplin des Triathlons. Ende der Begründung!

2. Schwimme sicherer

Beklemmungsgefühle? Atemnot? Panik? Im Wettkampf kann es Situationen geben, die schnell das Ende des Triathlons für Dich bedeuten können oder Dich komplett aus dem Konzept bringen. Nur im täglichen Training sammelst Du Schwimmerfahrung und lernst, Dich im Medium Wasser zu bewegen und zu orientieren. Je vielfältiger das Schwimmtraining, umso besser. Wenn Du Dich darüber hinaus auf stabile Schwimmtechnik verlassen kannst, musst Du Dir keine Sorgen mehr machen – die automatisierten Abläufe aus dem Training sorgen im Wettkampf für Sicherheit und Konstanz.

3. Freie Kapazitäten schaffen

Foto: Markus Thomschke freiStichwort Automatismus: das Ziel einer stabilen Schwimmtechnik ist es, sich nicht darauf konzentrieren zu müssen. Diese freie Kapazitäten kannst Du in wichtige wettkampfrelevante Bahnen lenken: bessere Orientierung im Freiwasser oder gar die Positionierung im Feld/in einer Gruppe (Wasserschatten).

4. Effizient schwimmen = Energie sparen

Lukas Bartl, freiAm meisten ignoriert, aber der zentrale Punkt: Energie sparen. Für viele fängt der Triathlon erst richtig an, wenn das Schwimmen vorbei ist. Schon klar, ABER: eine ineffiziente Schwimmtechnik ist unheimlich kraftraubend. Beim Kampf gegen das Wasser geht so viel Energie verloren, die viel besser in das Radfahren oder Laufen investiert wäre. Je ineffizienter Du schwimmst, desto mehr Kraft vergeudest Du, desto länger bist Du auf der Schwimmstrecke unterwegs, desto mehr werden Deine kostbaren Energiespeicher angegriffen. Ein Teufelskreis, der sich immer weiter durch das gesamte Rennen zieht: Du gibst auf dem Rad richtig Gas, weil Du denkst, alles aufholen zu müssen und fährst sich dann energetisch so richtig in den Keller! Falscher Ansatz! Du musst nicht als Erster aus dem Wasser kommen, aber das Schwimmen sollte Dich auch nicht kräftemäßig aufzehren.

5. Was machst Du bei Neoprenverbot?

Ironman Frankfurt 2010Durch den Rekordsommer hieß es in den vergangenen Monaten bei vielen Wettkämpfen: Neoprenverbot! Dumm nur, wenn sich man auf den Neo als Schwimmhilfe verlassen hat. Vorteil für die guten Schwimmer. Dieser Vorteil beginnt schon im Kopf.

 

 

Fazit: Eine stabile und effiziente Schwimmtechnik macht Dich sicherer, unabhängiger und ausdauernder über die gesamte Wettkampfdistanz. Arbeite an Deiner Schwäche und profitiere in Deiner gesamten Leistungsfähigkeit von den Fortschritten.

Komm mit ins Schwimmcamp und entdecke neue Möglichkeiten. Lass Dich inspirieren. Ich bin dabei!

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triathlon.de, freiStephan ist Diplomsportwissenschaftler und triathlon.de Trainingsexperte. Als erfahrener Triathlet blickt er selbst auf mehrere erfolgreiche Ironman-Teilnahmen zurück, als Trainer betreut er Einzelsportler und Sportgruppen aller Leistungsstufen. „Gerade beim Schwimmen ist individuelle Betreuung und Fehlerkorrektur der Schlüssel zum Lernerfolg.“


Fotos: Lukas Bartl, Markus Thomschke, triathlon.de

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