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Rookie Runde: Julia Gajer – „Es fing plötzlich an zu gewittern und zu hageln“

8. Juni 2015 von Christine Waitz

Ingo Kutsche, freiGestern wurde sie zum zweiten Mal Deutsche Meisterin über die Mitteldistanz. Heute findet ihr sie in unserer Rookie Runde. Julia Gajer brachte als Schwimmerin von Kindesbeinen, und Läuferin schon die besten Voraussetzungen für einen erfolgreichen ersten Triathlon mit. Dann jedoch machte das Wetter den Tag zum Abenteuer…


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Als Kind schwamm sie, während des Studiums lief sie. Kein Wunder also, dass Julia Gajer stets mit ausgeglichenen Leistungen auf allen drei Disziplinen Punkten kann. Schon bei ihrem ersten Triathlon lief sie mit diesen Voraussetzungen als Erste durch das Ziel. Ganz ohne Probleme verlief aber auch ihr Debüt nicht, wie sie uns in der Rookie Runde erzählt. Abschrecken konnten sie Blitz und Donner jedoch nicht und so meldete sie sich sofort zum nächsten Rennen an. Mittlerweile ist sie sieben Jahre im Triathlonsport unterwegs und sammelt Erfolge…

Ingo Kutsche, frei

Julia’s Steckbrief

  • Geburtstag: 05. August 1982
  • Wohnort: Ditzingen
  •  Ausbildung: Apothekerin
  • Größte Erfolge:
    • 2. Platz Ironman 70.3 Mallorca 2015
    • 6. Platz Ironman Hawaii 2014
    • Deutsche Meisterin Langdistanz 2014
    • Deutsche Meisterin Mitteldistanz 2014
    • 2. Platz Ironman Texas 2014
    • 1. Platz Ironman Arizona 2013
    • 3. Platz Challenge Roth 2013
    • 3. Platz Challenge Roth 2012
    • ETU Europameisterin Halbdistanz 2012
    • 2. Platz Challenge Roth 2011

„Triathlon, dass ist doch der Sport mit Schießen?“ Zugegeben, heute bekommt man diese Frage nicht mehr so oft zu hören. Vor einigen Jahren war das noch anders. Wann ist dir der Begriff „Triathlon“ das erste Mal untergekommen?

Ich glaube das war 1997 als Thomas Hellriegel Hawaii gewonnen hat, mein Vater hat damals die Übertragung angeschaut.

Ingo Kutsche, frei

Wann und warum hast du beschlossen, das „Abenteuer Triathlon“ in Angriff zu nehmen?

Das war 2008. Damals bin ich in einer Laufgruppe des Hochschulsports als Ausgleich zum Studium gelaufen. In dieser Gruppe waren auch Triathleten. Als ich ihnen von meiner Jugend als Schwimmerin erzählte, sagten sie: „wer schwimmen und laufen kann, der kann Triathlon. Radfahren kann schließlich jeder.“ Das hat mich so neugierig gemacht, dass ich es noch im gleichen Jahr ausprobieren musste.

Wo standest du das erste Mal hinter der Startlinie?

Beim Zabergäu-Triathlon 2008 über die olympische Distanz

Wie lief dein persönliches Rookie-Rennen?

Vom Ergebnis her überragend, ich konnte auf Anhieb die Frauenwertung gewinnen. Das Rennen an sich war aber ein kleines Abenteuer. Das Schwimmen war unspektakulär, aber auf der Radstrecke fing es plötzlich an zu gewittern und zu hageln und ich fragte mich, ob ich mich nun irgendwo unterstellen oder einfach weiterfahren sollte, entschied mich dann aber für letzteres. Das Laufen auf einem Schotterweg rund um den See wurde nach dem Regen dann zur reinsten Schlammschlacht. Insgesamt hat es richtig viel Spaß gemacht und ich habe mich gleich am nächsten Tag für meinen zweiten Triathlon angemeldet.

Ingo Kutsche, freiTriathlon damals und heute: Was macht für dich nach sieben Jahren immer noch die Faszination aus?

In praktisch jedem Rennen kann man seine eigenen Grenzen neu ausloten: unzählige Male glaubt man währenddessen es nicht zu schaffen, das Gefühl, wenn man dann die Ziellinie überquert ist einfach unbeschreiblich.

Dein Tipp für jeden Rookie

Geht mit Spaß an die Sache und versucht jeden Moment zu genießen. Setzt euch nicht gleich zu große Ziele, sondern geht Schritt für Schritt.

Zur Website von Julia Gajer.

Fotos: Ingo Kutsche

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