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Regenerationstipps der Profis: Marmeladenbrot und Mittagsschlaf

25. August 2013 von Christine Waitz

Thomas WenningMit zunehmender Belastung wird auch das Thema Regeneration wichtiger. Hohe Trainingsumfänge und/oder hohe Intensitäten erfordern besonderes Augenmerk auf die Erholung. Da darf nichts schiefgehen, sonst drohen Krankheit und Verletzung. Kaum jemand weiß das besser als Triahtlonprofis, die bei jeder Einheit ihr Bestes geben. Wir haben Timo Bracht, Georg Potrebitsch, Horst Reichel und Heidi Sessner nach den Regenerations-Turbo-Tipps gefragt.


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Timo Bracht befindet sich in der entscheidenden Trainingsphase vor dem Ironman Hawaii. Im Rennen, bei dem sich der deutsche Meister auf der Langdistanz in den letzten vier Jahren stets unter den Top Sechs platzieren konnte, strebt er 2013 das Podium an.

Timo-Bracht2_Ingo-KutscheNach einer harten Belastung, egal ob im Training oder Wettkampf, wie lautet Dein persönlicher Regenerationstipp?

Sofort die Kohlenhydratspeicher auffüllen. Mit Recovery Drinks, Gummibärchen, Marmeladen- und Zuckerrübensirup-Broten und Säften.

Wie lange gönnst Du Dir nach einer Langdistanz Ruhe und „machst locker“?

Bis zu fünfzehn Tage dauert die Regeneration. Vor allem nach den Langdistanzen außerhalb Hawaiis verfolge ich das 3×5 Tage Prinzip. Fünf Tage komplett regenerieren mit fast keinem Training, fünf Tage sehr wenig trainieren und fünf Tage wieder einigermaßen normal, aber immer noch reduziert und sehr locker trainieren.

Thomas WenningGeorg Potrebitsch: Am liebsten Sonne, Strand und Meer

Power Horse Teamkolege Georg Potrebitsch wartet gleich mit einer ganzen Armada an Regenerationsstichworten auf. Der Gladbecker, setzt in Sachen Training und Regeneration auf diese Dinge: „Weniger ist mehr. Viel Schlaf, gutes und ausgewogenes Essen. Sonne, Strand und Meer.“
Nach einem harten Rennen heißt es auch bei ihm „Immer schön locker“. Zunächst gönnt er sich zwei Wochen „Bewegungstherapie“ mit maximal einer Stunde Bewegung am Tag. Erst dann wird langsam wieder aufgebaut.

Horst Reichel: Ein großes Glas kalter Kakao

Die dritte Empfehlung aus Power Horse Rennstall kommt von Horst Reichel. Auch er hat die Tickets nach Kona gelöst und hat jetzt, in der entscheidenden Trainingsphase die besten Tipps zur Regeneration:

Foto Celticman frei

Hallo Horst, was ist dein persönlicher Regenerations-Turbo und wie sieht deine Erholungsstrategie nach dem Rennen aus?

„Viel Trinken, um den Lymphfluss zu verbessern. Am liebsten ein großes Glas kalter Kakao – das ist kein Witz! Nach dem Rennen erhole ich mich rund eine Woche, ab Woche Zwei geht es bei mir mit regelmäßigem lockeren Training wieder los.“

Heidi Sessner: „Ein Mittagsschlaf wirkt Wunder“

Heidi Sessner hingegen setzt auf eine weitere Regenerationsstrategie. „Bei mir bewirkt ein kurzer Mittagsschlaf oft Wunder. Falls es zeitlich irgendwie möglich ist, würde ich jedem empfehlen sich für 20-40 Minuten tagsüber hinzulegen. Danach fühle ich mich meist wie neu geboren und voller Tatendrang“.

Foto: Ingo Kutsche / sportfotografie.bizDie Siegerin des Ironman Regensburg 2013 steigt nach Verletzungspause gerade wieder in das Renngeschehen ein. Besonders im Vorfeld des Wettkampfes empfiehlt Heidi folgendes: Die letzten zwei bis drei Tage vor dem Rennen achte ich auch auf eine ausgewogene Ernährung (ansonsten natürlich auch ;-)) und versuche nach jedem Training sofort Kohlehydrate aufzunehmen, ruhig auch kurzkettige. Dadurch erhole ich mich sehr viel schneller und die Speicher sind am Wettkampftag gut gefüllt.“

Fotos: Thomas Wenning, Ingo Kutsche, Celticman

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