Ratgeber Ketten: Ein steifes Glied
kostet unnötig Kraft
Und die Rede ist vom Radfahren. Aber es geht hier nicht um die Aussicht im Windschatten von Fernanda Keller oder Katya Meyers, sondern um ein Bauteil das von den meisten Athlethen kaum beachtet wird, obwohl es die Kraft der Beine an das Hinterrad übertragen muss. Alles dreht sich um Rahmen, Laufräder, Lenker, Aerohelme… aber wer hat sich denn schon mal Gedanken über seine Kette gemacht?

Gibt es überhaupt signifikante Unterschiede zwischen einzelnen Ketten und worin liegen diese?
Fast jeder Athlet der sich ein neues Rad anschafft denkt im “Gruppenzwang”, also die Kette die zur Schaltgruppe gehört kommt ans Rad. Soweit so gut, das sichert zumindest die optimale Kompatibilität zu allen andern Bauteilen. Die beiden Schaltungsgiganten Shimano und SRAM gehen bei den Ketten auch nahezu gleiche Wege. Dabei ist die günstigste Kette komplett aus Stahl gefertigt und ohne Schnörkel.
Kettenveredelung – Stück für Stück
Geht man nun in der Qualität eine Stufe höher, so wird ein Teil der Kette mit einer Oberflächenbehandlung versehen. Interessanterweise wird bei Shimanos Ultegra Kette (im Vergleich zur 105er) zuerst die Innenlasche veredelt (bei Shimano verzinkt), während SRAM bei den Ketten der Mittelklassse 1050 und 1070 zuerst die Außenlasche behandelt (bei SRAM vernickelt).
Bei den jeweiligen Top-Ketten wird dann die jeweilige Veredelung auf Außen- und Innenlaschen angewendet. Verchromte Nieten verwenden dabei beide. Den Weg der Vernickelung geht auch Campagnolo, wobei bei deren Top Ketten laut Campa auch eine speziellere Stahl Legierung für die Außenlaschen verwendet wird. Außerdem werden die Außenlaschen der Premium Ketten meist auch etwas schräg angefräst um bessere Schaltperformance zu bieten. Zum Teil werden auch unterschiedliche Vernietungen angewendet, was sich aber eher im MTB Bereich auswirkt, wo aufgrund häufiger Geländewechsel mehr und extremer geschaltet wird (Stichwort Schräglauf).










