Qualifikant: Robert Baust – Ein bisschen quälen für den guten Zweck
Die Quali freut Robert natürlich, aber eigentlich ist sie ihm fast egal. Seit seiner Tochter Hannah hat er ganz andere Ziele, die er mit dem Triathlon verbindet. Er will Geld sammeln für ein Frühchen-Projekt und irgendwie ist er im Interview seinen eigenen Weg gegangen…aber lest selber.

Hallo Robert, stell Dich doch einfach mal vor?
Ich bin Jahrgang 64, d.h. ich bin 74 Weltmeister geworden, wie wohl alle Jungs aus diesem Jahrgang. Wahrscheinlich könnte ich die Elf noch heute aufzählen. Leider waren meine eigenen Fähigkeiten beim Fußball sehr begrenzt. Meine Position – Torwart. Kenner wissen was das heißt. Neu Ziele und Vorbilder mussten her.
Wieso Triathlon und wieso Langdistanz?
Didi Thurau. Thurau fuhr bei der Tour de France einige Tage in Gelb, ich saß mit im Sattel. Ein Jahr später 78 Habeler u. Messmer auf dem Mount Everest -by fair means- ohne Sauerstoff, ja das war was. Und natürlich Reinhard Karl der erste deutsche auf dem Mont Everest. Später spielt Reinhard Karl noch eine große Bedeutung für mich.
Dann Anfang der 80-Jahre sehe ich einen Fernsehbericht über eine neuen Sport: Triathlon. Der Bericht ist eher mit einem Augenzwinkern. 3,8km schwimmen, 180km Rad fahren und einen Marathon laufen. Ironman! Das alles auf Hawaii bei tropischen Temperaturen. Ich weiß noch heute wie dachte, jetzt sind sie (die Amis) völlig abgedreht.
Gerade ich, Kind des Ruhrgebiets, entdecke den Berg- u. Klettersport für mich. Eine Zeit die mich prägte, Freunde fürs Leben und Erlebnisse am Berg. Auf Reinhard Karls spuren entdecke ich europäische und amerikanische Klettergebiete. Einige schöne sportliche Erfolge hatte ich: Bonatti-Pfeiler an der Aiguille de Dru, viele Fontainebleau 6c Boulder und solides Klettern im 7ten Grad.
Nach gut 10 Jahren intensiven Kletterns entwickle ich Interesse für den Ausdauersport. Laufe mal Marathon, fahr Rennrad. Und wie war das mit dem Ironman, ja das wär was.










