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Als erster Amateur einlaufen

Quali-Aspirant: Andrej Heilig –
Als erster Amateur einlaufen

6. Juli 2009 von Christian Friedrich

andrej-heiligDie meisten Altersklassenathleten kommen irgendwann ins Ziel, Andrej Heilig hingegen will einer, wenn nicht sogar der erste Altersklassenathlet nach den Profitriathleten sein. Hier sein sehr interessantes Interview dazu.


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Für alle die Dich noch nicht kennen. Stell Dich doch kurz einmal vor!

Ich bin Jahrgang 77 und damit, das dürfte in diesem Kontext wichtiger sein, AK 30-34. Geboren, aufgewachsen und zur Schule gegangen bin ich im Münchner Westen, genauer gesagt in Alling und Germering, also im Landkreis FFB. Deshalb werde ich auch den Rest meines Lebens für den TSV Unterpfaffenhofen-Germering starten!

1998 habe ich mit dem Laufen angefangen, da war ich noch mit 20 Zigaretten am Tag dabei, und mit 1999 dann mit Triathlon, da allerdings schon als Nichtraucher. Davor hatte ich keine leistungssportliche Vergangenheit, war als Kind auch nie im Schwimmverein oder ähnlichem.

Mein dritter Triathlon war im Jahr 2000 der Ironman Klagenfurt, den ich in 11:25 Stunden „überlebt“ habe. Danach ging es mit viel Arbeit halt langsam aber stetig bergauf. Seit 2004 bin ich als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität Hohenheim / Stuttgart damit beschäftigt Lebensmittelwissenschaftler auszubilden und mich zu promovieren, damit ich demnächst mal als Dr.-Ing. Andrej Heilig in den Ergebnislisten stehe. In der Summe nicht ganz einfach, aber irgendwann wird schon ein Schuh daraus. Im Mittel ist es ein normaler Job mit Arbeitszeiten von neun bis sechs.

Warum bist Du dem Triathlon verfallen und warum treibt es Dich nach Zürich und nicht wie letztes Jahr nach Frankfurt zum Ironman?

Um ehrlich zu sein hat mich am Triathlon ganz zu Anfang das Martialische gereizt – die ungeheuren Distanzen, der Kampf gegen sich selbst und die Natur, das Extreme halt. Die ganze Sache hat mir auf Anhieb gefallen und später wollte ich dann einfach nur immer besser werden. Das Ganze ist mittlerweile eigentlich ein Selbstläufer – ich bin relativ gut in der Sache und möchte mein Potential voll ausschöpfen, also heißt es weitermachen. Leider steigt der Aufwand exponentiell, und demnächst muss ich mir wohl ein paar grundlegende Gedanken zum weiteren Verlauf machen.

In Frankfurt war ich 2003 (9:48 Std.), 2005 (9:40 Std.), 2006 (9:20 Std. – keine Quali!!!), 2007 (12 Std. irgendwas) und 2008 (9:08 Std.) am Start, und damit wird es einfach mal Zeit für etwas anderes. Roth ist mir zu groß, Klagenfurt zu unselektiv, auf Lanzarote war ich auch schon zweimal, England ist zu spät und Nizza kommt wahrscheinlich nächstes Jahr dran. Insgesamt ist Zürich zeitlich, räumlich und von den Wettkampfgegebenheiten einfach günstig.


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