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Produkttest TomTom Multi-Sport Cardio: Endlich ohne Brustgurt!

2. Februar 2015 von Christine Waitz

Foto: TomTom,   einmaligEr rutscht, drückt und manchmal vergisst man ihn auch einfach anzulegen. Der Pulsgurt. Auf die Messung der Herzfrequenz möchten dennoch viele nicht verzichten. Gibt sie doch guten Hinweis auf die Intensität der Trainingseinheit und erlaubt damit das Steuern der Trainingsreize. TomTom könnte in Sachen Pulsgurt nun Abhilfe schaffen. Die Multi-Sport Cardio Uhr misst nämlich den Puls direkt am Handgelenk. Christian Brenski hat die Uhr getestet.


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Zunächst zu den trockenen Fakten: Die TomTom Runner Cardio misst die Herzfrequenz statt mit Hilfe eines Pulsgurtes, mit einem optischen Sensor direkt am Handgelenk. Zwei LED-Sensoren messen dort den Blutvolumenfluss unter der Haut. Mit Hilfe komplexer Algorithmen wird anhand des Pulssignals dann die tatsächliche Herzfrequenz berechnet.
Zusätzliche Funktionen sollen Sportlern das Training erleichtern. So können Läufer zwischen fünf Intensitätszonen auswählen, die zu ihren Trainingszielen passen. Ein akustischer und ein Vibrationsalarm informiert außerdem darüber, ob sie schneller oder langsamer laufen sollen. Zudem können sich Sportler in Echtzeit Puls, Distanz, Tempo und andere wichtige Laufinformationen während des Trainings auf einen Blick anzeigen lassen.

Der Praxistest

Christian Brenski hat die neue Uhr für uns getestet. Lest selbst, was er dazu sagt.

Die TomTom Multi-Sport Cardio ist meine erste Pulsuhr ohne Brustgurt. Viele Jahre bin ich mit Polaruhren beim Lauftraing, und auch bei Wettkämpfen, von zehn Kilometern bis hin zum Marathon, unterwegs gewesen. Nun war ich gespannt, ob die Pulsmessung am Handgelenk (bzw. Unterarm) technisch tatsächlich ausgereift ist.

Die Antwort: Ja, aber….

In der mitgelieferten gedruckten Kurzanleitung wird darauf hingewiesen, dass man sich für exakte Ergebnisse erst warmlaufen müsse. Diesen Rat sollte man tatsächlich beherzigen, will man verlässliche Ergebnisse erhalten. Außerdem darf die Uhr nicht zu locker sitzen.
Werden beide Tipps beachtet, so ist der Eindruck sehr positiv. Zwar habe ich keine Brustgurtmessung parallel laufen lassen, um einen Vergleich anzustellen, doch nach jahrelanger Erfahrung mit den Gurt-Modellen kann ich sagen: Die Messung scheint mir sehr genau zu funktionieren.

Nun mal ein Blick auf den Lieferumfang.

Meine TomTom Multi-Sport Cardio kam in einer durchsichtigen Plastikbox mit zwei zusätzlichen Armbändern in verschiedenen Farbkombinationen (rot-weiß, rot-grau, grau-weiß) zum Auswechseln, einem USB-Stick mit englischsprachigen Erklär-Videos, einem USB-Lade- und Dockingadapter und einer gedruckten Kurzanleitung. Die Uhr sieht sportlich und edel aus. Ich wurde jedenfalls regelmäßig darauf angesprochen. Die verschiedenen Farbkombinationen der Wechselarmbänder ermöglichen das Anpassen ans Styling der Laufbekleidung. Das Armband ist ziemlich breit, aus weichem Kunststoff mit zahlreichen Verstellmöglichkeiten für die Weite. Stramm sollte die Uhr sitzen. Ich habe sie –selbst bei strammem Sitz- nie als unangenehm empfunden. Das könnte aber von Sportler zu Sportler individuell unterschiedlich sein.
Für den Gebrauch der Uhr beim Radfahren ist eine Fahrradhalterung dabei. Dann jedoch, müsste für verlässliche Ergebnisse ein Brustgurt separat über Bluetooth angeschlossen werden.

Einfache Synchronisation am Computer

Foto: TomTom, einmaligZur Synchronisierung der Daten auf den Computer dient „MySports Connect“, das mit den Apps „MySports“ und „MapMyFitness“ arbeitet. MySports dient der tabellarischen, statistischen Übersicht zu relevanten Daten (Geschwindigkeit, Herzrate, Distanz, Höhenmeter, Durchschnittswerte, Höchst- und Tiefstwerte bzw. einer grafischen Übersicht der gelaufenen Routen auf einer Landkarte). Über das Programm MySports Connect lassen sich die individuellen Daten (Alter, Größe, Geschlecht, Gewicht), aber auch die maximale Herzfrequenz auf die Uhr übertragen.
Gekoppelt an die individuelle maximale Herzfrequenz werden die Intensitätsbereiche eingeteilt: Einfach, Cardio, Ausdauer, Geschwindigkeit, Sprint.

Ready, steady, go!

Das Display ist gut ablesbar. Im Standby-Modus werden Uhrzeit-Stunden (hellgrau), Minuten (dunkelgrau) sowie das Datum angezeigt. Während der Messung werden drei Werte angezeigt, die Variationen sind frei wählbar. Ich bin meist im Modus Herzfrequenz (groß angezeigt) und Distanz + Zeit (klein) gelaufen.

Die Steuerung der Uhrfunktionen läuft über einen quadratischen Wipprahmen. Die Handhabung ist nach ein paar Mal Ausprobieren recht einfach. Nach rechts drücken und die Aktivität auswählen (Laufen, Rad, Schwimmen, Laufband, Freestyle) bis zum Finden des GPS-Signals und dann ein letztes Drücken für den Start der Aktivität.

Genaue Dokumentation via GPS

Das GPS-Signal wird schnell gefunden. Als Vergleich dient mir mein Smartphone mit der Runtasic-App. GPS ist bei der Uhr deutlich schneller verfügbar. Auch die Genauigkeit der Messung ist deutlich besser als mit der Smartphone-App. Bei Wettkämpfen auf amtlich vermessenen Strecken habe ich immer feststellen müssen, dass die Runtastic-App mit meinen Smartphones (zuletzt Samsung Galaxy Note, jetzt LG L90) regelmäßig zu wenig anzeigte. Dieses Phänomen ist der TomTom-Uhr fremd. Die Messung erscheint mir auf den bekannten Laufstrecken sehr genau.

Akku für normale Aktivität ausreichend

Ich möchte in fünfeinhalb Monaten einen Berg-Marathon laufen und habe mit der Vorbereitung locker begonnen. Drei bis vier Läufe pro Woche, davon ein „etwas längerer“ Lauf über zwei Stunden. Den Akku lade ich zweimal die Woche über den PC, wobei auch die Trainingsdaten synchronisiert werden. Für meine Aktivitäten reicht der Akku allemal aus. Für Ultrasportler kann ich aber nicht sprechen.

Foto: TomTom, einmalig

Fazit

Wer perfekte Technik sucht, muss noch warten. Wer sich jedoch selbst für Training und die vorgenommenen Wettkampfziele motivieren möchte, dem sei die Uhr jedoch ans Herz gelegt. Die TomTom Multi-Sport Cardio macht Spaß. Sie sieht geil aus. Der lästige Brustgurt entfällt. Endlich.

Klare Kaufempfehlung für Hobbysportler mit konkreten Ambitionen.

Die TomTom Multi-Sport Cardio Sportuhr gibt es für 299 Euro im Handel.

Laufuhren und Pulsmesser gibt es auch im triathlon.de Shop.

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Bilder: TomTom

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