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Produkttest: Freelaces – Gib Gummi?

30. Mai 2016 von Christine Waitz

triathlon.de,   frei„The Revolution at your feet“ titelt der Hersteller der Freelaces nicht unbedingt bescheiden. Wo früher Hosengummis für schnelle Wechsel sorgten, sollen nun Silikon-Bänder Tempo machen. Wir haben die Freelaces getestet und raten: Nehmt euch Zeit, bevor ihr Gummi gebt!


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Hosengummi in den Schuhen war vorgestern. Gestern gab es Gummikordeln und Knubbel-Schnürsenkel. Heute geben wir Gummi. Genauer gesagt Silikon.

Alle aber haben sie eines gemeinsam: Im Gegensatz zu den normalen Schnürsenkeln, die jedes Mal festgezurrt und gebunden werden müssen, ermöglichen die flexiblen Schnürsysteme den problemlosen und schnellen Einstieg in den Schuh. Statt hektischem Schnüren mit klammen Fingern kann es alsgleich auf die Laufstrecke gehen. Tücken haben solche Systeme dennoch. Doch dazu später mehr.

triathlon.de, freiZehn fetzige Freelace-Farben stehen beim Kauf zur Auswahl. Damit ist zumindest schon die Passende für jeden Laufschuh dabei. Die ausreichend langen Silikonbänder sind nicht nur schön anzusehen, sondern fühlen sich auch stabil und haltbar an. Auffällig ist der Formverlauf im Band. In der Mitte sind die Bänder Oval. Die Form geht dann zu beiden Seiten in ein ca. vier Millimeter breites eckiges Profil über und wird an den Enden nicht nur dünner, sondern auch rund. Laut Hersteller soll das für jeden Bereich der Schnürung die ideale Funktion garantieren und somit die wohl wichtigste Aufgabe solcher Schnürsysteme sicher stellen: Halt geben.

Nehmt euch Zeit, bevor ihr Gummi gebt!

Nun möge man meinen, eben schnell die alten Schnürsenkel herausziehen und die flexiblen Tempo-Garanten einfädeln, wäre in wenigen Minuten erledigt. Wer das – im schlimmsten Fall noch direkt vor einem Rennen macht – der könnte sich mit den bereits erwähnten Tücken flexibler Schnürsysteme konfrontiert sehen. Auch bei den Freelaces.

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Oben oder unten geschnürt? Weniger oder mehr? Das Anpassen erfordert etwas Geduld.

Häufig nämlich schnürt man die flexiblen Bänder im ersten Versuch wesentlich zu fest. Die Folge: während des Laufens kommt es im besten Fall zu tauben stellen an Füßen und Zehen, im schlimmsten Fall fangen die Fußsohlen an höllisch zu brennen.
Merke Nummer 1: Schnellschnürsysteme unbedingt im Training testen und Zeit für die Veränderung des Equipments einplanen.

Durch das zunächst recht starre Material der Freelaces und die unterschiedlichen Formen im Verlauf des Bandes brauchten wir sogar noch etwas länger für die Testphase. Wir probierten aus, in welchen Richtungen gefädelt die Bänder sich am besten an den Fuß anpassten. Ob man vielleicht sogar das ein oder andere Schnürloch auslassen konnte, ohne an Stabilität zu verlieren und so weiter…

 

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Auch mit wenig Schnürung perfekter Halt.

Fühlten sich die Schnürsenkel anfangs noch unangenehm fest an und drückten, fand sich mit etwas Herumprobieren eine perfekte Schnürung. Genau dann wird die Festigkeit des Materials auch zum unschlagbaren Argument. Selbst mit recht wenig Schnürung bringen die Freelaces beim Laufen extrem guten Halt. Kein Herumrutschen, kein Ausleiern. Fest! Zu empfehlen ist zudem, die überstehenden Enden mit Knoten zu sichern und den Rest abzuschneiden. Zwar gibt der Hersteller an, man könne auch mit normaler Schleife sichern, die jedoch erweist sich beim Laufen als ziemlich sperrig, störend und wenig haltbar.

Hat man „seine“ Schnürung so gefunden, darf Gummi gegeben werden!

Zur Website des Herstellers. 

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Fotos: triathlon.de

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