Pro-Hawaii: Sandra Wallenhorst
– Von Anfang an Vollgas
Werden wir bei der Liveübertragnung beim Ironman Hawaii öfter den Namen Sandra Wallenhorst hören? Nun, spätestens am 11. Oktober wissen wir es, da wird Sandra als schnellste Frau in der Ironman-Serie mit am Start sein. Uns hat die Profitriathletin Ihre Taktik verraten und warum Ihr Sohn Philipp mitkommen muss.

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Sandra erzählt von ihren Vorbereitungen für Hawaii, warum sie keinen speziellen Speedsuit trägt, welche Trainingseinheiten sie selber besonders weiterbringen und wie sie Ihre Chancen für den Ironman Hawaii einschätzt. Und sie verrät uns warum sie die gesamte Familie mit auf die Insel nimmt und das “viel hilft viel” bei Ihr nicht nur ein Spruch ist.
Hier eine kurze Zusammenfassung des Gespräches mit Sandra Wallenhorst.
Tri4u: Hallo Sandra, wie ist die Saison nach dem Ironman Klagenfurt gelaufen?
Sandra: Hallo. Nach Klagenfurt hab ich ja keinen Wettkampf weiter gemacht. Ich hatte erstmal eine kleine Pause von zwei Wochen und hab mich dann gleich ins Training für Hawaii gestürzt und war jetzt gerade erst drei Wochen auf Grand Canaria zur Trainingsvorbereitung und hoffe das ich jetzt fit bin für Hawaii.
Tri4u: Volle Konzentration auf Hawaii?
Sandra: Genau, Klagenfurt und Hawaii sind dieses Jahr anvisiert und eventuell noch Clearwater (Weltmeisterschaften der Ironman70.3 Serie am 8. November).
Tri4u: Hast Du am Training für Hawaii etwas geändert im Gegensatz zum Training für Klagenfurt?
Sandra: Auf Grund der Tatsache, dass ich in Klagenfurt erst neun Minuten nach der schnellsten Frau aus dem Wasser gekommen bin, hab ich noch mal sehr hart am Schwimmen gearbeitet. Und am Laufen auch, da ich festgestellt hab, dass man hier noch am meisten rausholen kann. Ich bin also auch noch etwas intensiver gelaufen. Mein Radfahrtraining hab ich beibehalten, das lief in Klagenfurt ja auch schon richtig gut.
„viel hilft viel“ und „noch mehr hilft noch mehr“
Tri4u: Hast Du besondere Trainingseinheiten, die Du uns verraten kannst?
Sandra: Nun gut, das ist ja sehr individuell. Bei mir ist es so, das vom Grundsatz her „viel hilft viel“ und „noch mehr hilft noch mehr“. Heißt bei mir, ich versuche einfach unendlich Kilometer zu schruppen in jeder einzelnen Disziplin. Ich glaube die Trainingseinheiten, die am meisten wegtun sind auch die, die am meisten bringen. Da sind bei mir die ganz langen Crescendo-Läufe (von langsam immer schneller werdend) und das Bahn-Intervall-Training.
Tri4u: Wirst Du beim Schwimmen einen Speedsuit tragen?
Sandra: Nein, ich hab einen Anzug von 2XU. Ich glaube der macht mich noch schneller als alle Speedsuits der Welt (lacht).
Tri4u: Dann hab ich gelesen, das Du mit Baby und Lebensgefährte nach Hawaii reist. Hat das einen Grund?
Sandra: Das sind alles meine Glücksbringer. Mein kleiner Sohn Philip, der ist jetzt 20 Monate, wenn der am Kurs steht und „Mami, Mami“ ruft, ich glaube dann werde ich noch mal den Turbo aufdrehen…
…ich glaube ich platze bald.
Tri4u: Wie ist es bei Dir vor so einem wichtigen Event? Wächst da die Anspannung von Tag zu Tag?
Sandra: Ich bin ziemlich aufgeregt und es ist jetzt auch sehr viel Trubel hier zurzeit in Hannover. Ich hab viele Anrufe und muss viel organisieren, weil wir aus dem Trainingslager zurück sind und gleich wieder weiter fliegen nach Hawaii. Da kommt schon ganz schön viel Stress auf mich zu. Aber ansonsten steigt die Spannung und ich glaube ich platze bald.
Tri4u: Du hast in Klagenfurt ja die schnellste Zeit, die je eine Frau in der Ironman Serie geschafft hat, aufgestellt. Ist jetzt der Druck da auch in Hawaii sehr schnell zu sein?
Sandra: Ja, ich werde ganz vorsichtig gefragt, ob ich denn, wenn ich die schnellste Zeit schon aufgestellt hab, nicht auch eigentlich Hawaii gewinnen müsste. Das seh ich aber gar nicht so. Jeder Wettkampf wird wieder auf´s neue gestartet. Und die Hawaiizeiten sind auf jeden Fall immer langsamer. Ein bisschen Druck ist da, aber ich versuche dem auch auszuweichen. Ich werde einfach alles geben.
…mein Ziel ist auf jeden Fall die Top10 zu erreichen.
Tri4u: Hast Du an Deinem Material noch etwas im Hinblick auf Hawaii verändert?
Sandra: Ich hab noch eine Radbiometrie bei Jens Machacek gemacht und er hat noch mal geschaut, wie man die Sitzposition leicht noch optimieren kann, aber sonst hab ich keine Änderungen vorgenommen.
Tri4u: Never change a winning team?
Sandra: Genau
Tri4u: Welche Chancen siehst Du für Dich in Hawaii, auf welchem Platz würdest Du Dich gerne sehen?
Sandra: (lacht) Ich würde mich natürlich ganz weit vorne sehen. Ich spekuliere mit den Top10 und ich würde gerne beste Deutsche sein. Es sind halt sehr sehr gute Frauen am Start, die alle schon mal auf dem Treppchen gestanden haben. Aber mein Ziel ist auf jeden Fall die Top10 zu erreichen.
Tri4u: Hast Du ne Taktik für´s Rennen?
Sandra: Von Anfang an Vollgas.
Tri4u: Dann bedank ich mich für das Gespräch und wünsch alles Gute für Hawaii.











