Pro-Hawaii: Michael Göhner –
Ein bisschen Glückssache
Der Triathlonprofi Michael Göhner ist aus der Nähe von Reutlingen und mit 28 Jahren noch am Anfang seiner Profikarriere. Seinen Qualiplatz hat er sich beim Ironman Louisville Ende August erkämpft. Warum er trotzdem erst eine Hawaii-Absage verkündete und jetzt doch rüber fliegt hat er tri4u verraten.

Inhalt des Podcasts
Michael erzählt wie seine Saison 2008 verlaufen ist und warum er nicht so richtig zufrieden ist. Zudem gibt er Auskunft über sein Abschneiden beim Ironman Frankfurt, wie der Ironman Louisville gelaufen ist, bei dem er Vierter wurde und warum er erst nicht nach Hawaii wollte – trotz Qualiplatz.
Hier eine kurze Zusammenfassung des Gespräches mit Michael Göhner
Tri4u: Hallo Michael, wie zufrieden bist Du mit Deiner Saison 2008 bisher?
Michael: Mit dem Anfang der Saison war ich relativ zufrieden, allerdings war der erste Saisonhöhepunkt beim Ironman in Frankfurt etwas missglückt, sag ich jetzt mal mit meinem zehnten Platz. Im Nachhinein weiß ich woran es liegt. Ich hab eine Mittelohrentzündung verschleppt und bin dann auch einfach etwas geschwächt an den Start gekommen.
Somit war halt der weitere Verlauf auch etwas ungeplant. Ich musste dann umdisponieren. Ich wollte eigentlich nach Frankfurt direkt mich vorbereiten auf den Ironman Hawaii. Aber da ich keine Hawaiiquali hatte war das Kapitel erstmal ad acta gelegt. Allerdings hab ich mich letztendlich doch noch entschieden beim Ironman Louisville zu starten, wo ich dann auch die Quali geholt habe. War schon eine sehr lehrreiche Saison, aber ich hätte sie mir doch ein wenig besser erhofft.
Tri4u: Wie war aus Deiner Sicht dann das Abschneiden beim Ironman Louisville Ende August?
Michael: Den Umständen entsprechend war es schon okay. Ich war vierter. Klar, der vierte Platz ist immer etwas undankbar. Die Vorbereitung auf diesen Wettkampf hatte auch etwas zu wünschen übrig gelassen. Gerade beim Marathonlauf hat mir dann einfach die Substanz gefehlt und durch die extreme Hitze wurde es für mich umso härter. Allerdings schaue ich schon auf´s nächste Jahr und da möchte ich dann wieder bessere Ergebnisse erzielen.
Tri4u: Erst wolltest Du nicht nach Hawaii, jetzt hast Du Dich doch für den Wettkampf entschieden. Wie kommt´s?
Michael: Der Ironman Louisville war halt richtig hart. Es war eigentlich mein härtester Ironman bisher. So kurz nach dem Rennen sagt man dann oftmals – okay, das war´s – aber wenn man die Hawaiiquali hat, dann möchte/sollte man dort auch hingehen. Ich sehe es allerdings dieses Jahr mehr entspannt und locker und will lieber Erfahrungen sammeln.
Mit welchem Ziel gehst Du dann nach Hawaii?
Da ich in den letzten Jahren immer Probleme mit dem Schwimmen gehabt habe, möchte ich diesmal vielleicht etwas näher an der Spitzengruppe dran sein und dann auf dem Rad versuchen einen Akzent zu setzen. Was dann beim Laufen rauskommt, dass wird man dann auch sehen. Ist auch ein bisschen ne Glückssache, mehr oder weniger dieses Jahr.
Das heißt Du wirst auf jeden Fall finishen?
Ich kann es Dir zwar nicht schriftlich geben, aber das Ziel ist es schon ins Ziel zu kommen, sonst muss ich nicht nach Hawaii gehen.
Wer gewinnt Hawaii bei den Männern?
Das Männerfeld ist sehr ausgeglichen und es ist schwer einen klaren Favoriten aus zu machen. Ich denke mal die üblichen verdächtigen werden das Rennen unter sich ausmachen. Chris McCormack, Normann Stadler, Faris Al-Sultan und Craig Alexander – dass sind so für mich die Vier die vorne mit ums Treppchen kämpfen.
Wer gewinnt Hawaii bei den Frauen?
Da ist es wohl etwas eindeutiger. Ich denke da wird Chrissie Wellington ihr Ding durchziehen und dann wohl auch relativ überlegen wieder gewinnen.
Danke für das Gespräch und wir wünschen wir Dir einen guten Wettkampf auf Hawaii.
Bilder: Michael Göhner









