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Norseman sein ist nicht schwer… einer werden dagegen sehr :-)

Noch zwei Monate. Der Tag kommt unaufhaltsam näher, und ich bin noch immer nicht richtig gut.

Täglich habe ich das Gefühl, viel zu wenig zu tun. Wenn ich am Morgen laufe, quält mich am Nachmittag schon wieder das schlechte Gewissen, nichts gemacht zu haben – was natürlich Blödsinn ist. Aber daran merkt man, dass mich die Aufgabe schon richtig im Griff hat.

Oft kann ich ein/zwei Tage einfach nichts machen, was aber wahrscheinlich gar nicht so schlecht ist. Man sagt ja, dass die Verbesserung in der Ruhe kommt. Wenn das stimmt, bin ich superstark :-)

In jeden Fall kann ich jedem nur Empfehlen, mit wenig Kraft und mit viel Trittfrequenz Rad zu fahren. Ich habe es über Jahre nicht geglaubt, und wurde in diesem Jahr  eines Besseren belehrt. Seitdem ich dünn Rad fahre, und somit automatisch einen runden Tritt beherrsche, wurde ich echt schneller. Man sieht das an der Wattanzeige. Sobald man sich auf den runden Tritt konzentriert, zeigt es 30 bis 40 Watt mehr an. ( Hoffentlich ist die Anzeige nicht defekt :-)

Peter Waldas, einmalig

Nach Garmisch und zurück…

Wie es der Zufall so wollte, habe ich eine sehr nette Frau kennengelernt, die dann auch noch eine super Sportlerin ist. (ok.. ich gebe zu… es ist mehr als kennengelernt :-)  Dass sie in Garmisch wohnt und dann auch noch Physiotherapeutin ist, grenzt fast schon an ein Triahtlon-trainigs-vorbereitungs-wunder (ein geiles Wort :-)

Somit fahre ich des Öfteren am Abend von Starnberg nach Garmisch, und am nächsten Morgen um 6:30 Uhr wieder zurück -ohne Frühstück. Das sind ziemlich genau 140 Kilometer, was ja nicht schaden kann. Und in Garmisch am Wochenende, mit dem Eibsee (saukalt), und den nahen Bergen, ist es schon sehr toll für meine Vorbereitung.. Das mit den Massagen für mich, muss noch besser werden (hoffentlich liest Silvia den Blog:-)

In jeden Fall habe ich nach langer Schwimmpause, das erste Mal den Neo im Eibsee getestet.

Sogar mit Neohaube, was echt ein grosser Vorteil werden wird. Der See hatte 16 Grad, und mir kam es überhaupt nicht kalt vor. Ganz im Gegenteil… Wenn man mal drin ist, spürt man die Kälte nicht mehr. Somit habe ich für den Norseman keine Schwimmangst mehr. Ausser die Temperaturen sind so, wie in 2015.

Die Qual der Material-Wahl

Schön langsam muss ich mich auch um mein Material kümmern.

Ich habe mich entschieden mit 25mm Reifen zu fahren. Das sind nicht die Schnellsten, aber die Pannensichersten. Was nützt mir ein leichter, schneller Reifen, wenn ich mir einen Platten einfange? Es wäre fatal, wegen eines Defekts das Rennen nicht zu beenden.

Auch möchte ich die Bautenzüge neu verlegen, sowie eine neue Kette. Und das Ganze wechsle ich nicht kurz vor dem Rennen, sondern schon 1.000 Kilometer vorher.

Wahrscheinlich ist es eh nicht nötig, aber es verhält sich halt wie beim Auto kurz vor einer Urlaubsfahrt. Wenn man unter der Woche mit dem Auto am Tag 200 Kilometer fährt, macht man nichts. Wehe aber, man fährt 500 Kilometer in den Urlaub. Dann wird noch mal der Ölstand geprüft. Wo ist da der Unterschied?? Es gibt keinen. Und so ist es mit dem Rad auch. Beim Training kontrolliert man ja auch nichts. Es sind beim Norseman ja auch nur 180 Kilometer Rad. Aber so ticken die meisten. :-)

Renn-Aktion

 

Peter Waldas, einmaligAm 19.06.  stand dann der Schliersee Triathlon an. Wie soll es anders sein in diesem Jahr: brutaler Regen, sodass bei den Abfahrten die Teilnehmer an den Kurven fast standen. Somit war mein Gewichtsabfahrtsvorteil (wieder so ein tolles erfundenes Wort ) dahin :-((
Aber mit dem Ergebnis war ich dennoch zufrieden. 2 Stunden 51 Minuten. Da hab ich  dann wegen 50 Sekunden den 3. Platz in meiner AK verpasst. Ärgert mich ein wenig, da ich diese paar Sekunden beim piseln verloren habe. Was lerne ich daraus? Es wird einfach nicht mehr gepiselt :-)

Allerdings muss ich zugeben, dass ich nach dem Schliersee Triathlon, der ja der härteste Olympische sein soll, schon sehr kaputt war. Auch zwei Tage danach spürte ich den Wettkampf noch. Das kann ja was werden, beim Norseman. Vier Mal so viele Höhenmeter, und vom Marathon ganz zu Schweigen.

Ihr als Leser dieses Blogs werden jetzt denken:  Was jammert der Kerl denn andauernd?!?!?!

Stimmt… ich bin wie es scheint echt ein Jammerlappen. Ich habe zugegebenermaßen echt die Hosen voll. Je näher der Tag rückt, um so mehr Zweifel tun sich auf. Bin echt froh, wenn es endlich los geht. Nicht andauernd darüber rechnen und spekulieren. Machen und gut. :-))

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Fotos: Peter Waldas, triathlon.de

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