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Hallo zusammen,

heute beginne ich mit meinen Blog, um meine Vorbereitung für den „Norseman“ im August 2016 etwas zu Schildern.  Zuerst möchte ich jedoch triathlon.de und dem Veranstalter „Norseman“ danken, dass ich überhaupt die Gelegenheit erhalten habe, an dem spektakulären Event teilzunehmen. Ich habe schon nicht mehr daran geglaubt, bis dann endlich die Nachricht kam, ich solle mich Registrieren…

Zwar wurde ich von triathlon.de am 12.01.2016 schon vorgestellt, möchte mich aber nochmals selbst etwas beschreiben.

Peter Waldas, einmalig

Ja, ich habe schon ein paar Langdistanzen gemacht, jedoch keine davon gut. 

Warum?  Weil ich faul war. So faul, dass ich in meinem Leben weder ein Fahrtspiel, noch Intervalle gemacht habe. Immer mit viel zu viel Gewicht an den Start ging, und sogar bis vor einem Jahr noch geraucht habe. (Wenn ich bloß daran denke, ekelt es mich richtig).

Diesmal muss und wird alles anders werden.

Nachdem die Hoffnung bekanntlich zum Schluss stirbt, habe ich in weiser Voraussicht auf den „Norseman“ Startplatz Anfang Juli 2015 mit dem Abnehmen begonnen. Im März 2015 war ja die Halux Rigudus-OP, nach der man eh nur träge herumliegt. Somit hatte ich im Juli 97,5 kg. Bei 1,84 Körpergröße, nicht gerade ein Leichtgewicht. Bis heute habe ich 8,5 kg abgenommen, was mir schon sehr bei der Vorbereitung hilft. Mein Ziel im August sollte bei 85 kg liegen, was, wie ich glaube, durchaus im Bereich des Möglichen sein dürfte.

Seit ein paar Wochen esse ich so gut wie keine Kohlenhydrate mehr und nach anfänglicher Kraftlosigkeit, geht es mir damit mittlerweile ganz gut. Die ersten Laufeinheiten waren die Hölle… Man fühlt sich wie bei einem Marathon ab KM 30. Nichts in den Beinen… Puls hoch.. und schwitzt wie blöd. Auch beim Spinning brennen mir die Oberschenkel, dass es eine wahre Freude ist. Doch Tag für Tag wird auch das besser, und ich fühle mich echt  voller Elan.

Auch aus diesem Grund ging wahrscheinlich mein Gewicht- und Fettanteil runter und mein Muskelanteil rauf. Hoffentlich geht es weiter so leicht. Essen kann ich alles… Fette: Wurst und Fleisch, Eier, Fisch und Quark, Nüsse, Gemüse und nur wenig Obst, wegen des Fruchtzuckers. Alkohol trinke ich gar nicht, was mir  Gott sei Dank nichts ausmacht. Wichtig wäre bei dieser Form der Ernährung, noch mehr Wasser oder Tees zu trinken. Leider bereitet mir das aber große Probleme. Es ist eine Qual für mich das „leere“ Wasser in ausreichender Menge herunter zu bekommen. :-(

Training nach Gefühl

Peter Waldas, einmaligNun gut: Seit dem 01.11.2015 habe ich mit dem Training richtig begonnen. Auf Trainigsplänen baue ich nicht auf, sondern höre eher nur auf mein Gefühl. Komischerweise bin ich schon so weit, dass ich ein  schlechtes Gewissen habe, wenn ich mal einen Tag gar nichts gemacht habe. Ja… ich weiß natürlich, dass sich der Körper nur in der Ruhephase weiterentwickelt. Aber irgendwie verfolgt einen immer das schlechte Gewissen, sodass ich fast jeden Tag irgend etwas mache.  Mein Plan bis ins Frühjahr ist es, in der Woche 4 km zu schwimmen, 50km zu laufen und ca. 70km Spinning zu machen.

Seit dem 01.11.15 bin ich deshalb auch im Fitnesscenter in Wolfratshausen angemeldet. Das ist von mir zu Hause 6 km entfernt, und hat mich am Anfang sehr gestört. Inzwischen bin ich aber sehr froh darüber, dort zu sein, weil der Laden echt gut ist. Zwar sind viele ältere Menschen (so wie ich halt auch) da, aber es fehlen Gott sei Dank die aufgeblasenen Bodybuilder ;-), was ich sehr begrüße.

Ich nehme an zwei Tagen in der Woche an den Spinningkursen teil, die mich anfangs schon sehr geschlaucht haben, da sie vom Betreiber mit Hirn und Verstand, auf gutem Niveau betrieben werden. Mittlerweile aber hat sich mein Körper daran gewöhnt, so dass ich mir sicher bin, im Frühjahr durch das Spinning Vorteile auf dem Rad zu haben. (In der Vergangenheit habe ich im Winter immer genau „nichts“ gemacht :-))

Eiskalte Vorbereitung

Peter Waldas, einmalig

Um sich an die Kälte beim schwimmen in Norwegen zu gewöhnen, denke ich mir, dass tägliches eiskaltes Duschen etwas bringen könnte. Ob es tatsächlich so ist, weiß ich natürlich nicht, aber ich fühle mich gut damit, und schaden kann es auch nicht. Richtig vorbereiten im Wasser kann ich mich eh erst ab April oder Mai, da dann der Starnbergersee über 13 Grad haben wird. Darunter werde ich NICHT ins Wasser gehen.

Beim Schwimmtraining im Hallenbad quält mich so oder so immer die Frage, ob viel Schwimmtraining Sinn macht. Was bringen mir fünf Minuten an der Schwimmzeit? Wahrscheinlich nichts. Schwimmen ist eh das einzige der drei Disziplinen, die ich relativ gut kann, ohne viel zu trainieren. Und ob ich nun mit 1:10 oder mit einer Stunde aus dem Wasser komme, dürfte in Anbetracht des restlichen Wettkampfes eh keine Rolle spielen. Klar…. je besser trainiert, desto besser, und leichter kommt man aus dem Wasser.

Somit versuche ich die zweimaligen Schwimmeinheiten pro Woche mit viel Geschwindigkeit zu schwimmen. Ich denke, dass viele Leute in dem Bereich große Fehler machen, indem sie stupide ihre drei Kilometer schwimmen und dann glauben, dass sie das schnell macht. Meine Überzeugung ist das nicht, und ich denke, dass es der falsche Weg ist. Ich beobachte schon über Jahre immer wieder die gleichen Sportler, die sich sogar eingeschweißte Trainingspläne mit an den Beckenrand nehmen, und diesen dann auch abarbeiten. Nur schneller werden sie nie..

Mein Plan ist: 400 m „Einschwimmen“ mit einer 100 m Zeit von 1:40. Danach ein paar Mal 50 m Vollgas. (Bei mir so ca.  38/39 sek.) Danach Pause. Anschließend ein paar 100 Meter, so etwa um die 1:30, was nicht heißen soll, dass man die nicht auch schneller schwimmen kann- ich kann es halt nicht… Das „Ausschwimmen“ spare ich mir, sodass ich nach maximal 30 Minuten fertig bin. Mein Ziel wird dann sein, im normalen „Ironman“ eine Stunde zu schwimmen, sodass es beim „Norseman“ aufgrund der Kälte vermutlich 1:15 werden. Mit dieser Zeit bin ich beim „Norseman“ sicher unter den ersten 50, womit ich dann zufrieden wäre.

Nicht ohne Hindernisse

Peter Waldas, einmaligLeider hat mich in der ersten Februarwoche noch eine Erkältung erwischt. Wahrscheinlich, weil ich mich am 30.01.2016 einen ganzen Tag lang in der Sauna aufgehalten habe, und in 6 Grad kaltem Wasser geschwommen bin. Bestimmt nur zwei Minuten, dafür aber ohne Neo… Puhhh… das tat schon richtig weh, und es gab schon mal den ersten Eindruck auf „Eidfjörd- Wasser“. :-) Die Erkältung war dann aber auch schon nach einer Woche wieder abgeklungen, sodass ich leicht laufen konnte und wieder mein Spinningtraining aufgenommen habe.

Leicht laufen ist eigentlich nett geschrieben. Wo ich wohne, gibt es fast keinen Meter ohne Berge. Mich nervt das ungemein… Raus aus dem Haus und schon ein Berg. Logischerweise geht es dann auch immer wieder Bergab, was ich ja gar nicht trainieren muss. (Wer den Streckenplan vom „Norseman“ kennt weiß, dass es nie Bergab geht. :-((

Damit beende ich nun für dieses Mal den Blog, und freue mich schon dann im März von meinen (hoffentlich) weiteren Fortschritten zu berichten.

Vielleicht war ich bis dahin schon mal im eiskalten Seewasser und bin zumindest ein paar Meter mit Neo geschwommen. Zu früh kann es nie sein :-)

Gruß

Peter

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Fotos: Peter Waldas

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