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Roth - Der Blickpunkt Sport des Bayerischen Rundfunks vom 13. Juli 2009 (Archivbeitrag als MP3 oder Video) )mit den Gästen Jörg Jaksche (Ex-Radprofi), Lisa Hütthaler (Ex-Triathletin) und Normann Stadler (Triathlet) schlägt noch immer hohe Wellen im Forum auf 3athlon.info.

Der zweifache Sieger des IRONMAN Hawaii Triathlons Stadler hatte in seiner ihm eigenen Art eine eindeutige Position hartnäckig vertreten. Am Abend hatte er auch seine Missbilligung gegenüber den anderen beiden als Doper überführten Studiogästen Hütthaler, als mässig talentierte Triathletin und Jaksche nur einem Tag nach seinem 4. Platz bei der DM im Langstrecken Triathlon von Roth zum Ausdruck gebracht. Konkret hat Stadler in der Sendung seiner Empörung über Hütthalers Darstellung Ausdruck verliehen, Doping gehöre zum Leistungssport einfach dazu und habe das Bild vom Sport geprägt: „Training, Ernährung, Regeneration, Umfeld und Doping.“ Stadlers Reaktion fiel entsprechend aus: „Ich bin sprachlos. Ich bin anders aufgewachsen, ich bin charakterstark.“ 

Manche Kritiker halten den "Norminator" dafür zu impulsiv, engstirnig und intolerant. Andere Zuschauer und Leser von 3athlon.de begrüßen, dass endlich einmal ein Athlet seine Meinung deutlich zu überführten Dopern, die aus ihrem Sportbetrug noch nachträglich Kapital schlagen oder als geläuterte Aufklärer auf die Jugend losgelassen werden, geäußert hat.

Stadler selbst hat in der Runde aber auch schwere taktische Fehler begangen:

  • Durch Verallgemeinerungen wurden Fronten aufgebaut ("in Österreich").
  • Eine zweite Chance für Doper sieht Stadler nicht vor.
  • Bestehenden Kontakte zu Dr. med. Lothar Heinrich, die er im Rahmen von sportärztlichen Untersuchungen an der Freiburger Uniklinik wie viele tausend anderer Athleten hatte, wurden von Stadler nie versteckt aber in der Runde nicht ausreichend im Umfang dargelegt. Er hat ihn seinerzeit auch telefonisch konsultiert, als es um schnellstmögliche und dopingfreie Heilung eines gebrochenen Zehs in der Vorbereitungsphase vor dem Ironman Hawaii Triathlon ging und dies auch auf seiner Website publiziert.
  • Sein Trainingscamp im Februar 2004 mit dem Radteam T-Mobile, das auf Initiative eines ehemaligen Sponsors zustande kam, wurde in der Runde als damalige PR-Initiative nicht transparent genug zum Ausdruck gebracht und scheint sich vordergündig nicht mit Aussagen, dass er von T-Mobile/ Telekom keine Person kenne zu decken.
  • Die süffisant-genüsslichen Angriffe Jaksches am Ende der Sendung, wie etwa den Verweis auf Chris Carmichael und Lance Armstrong oder die Behauptung Dr. Lothar Heirnich hätte ihm Trainingspläne geschrieben wurden durch Stadlers impuslive Art viel zu früh pariert. Statt Jaksche ausreden zu lassen, um ihn dann zu widerlegen sind wichtige Argumente, wie der direkte Kontakt zu Lindsay Hyman als betreuende Trainerin bei Carmichael oder die klare Verneinung, dass Heinrich Pläne gechrieben habe schlicht untergangen.
Ein Kommentar der Nürnberger Nachrichten befasst sich ebenfalls mit der obskuren Diskussionsrunde, die gegen Ende dem Moderator Wolfgang Nadvorni zusehends entglitt und Angriffe des in der Radsportszene und Industrie noch immer exzellent vernetzten Jaksches auf Stadler knapp unterhalb der Gürtellinie gestattete - wohlweislich nach Provokationen durch Stadler selbst.
(kb)

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