West Des Moines (Iowa, USA) - Schweiz I hat die Weltmeisterschaften im Staffeltriathlon in West Des Moines in 1:20:56 Stunden in der Besetzung Magali Di Marco, Ruedi Wild, Daniela Ryf und Lukas Salvisberg gewonnen. Zuletzt hatten die Schweizer an der Europameisterschaft in Lissabon 2008 sowohl bei den Männern als auch bei den Frauen Gold (noch im 3er-Team) gewonnen.
Silber und Bronze über das Format von 4 x (2 Frauen und 2 Männer) über die Distanz von 250m Schwimmen, 7km Radfahren und 1,8km Laufen gehen an Australien I (1:21:05) und Kanada I (1:21:31).
Einen Tag nach dem Weltcuprennen übergab Magali Di Marco nach der Supersprintdistanz von 250 m Schwimmen, 6,6 km Radfahren und 1,6 km Laufen an vierter Position an den ersten Mann, Ruedi Wild, der diese Position halten konnte. Die Vorentscheidung führte Daniela Ryf herbei, die nach einem sehr guten Schwimmen mit einer wahren Sprint-Parforceleistung auf der zweiten Radrunde die Führung übernahm. Nun lag die Veranwortung auf den Schultern des 21-jährigen Lukas Salvisberg, der gegen niemand geringeren als den Australier Brad Kahlefeldt antrat, gestern noch Zweiter am Weltcuprennen.
Der junge Salvisberg aus der "kleinen Schweiz" hielt gegen das "Triathlon-Monster" Australien (so der Speaker) mit und leistete auf dem Rad viel Führungsarbeit. Auch auf den entscheidenen 1600 Metern Laufen liess sich Lukas Salvisberg nicht beeindrucken, lief meistens an der Spitze und lancierte 300 m vor dem Ziel einen ersten Angriff. Kahlefeldt konnte dranblieben bis dann doch Salvisberg sich überraschend löste und mit neun Sekunden Vorsprung den Titelgewinn sicherstellte. Auf Rang drei hinter Australien kam Kanada. Mit dem neuen Wettkampfformat möchte der Triathlon Weltverband ITU einen Teamwettkampf in das Programm der Olympischen Spiele bringen.
„Ich bin so ungemein stolz auf dieses Team!", jubelte Nationalcoach Iwan Schuwey. "Nach einem äusserst harten und erfolgreichen Wettkampf am Vortag haben sie erneut eine Wahnsinnsleistung vollbracht! Nach den beiden Goldmedaillen letztes Jahr an der EM in Lissabon zeigen die Swiss Triathlon Athleten erneut, dass sie als Team – obwohl diesmal auf dem Papier nicht die Topfavoriten - in der Staffel eine Macht sind!“
Das Team Deutschland hatte wegen einer Verletzung von Daniel Unger kurzfristig zurückziehen müssen.
(kb mit Material von Reinhard Standke)

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