Des Moines (Iowa, USA) - Neben den ITU Triathlon Team World Championships (Staffel WM), bei denen die Deutsche Triathlon Union ihren Start zurückgezogen hat finden weitere Rennen in Des Moines statt. Allen voran ist das beim Hy-Vee ITU Triathlon Elite Cup momentan höchste Preisgeld im Triathlonsport erwähnenswert: 1.000.000 US-Dollar werden unter den siegreichen Triathletinnen und Triathleten verteilt. Alleine der erste Platz bei den Frauen und Herren wird mit satten 200.000 USD belohnt. Ein Grund, warum beim WM-Rennen von Washington manche Teams nicht angetreten sind oder abhängig vom Rennverlauf schnell in den „Harte Trainingseinheit“-Modus schalteten, um wichtige Kräfte zu sparen.
Als Favoriten gelten eindeutig die Russen um Dmitry Polyansky und Ivan Vasiliev, Bevan Docherty (NZL), Javier Gomez (ESP) und natürlich auch der Australier Brad Kahlefeldt. Bei den Frauen wird der Sieg nur über die Australierinnen Emma Snowsill und Emma Moffat gehen. Snowsill konnte bereits in der Vergangenheit das Rennen in Des Moines für sich entscheiden und gewann als Sachpreis einen Hummer H1: Ein unzeitgemäßer Blechkoloss, der nicht ganz zum zierlichen Erscheinungsbild von Snowsill passen mag.
Des Moines und andere große Events in den USA über die Kurzstrecken gelten als Konkurrenz für die ITU WM Series und konnten nicht in das Konzept integriert werden. Die Auslobung der Team WM gilt gemeinhin als Kompromiss zwischen den konkurrierenden Events. Für die Olympischen Spiele von London 2012 setzt sich die ITU derzeit für die Austragung des Staffelformats ein.
Die ITU sollte sich ebenfalls für eine Verkürzung des bisherigen olympischen Triathlons auf 750m oder 500m Schwimmen, 20km Radfahren und 5km Laufen aussprechen. Auf flachen Strecken gerät der Radpart oftmals langatmig und unattraktiv – wie in Washington gesehen. Eine Verkürzung würde diesen Part attraktiver und das gesamte Rennen noch schneller machen, wenngleich die olympischen Strecken oftmals mit zahlreichen Höhenmetern gespickt und damit ausreichend selektiv und attraktiv waren, weil die starken Radfahrer die Flucht nach vorne antraten.
(kb)

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