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Auenwald – Martin Bentele, zurückgetretener Vize-Präsident für den Bereich Öffentlichkeitsarbeit der Deutschen Triathlon Union (DTU) weist die von DTU-Ehrenpräsident Dr. med. Martin Engelhardt erhobenen Vorwürfe zurück. Engelhardt hatte vor der Präsidentschaftswahl des Triathlonverband Baden-Württemberg ein Gedächtnisprotokoll in die DTU-Geschäftsstelle in Frankfurt am Main verschickt. Der Inhalt belastete Stephan Vuckovic des EPO-Dopings und die beteiligten Mediziner Andreas Marka und Klaus Müller-Ott de Vertuschung.

In unmittelbarer Folge nahm Silbermedaillengewinner Vuckovic (Sydney 2000) von seiner Präsidentschaftskandidatur Abstand. Der Süddeutschen Zeitung wurde das Protokoll zugespielt, wie auch den übrigen Landespräsidenten. Seit der $Veröffentlichung in der Süddeutschen überschlagen sich hinter den Kulissen einmal mehr die Ereignisse.
(Kai Baumgartner)

Stellungnahme Martin Bentele (20.11.2008), ehemaliger DTU-Vize-Präsident Öffentlichkeitsarbeit:
Die in der gestrigen Süddeutschen Zeitung (SZ) aufgegriffenen Vorwürfe des Ehrenpräsidenten der Deutschen Triathlon Union (DTU), Dr. Martin Engelhardt (Chefarzt am Klinikum Osnabrück), veranlassen mich, als ehemaliger DTU-Vize-Präsident Öffentlichkeitsarbeit (von 2001 bis 2008) zu folgender Stellungnahme:

Die DTU hat in dem von mir zu beurteilenden Zeitraum Aktivitäten im Anti-Doping-Kampf unternommen, die für Größe und Finanzkraft des Verbands außerordentlich waren (z.B. Elitepass zur Integration der „nicht-olympischen“ Ironman-Athleten, Verhältnis Trainingskontrollen/ Kaderathleten, Delegation Dopingkontrollen im Rahmen der WM 2007 an die NADA). Die kritische Begleitung der Verbandsarbeit durch die Medien wurde von uns sehr geschätzt, da sie uns immer auch die Richtung für unsere Aktivitäten gewiesen hat.

Das DTU-Präsidium ist in dieser Zeit offensiv mit den (in diesem Zeitrahmen erstmals) im Triathlonsport aufgetretenen Dopingfällen und Verdächtigungen umgegangen. Ich gebe zu: Wir haben bei der Erstellung der entsprechenden Anti-Doping-Regelungen Lehrgeld bezahlen müssen. Die mit der Handhabung dieses Themas für den Verband oftmals einher gehende negative Presse hat das Präsidium aber nie abgeschreckt, seiner externen Informationspflicht nachzukommen. In diesem Zusammenhang muss ich betonen: über mögliche Dopingfälle in Zusammenhang mit der Person Stephan Vuckovic gab es im DTU-Präsidium keine Kenntnis; auch nicht über die im Gedächtnisprotokoll von Dr. Engelhardt genannten Informationen und deren Verbreitung.

Zur Seriosität des Gedächtnisprotokolls, auf dem der SZ-Bericht basiert, wie auch seines Urhebers, möchte ich Ihnen anbei einen Vorgang schildern, der sich bei der Abwahl des DTU-Präsidenten Dr. Müller-Ott im Februar dieses Jahres ereignete:
Bei der außerordentlichen DTU-Verbandstagssitzung im Februar 2008 verlas der DTU-Ehrenpräsident Dr. Engelhardt mit großer Empörung eine gefälschte Meldung der Deutschen Presseagentur (.., m. Faxkennung Klinikum Osnabrück), die auf einer Stellungnahme meiner Person basierte und in der ich mit diskreditierenden Äußerungen über Engelhardt zitiert werde. Die tatsächliche dpa-Meldung drehte sich jedoch alleine um die mögliche Abwahl des damaligen DTU-Präsidiums und enthielt keinerlei Aussagen über Dr. Engelhardt, da ich diese auch nie getätigt hatte, wie die dpa mir gegenüber im Februar 2008 schriftlich bestätigte.

Dr. Engelhardt machte mit der gefälschten Meldung (…) auf dem Verbandstag Stimmung, indem er eine Hetzkampagne gegen seine Person skizzierte, die er dem noch amtierenden Präsidenten Dr. Müller-Ott und dessen Unterstützer im Präsidium zuschrieb. Parallel verbreitete  - der Engelhardt freundschaftlich verbundene - ehemalige Ironman-Veranstalter Detlef Kühnel eine E-Mail-Nachricht an Triathlon-Funktionäre und Veranstalter, in dem er, ebenfalls empört, die Hetze gegen Engelhardt - mit der gefälschten Meldung - kritisiert.

Nachdem die entsprechende dpa-Meldung als Fälschung erkannt und durch die dpa belegt war, forderte ich Dr. Engelhardt sowohl per E-Mail als auch fernmündlich auf, die Quelle für die gefälschte Meldung zu benennen. Nachdem diese aber offensichtlich ihren Dienst erfüllt hatte, interessierte sich Dr. Engelhardt überhaupt nicht mehr für dieses Thema und machte keinerlei Anstalten, den - vorher lautstark beklagten Irrtum durch die Benennung der Quelle aufzuklären.

Über die Seriosität des in der SZ aufgegriffenen Gedächtnisprotokolls und seines Urhebers können Sie sich anhand dieses Vorfalls Ihr eigenes Bild machen.
(Martin Bentele)

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