Du bist hier: Startseite » Newsarchiv

Maintal bei Frankfurt  - Am Wochenende haben der Draeger Andreas Raelert und der Hannoveraner Jan Raphael beim Ironman Arizona teilgenommen und stark auf Rang 1 und 5 gefinisht. Während Raphael bereits einen Sieg bei einem US-Ironman (Florida 2006) in den Büchern auf der Habenseite verbucht hat, war es für den zweifachen Olympia-Teilnehmer Raelert eine kurzfristige und sehr erfolgreiche Entscheidung die geplante Ironman-Premiere von 2009 auf 2008 zu legen.

Beiden „Nachwuchstalenten“ gemein ist, dass sie sich auch den Events Frankfurter Ironman European Championships und Ironman Germany 70.3 Wiesbaden verbunden fühlen. Grund genug mit dem Präsidenten Kurt Denk in einmem vierteiligen Interview über die Saisonplanung 2009 der Maintaler Orga zu sprechen - jetzt wenige Stunden nach Abschluss aller Profiverhandlungen und neuerlichem Start des Überprüfungszeitraums des hauseigenen Antidoping Programms, der „Eisernen Transparenz“. Die ein oder andere Überraschung in persona „WWV“: Wellington, Wallenhorst, Van Vlerken und Brede, Leder, Krebs und Kujala konnten wir in Erfahrung bringen...

Kai Baumgartner, 3athlon.de: Kurt, sind alle Profiverhandlungen für die Rennen von Wiesbaden und Frankfurt abgeschlossen?

Kurt Denk: Die Verhandlungen hierzu sind nahezu abgeschlossen und die letzten Verträge sollten im Laufe dieser Woche bei uns eintreffen. Wir haben unser Wunschstarterfeld für 2009 somit fast komplett zusammen, wenn das Wort „Wunsch“ hier mal erlaubt sein darf.

Wir hatten nach den Beobachtungen der abgelaufenen Saison bestimmte Vorstellungen, welche größtenteils nun entsprechend personell umgesetzt sind. Sowohl mit Blick auf attraktive Topnamen als auch auf hoffnungsvolle Nachwuchskräfte.

3athlon.de: Wie schwer war es nach dem außergewöhnlich starkem Feld bei der Ironman EM in Frankfurt im Vorjahr mit Chris McCormack, Eneko Llanos, Cameron Brown, Timo Bracht, Faris Al-Sultan und etwa auch Normann Stadler, Jan Raphael, Maik Twelsiek und Andreas Böcherer das Niveau zu halten?

Welche der letztjährigen Athleten haben erneut zugesagt oder ihre bestehenden Verträge oder Verlängerungsoptionen bereits bestätigt und in Anspruch genommen?

Kurt Denk: Bis auf Normann sind wir da mit allen bereits wieder klar, bei Cameron Brown sind Kai [Walter, Renndirektor] und ich uns noch etwas unsicher und möchten uns final diese Woche hierzu entscheiden.

Was mich besonders freut, ist die gute Mischung welche uns gelungen ist, u.a. dadurch belegt, dass wir mit Andreas Raelert und Michael Raelert für Frankfurt, bzw. Wiesbaden, erstmals zwei „neue“ Deutsche Jungprofis  am Start haben. Beiden traue ich langfristig eine große Zukunft bei IRONMAN Rennen zu, ebenso wie auch Markus Fachbach. Das gleiche trifft auch auf Sebastian Kienle zu, welcher in Wiesbaden starten wird.

3athlon.de: War es schwer mit einer herausragenden Person wie dem Australier Chris McCormack, der als Ironman-Weltmeister von 2007 in diesem Jahr in Frankfurt einen Sieg mit Ansage und exzellentem Streckenrekord hinlegte zu verhandeln? Die Mitbewerber, insbesondere aus dem Ausland sind vielleicht schwer zu motivieren, gegen „Macca“ anzutreten? Der Neuseeländer Cameron Brown sagte uns nach dem Rennen, dass er sich mit dem bestmöglichen Feld messen will. Dies sei in dieser Dichte neben Hawaii nur in Frankfurt zu finden. Nicht jeder Profi wird eine ähnliche Strategie verfolgen und sucht vielleicht den Weg des geringsten Widerstands.

Kurt Denk: „Schwer“ sind andere Dinge und Situationen im Leben. Verhandlungen mit Triathlonprofis sind nach meiner bisher gemachten Erfahrung nicht als schwer im Sinne dieses Wortes zu bezeichnen.

Komplizierter wird es immer nur, wenn Manager ohne viel sportspezifisches Wissen versuchen da mitzumischen. Aber dies ist nicht oft der Fall. Um als Profi wirklich besser zu werden und die Wertigkeit seines eigenen Leistungsvermögens richtig einzuordnen, benötigt man immer den Vergleich mit den Besten.

Wege des geringsten Widerstandes zu gehen sind nie von Erfolg gekrönt. Jedenfalls nicht dann, wenn man Großes erreichen will. Das gilt für den Sport genau so wie für das alltägliche Leben.

3athlon.de: Für die Athleten aus Deutschland stellt der Ironman in Frankfurt nach Hawaii die wohl medial wichtigste Plattform auf den längeren Distanzen dar. Fällt es schwer, Nachwuchsathleten und arrivierten Profis aus Deutschland eine Abfuhr zu erteilen und „Nein“ zu sagen?

Kurt Denk: Profi sich zu nennen bedeutet nicht immer zwangsläufig auch ein Profi im Sinne des Wortes zu sein.

Wir erteilen aber keine „Abfuhren“. Wir sagen gleichwohl jedem offen was bei uns und mit uns machbar ist und wenn jemand in unseren Planungen noch nicht die Rolle spielt, welche er oder sie sich selbst vielleicht zumuten will. Wir können nicht jede oder jeden glücklich machen. Wir sind aber auf Grund unseres guten Scoutings durchaus in der Lage die Spreu vom Weizen zu trennen. Dies ist auch notwendig!
(Kai Baumgartner)

Links
Interview mit Kurt Denk Teil I - Teil II - Teil III - Teil IV
Diskussion im Forum

Newsticker

Triathlon persönlich

Anzeigen

Triathlon Suche

 
Fragen oder Anregungen? Stellt Eure Fragen hier »  

Triathlon aktuell

Triathlon beliebt

Triathlon multimedial

Triathlon Fotostrecken

zen-logo Polar Look Kéo Power Normann Stadler hilft bei der Münchner Tafel Berlinman 2010 Inferno Triathlon 2010