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Clearwater (Florida, USA) -  Am Samstag wird um 6:45 Uhr Ortszeit (12:45 Uhr MEZ) die letzte große internationale Meisterschaft mit rund 1.500 Athleten aus 55 Nationen durchgeführt. Die Forster Grant Ironman70.3 Weltmeisterschaft an der Bucht von Tampa und damit am Golf von Mexiko gelegen hat neben den internationalen Favoriten auch Athleten aus Deutschland  in ihrer Startliste.

Bittet Andy Potts erneut zum Diktat?
Der US-Amerikaner Andy Potts vertritt die Generation von Athleten der Olympischen Distanz, die sich langsam auf die längeren Rennformate konzentrieren. Der Ironman 70.3 Weltmeister von 2007 zeigte in diesem Jahr beim Ironman Hawaii einen bravourösen Einstand und Einzug in die Top 10.

Für das Rennen in Clearwater könnte erneut mit einem Diktat aus der Feder des schnellen Schwimmers und soliden Bikers gerechnet werden. Ganze vier Sekunden Vorsprung rettete der Sieger des  Ironman 70.3 Timberman und Ironman 70.3 Kalifornien damals vor dem flinken Läufer Oscar Galindez aus Argentinien.

Die Rolle des Jägers könnte 2008 aber vom Kiwi Terenzo Bozzone eingenommen werden, dessen Übergang zur Ironman-Distanz in naher Zukunft mit Spannung erwartet wird. Bozzone konnte in der laufenden Saison gleich drei Ironman 70.3  für sich entscheiden und rückt damit  ohne den Ironman Hawaii in den Beinen in große Konkurrenz zu Potts auf und gilt gemeinhin als Favorit.

Generationswechsel
Der Generationswechsel deutet sich bei Betrachtung weiterer Namen auf der Startliste auf, die oftmals allesamt erstmalig in Asien 2008 einen 70.3 beendet haben und mit teils brachialer Grundschnelligkeit vom ITU World Cup Zirkus zu 70.3 und der Volldistanz wechseln.

Der Australier Peter „Robbo“ Robertson gilt als dreifacher ITU-Weltmeister auf der Kurzstrecke bei seinem erst zweiten 70.3 als Geheimfavorit, wie auch Landsmann Simon Thompson und dem Briten Stephen Bayliss ein großer Coup zuzutrauen sind.

Aus deutscher Sicht haben Andreas Raelert und Sebastian Kienle die besten Chancen auf einen Platz in den Top 8. Während Kienle sich noch eine Weile auf 70.3 konzentrieren möchte und im nächsten Jahr in Wiesbaden vor heimischen Publikum sein Talent zeigen mag, hat Andreas Raelert nach überwätigendem Sieg beim Ironman 70.3 Monaco schon für 2009 sein Debut beim Ironman Hawaii im Visier. Enrico Knobloch rundet das schwarz-rote-goldene Aufgebot ab.

Titelverteidigerin Mirinda Carfae setzt auf eine Karte
Während sich bei den Herren eine Favoritengruppe von etwa 5 Athleten präsentiert deutet in der Frauenentscheidung vieles darauf hin, dass Mirinda Carfae als Inhaberin der Weltbestzeit mit 4:07:25 Stunden ihre direkte Konkurrenz im Griff hat. Als größtes Manko gilt für Carfae die Auftaktdiszplin, gerade hier liegt die Stärke von Athletinnen, wie Joanna Zeiger, Becky Lavelle, Dede Griesbauer, Leanda Cave, Pip Taylor oder auch Julie Dibens, XTERRA Weltmeisterin der Jahre 2007 und 2008.

Die Ironman-Veteraninnen Joanna Lawn und Kate Major gelten als weitere Anwärterinnen auf die Top 3, wenngleich sie Kona in den Knochen stecken haben.

Aus deutscher Sicht treten Nina Kraft, Katja Schumacher und Heidi Jesberger an den Start. Kraft hat allerdings zwei DNF (Kona, Florida) in den letzten Wochen körerlich und mental zu verkraften. Einen dicken rot-weißen Akzent könnte die Schweiz setzen: mit Sibylle Matter und Nicola Spirig sind zwei starke Athletinnen gemeldet.
(Kai Baumgartner)

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Website Ironman 70.3 WM Clearwater
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