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Almere (NED) - Es ist die vorgeschobene Hawaii-Entscheidung. Eine erste Prüfung, keine zwei Monate vor dem Ironman Hawaii Triathlon, bei dem sich die Britin Chrissie Wellington, als amtierende Welt-(Ironman Hawaii)  und Europameisterin (Ironman Frankfurt) und die Niederländerin Yvonne Van Vlerken als aktuelle Inhaberin der Weltbestzeit auf der Langstrecke (Roth) direkt gegenüberstehen.

Zwar ist Almere „nur“ ein Hybrid zwischen Half-Ironman und „echter“ Langstrecke mit 4 Kilometer Schwimmen, 120 Kilometer Radfahren und 30 Kilometer Laufen.  Aber vielleicht genau richtig in der Länge, um ein erstes Kräftemessen möglich zu machen, ohne gleich auf den letzten 15 Laufkilometern in den massiven körperlichen Verschleiß zu gehen und sich damit alle Chancen auf ein gutes Ergebnis auf Big Island zu verbauen. Die Langdistanzweltmeisterschaft nach Vorgabe der International Triathlon Union (ITU) verspricht bei den Damen Spannung pur.

Kurs aus dem Effeff

Van Vlerken kann für sich in Anspruch nehmen, dass sie einen Heimvorteil als gebürtige Niederländerin hat. Im letzten Jahr gewann sie die reguläre Langdistanz in bravourösen 8:57:54 Stunden, die an diesem Wochenende ein Schattendasein führt und am Vortag vor der ITU-WM stattfinden wird.

Doch auch Wellington muss sich nicht verstecken. Eine fast makellose Jahresbilanz ziert das Konto der unheimlich starken Britin, die von Rennen zu Rennen stärker zu werden scheint. Der Sieg bei der Ironman EM in Frankfurt untermauerte einmal mehr ihren Nimbus bisher alle Langdistanzauftritte als Erste beendet zu haben. Nicht genug damit, oftmals erschreckt sie auch die männlichen Mitbewerber, indem sie die 2. und 3. Garde der Profis gehörig aufmischt. So gesehen beim Alpe D’Huez Triathlon und beim Timberman Ironman 70.3.

Internationales Flair und fast Statistinnenrollen einnehmen werden voraussichtlich Tiina Boman aus Finnland und die beiden Däninnen Ann Banke und Charlotte Kolters.

Kleines, internationales Männerfeld

Um den vakanten WM-Titel kämpfen möchten auch einige Herren. Die Top-Stars der Langstrecke glänzen mit Blick auf Kailua-Kona natürlich allesamt mit Abwesenheit, wie es auch die Olympioniken der Kurzstrecke halten. Für sie ist der Kurs dann anders beim Ironman 70.3 doch etwas zu lang. Gute Chancen auf den Titel können einer kleinen Gruppe von Profis zugesprochen werden.

Die Franzosen Stephane Bignet (Sieger Ironman Germany 70.3 Wiesbaden) und Francois Chabaud gelten beide als Medaillenkandidaten wegen ihrer Stärken beim Schwimmen und Laufen, bzw. dem Radfahren.  Als aussichtreichster der Jung-Profis muss Paul Ambrose gelten. Der Aussie ist aber noch immer eine Top-Platzierung schuldig, könnte aber in den nächsten 1-2 Jahren den Durchbruch schaffen. Der Finne Teemu Toivanen und der Schwede Jonas Colting runden das Feld der Top 5 Anwärter ab. Als Geheimtipp des Tages auf Top 3 muss der Tscheche  Petr Vabrousek  Gelten, der trotz Dauer-Starts beim Ironman oftmals beim Laufen zum Schreck der nach dem Radfahren vor ihm liegenden Athleten wird.
(Kai Baumgartner)

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