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Mürren (SUI) - Olaf Sabatschus, so heisst der Sieger 2008 des Inferno Triathlon von Thun (570 Meter über Meer) auf das Schilthorn (2970 Meter über Meer). Mit einer eindrücklichen, konstanten Leistung stoppte der Deutsche die siebenfache Siegesserie von Titelfavorit Marc Pschebizin (D). Bei den Frauen liess die Vizesiegerin 2007, Nina Brenn aus Zürich ihren Konkurrentinnen keine Chance. Der deutsche Markus Jenne, siegte nach den letzten beiden Jahren einmal mehr im Halbmarathon während die Frauen von Sylke Schmitt dominiert wurde. In der Team Trophy landete www.bikeholiday.net mit Abstand einen fulminanten Sieg.

Pschebzin mit Suizidprogramm
Vor acht Tagen noch war es Titelfavorit Marc Pschebizin, der seine Mitstreiter am Embrunman in den französischen Alpen das Fürchten lehrte. Zudem hatte er bereits die Challenge Roth mit Platz 9 am 13. Juli und vom 21. bis 25. Juli das Mountain X-Race über fünf Tage in Frankreich absolviert - ein Hammerprogramm.

Vielleicht waren es ob dieses Mörderprogramms die schweren Beine, vielleicht auch einfach das Wettkampfglück, das dieses Jahr einem anderen lachte. So war es schliesslich Landsmann Olaf Sabatschus, der nach einem spannenden Rennen das Zielband auf dem Schilthorn durchriss. Bereits in Oberhofen wurde klar, dass mit dem Inferno-Debütanten zu rechnen ist. Als dritter Single-Athlet entstieg er dem Thunersee. Auf der Roadbikestrecke nach Grindelwald hielt sich Sabatschus bewusst zurück, um seine Kräfte zu schonen, was sich später auszahlen sollte.

Sabatschus Nummer 1 in T1
Dennoch war es Sabatschus, der als Erster in der Wechselzone Grindelwald eintraf. Eine gute Minute trennte ihn vom Titelfavoriten Pschebizin. Noch war alles offen, und der Seriensieger gab sich erwartungsgemäss noch lange nicht geschlagen. Nach der Kleinen Scheidegg gelang es Pschebizin tatsächlich seinen härtesten Konkurrenten zu überholen. Er, dem sein Ruf als Spitzenläufer voraus eilte, wollte es nun endgültig wissen. Doch wer jetzt meinte, das Rennen sei gelaufen, hatte sich getäuscht sich. Wie bereits auf dem Bike, war Sabatschus bergauf heute einfach stärker.

Pschebizin unter Druck
Die Laufstrecke entwickelte sich zum ganz persönlichen Inferno für „Mister Inferno“. Bereits beim Aufstieg von Stechelberg nach Mürren sah Pschebizin nur noch die Fersen seines Landsmannes. Kontinuierlich vergrösserte sich der Rückstand. Auf dem Schilthorn schliesslich nahm Olaf Sabatschus mit seiner Siegerzeit von 8:53.17 Marc Pschebizin (9:07.05) eine knappe Viertelstunde ab. „Ich habe nur neunzig Prozent gegeben“, meinte ein stolzer, selbstbewusster Sieger. Mit einer Zeit 9:16.18 beendete als Dritter ebenfalls ein Deutscher, Andreas Wolpert das Rennen. Von Thun bis aufs Schilthorn trug er den Ring mit sich, mit dem er unter dem Zielbogen seiner langjährigen Lebenspartnerin einen Heiratsantrag machte. Ein infernalisch schönes Happy End.

Brenn lässt nichts anbrennen
Bei den Triathletinnen indessen liess die Vorjahreszweite Nina Brenn (10.02.58) nichts anbrennen. Mit einem Vorsprung von rund fünfundvierzig Minuten auf Andrea Huser (10.49.48) demonstrierte die Zürcherin ihre klare Überlegenheit und landete einen nie gefährdeten Start-Ziel-Sieg. Mit einer Platzierung in den Top Ten der Frauen gelang der ehemaligen Spitzenläuferin Anita Weyermann ein beachtliches Triathlon-Debüt.

16. Inferno Halbmarathon ganz in deutscher Hand
Gut vierhundert Bergläuferinnen und Bergläufer starteten bei optimalen Wetterbedingungen zum Inferno Halbmarathon 2008 von Lauterbrunnen (795 Meter über Meer) zum Schilthorn (2970 Meter über Meer). Bereits kurz nach dem Start verdunkelte sich der Himmel und verhiess nicht Gutes. Doch dem Sieger der beiden letzten Jahre konnten weder Kälte noch Schneenieseln etwas anhaben. Seine Ambitionen waren von Beginn weg klar: „Ich wollte einfach wieder gewinnen!“ Mit einer Siegeszeit von 2:06.03 erreichte er das Ziel wie im 2007 nur knapp vor dem Lokalmatador Lorenz Brunner aus Unterseen (2:06.43).

Die beiden lieferten sich ein Kopf an Kopf Rennen, bei dem der Deutsche aber jederzeit die Nase vorne hatte. Jenne kam bereits am Start gut weg und konnte seinen kleinen Vorsprung übers Ziel retten. Mit einer Schlusszeit von 2:07.37 lief der Italiener Enzo Mersi auf den dritten Rang.

Im Feld der Frauen schwang Sylke Schmitz obenauf. Der Deutschen gelang bei ihrer dritten Teilnahme ein super Rennen. Sie wollte „einfach nur locker laufen“. Die Strategie schien aufzugehen. Mit einer Schlusszeit von 2:36.24 hievte sie sich mit mehr als sieben Minuten Vorsprung vor Beatrice Egger aus Küttigen (2:43.52) aufs Podest. Nicole Georgeot aus Villars-Ste-Croix (2:44.25) lief als dritte Frau beim Piz Gloria ein.

Inferno Team Trophy: www.bikeholiday.net gibt alles
Um nur drei Minuten verpassten www.bikeholiday.net letztes Jahr den Sieg hinter dem Quartett von Eitzinger Sport-und Aktiv-Ferien den Sieg. Doch heuer liessen sie sich die Suppe definitiv nicht mehr versalzen. In Oberhofen waren die Lokalmatadoren zwar noch nicht an erster Stelle. Kein Wunder, verriet doch Nathalie Schneider, dass sie noch nie so langsam geschwommen sei. Eine Erklärung hatte sie keine, waren doch die Wind- und Seebedingungen geradezu optimal. Sei’s drum! Zwischen Sigriswil und Beatenberg gelang es dem Roadbiker die Spitze des Rennens zu übernehmen, eine Führung, die das Team bis ins Ziel nicht mehr aus der Hand gab. Ein begeistertes Publikum am Strassenrand verlieh Manuel Scheidegger geradezu Flügel. Vergessen waren seine Magenprobleme vom Vortag. Jogi Brunner indessen hatte auf der Mountainbikestrecke mit Kälte und Nebel zu kämpfen. Mit grossem Vorsprung auf das zweite Team WHEELER – BIXS übergaben www.bikehoiday.net den Zeitmesschip ihrem Bergläufer Roland Ringgenberg, der auf dem steilen Weg von Stechelberg nach Mürren eindrücklich seine Überlegenheit demonstrierte. Mit fast einer halben Stunde Abstand auf die Zweitplazierten WHEELER – BIXS (7:06.53) siegte www.bikeholiday.net mit einer Schlusszeit von 6:37.57. „Bei uns gibt jeder alles!“. Der Sieg der Inferno Team Trophy 2008 ist der Lohn für den kompromisslosen Einsatz.

Geforderte Organisatoren
War das Wetter am Vormittag noch viel besser als prognostiziert, schlug das Tief am Nachmittag zu. Die Athletinnen und Athleten hatten in den oberen Lagen des Rennens mit Schneeregen, starken Winden und Temperaturen um 0 Grad Celsius zu kämpfen. Um 17.15 Uhr sahen sich die Organisatoren gezwungen, den Zieleinlauf zur Mittelstation Birg hinunter zu verlegen, eine halbe Stunde später konnte das Rennen nur noch bis nach Mürren fortgeführt werden. Im späteren Nachmittag äusserte sich OK-Präsident Heinz Zurbrügg mit dem bisherigen Rennverlauf zufrieden: „Die Veranstaltungen gingen bis jetzt ohne schwere Unfälle über die Bühne, das ist für uns das Wichtigste.“ Er zeigte sich begeistert vom beispiellosen Einsatz der 900 Helfer und von einem Publikum, das die Athletinnen und Athleten begeistert anfeuerte. Übrigens: Die meisten Aktiven – und auch viele Zuschauer – haben sich bereits jetzt den 22. August 2009 in ihrem Kalender rot angestrichen. Dann heisst es wieder: „Inferno go!“
(Inferno Triathlon/ Kai Baumgartner)

Ergebnisse
11. Inferno-Triathlon (3,1k Schwimmenn - 97k Radfahren- 30k MTB - 25k Laufen), 23.08.2008, Mürren (SUI)

Frauen
1. Nina Brenn (SUI) 10:02:58
2. Andrea Huser (SUI) 10:49:48
3. Barbara Bracher (SUI) 11:14:48
4. Karin Bühler (SUI) 10:51:49
5. Alexandra Bürger (SUI) 11:06:23
6. Angela Müller (SUI) 11:09:14
7. Anita Weyermann (SUI) 11:20:39
8. Stephanie Forrer (SUI) 11:25:08
9. Antje Dressler (GER) 11:25:42
10. Fränzi Rombach (SUI) 11:25:48

Männer
1. Olaf Sabatschus (GER) 8:53:17
2. Marc Pschebizin (GER) 9:07:05
3. Andreas Wolpert (GER) 9:16:18
4. Axel Reiser (NZL) 9:23:14
5. Mike Schifferle (SUI) 9:32:38
6. Adrian Ruhstaller (SUI) 9:39:16
7. Roland Scheurer (SUI) 9:48:22
8. Reto Baumgartner (SUI) 9:50:19
9. Reto Marti (SUI) 9:51:36
10. Florian Stuker (SUI) 9:52:33

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