Des Moines (Iowa, USA) - Noch sind die Fluten nicht im Griff in den US-Bundesstaaten rund um das riesige Flussdelta des Mississippi. Trotzdem findet wie angekündigt die nächste Station im BG 2008 Worldcup der Triathleten statt, wenngleich die Wettkampfstätte verlegt werden musste. Aufatmen können nun auch die zahlreichen beim Hyvee-Triathlon angemeldeten Agegrouper. Sie müssen sich auf keinen Duathlon einstellen. Sollten weitere Fluten kurzfristig doch zur Absage des Schwimmens führen, gilt der Lifetime Fitness Triathlon am 12. Juli als letzte Station im US-Qualifikationszyklus.
Olympia und Cash
Neben dem Kampf um die letzten Qualifikationsplätze für Beijing steht auch ein riesiger Preisgeld- und Sachpreistopf von rund 700.000 US$ zur Verfügung - anstrengen bei der 7. Auflage der laufenden Saison 2008 lohnt sich also.
Großbritannien vs. Australien vs. USA
Es könnte eine Art Länderspiel werden, wenn man die Startfelder genauer betrachtet. Insbesonder die Gastgeberinnen USA warten mit allen Athletinnen aus, die sich Chancen ausrechnen können erneut beim großen Zahltag vorne zu sein. Die Auswahl führt Vorjahressiegerin Laura Bennet an, die bereits ihr Pekin-Ticket sicher hat. Ebenfalls ins Land des Lächelns darf Julie Swail Ertel fahren. Beide Triathletinnen können also befreit um das Preisgeld und den Titel kämpfen. Etwas taktischer ausgeprägt könnte das Rennen von Sarah Groff und Sarah Haskins werden, beide gelten als aussichtsreichste Kandidatin für das dritte und letzte Ticket der US-Damen für die Spiele.
Nicht um Olympia, aber um den Präsentkorb kämpfen werden sicherlich auch die entsandten Australierinnen um die dreifache Weltmeisterin Emma Snowsill. Snowsill, die an einem guten Tag nur die Portugiesin Vanesse Fernandes zu fürchten hat wird von Erin Densham, Felicity Abram, Emma Moffat und Youngster Alee Sharp unterstützt. Spannend bleibt die Frage, ob die Aussies einer Teamorder folgen werden, um eine ihrer Athletinnen an die Spitze zu bringen.
Das Paket der Titelanwärterinnen aus dem Commonwealth rund machen vier Britinnen, die mit Helen Tucker die amtierende Weltmeisterin der Kälteschlacht von Vancouver stellen. Ihr adjutieren Liz Blatchford, Hollie Avil und Andrea Whitcombe.
Buntes Männerfeld am Start
Während Jarrod Shoemaker und Matthew Reed ihre Olympia-Tickets bereits besitzen, müssen sich Andy Potts, Hunter Kemper, Doug Friman und Brian Fleischmann um die letzte Fahrkarte in Des Moines ins Zeug legen. Ob neben den taktischen Spielereien noch genügend Zeit verbleibt auf eine gute Gesamtplatzierung zu achten, wird der Renntag zeigen. Die besten Chancen haben der Papierform nach Kemper und Ironman 70.3 Weltmeister Potts.
Als Geschenk ist der Gesamtsieg von Des Moines nicht zu bekommen. Der dänische Titelverteidiger Rasmus Henning ist ebenso am Start, wie der Südafrikaner Hendrik De Villiers oder der Kanadier Simon Whitfield. Ein Hauptaugenmerk ist aber auch auf die Australier Greg Bennett und Peter 'Robo' Robertson, die Kiwis Bevan Docherty, Clark Ellis und Shane Reed und die Briten Alistair Brownlee,Tim Don und William Clarke zu richten.
(Kai Baumgartner)
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