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Bonn - Der 18. Bonn-Triathlon steht ganz im Zeichen der letzten Formtests vor den großen Langstrecken in Frankfurt und Roth. Am Sonntag gilt das Augenmerk vor allem den Meistern Faris Al-Sultan  und Olaf Sabatschus, die auf die Zauberlehrlinge Markus Fachbach und Maik Twelsiek treffen.

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Knapp 1.700 Triathletinnen und Triathleten werden auch in diesem Jahr den Sprung von den Rhein-Fähren wagen, um die wohl schnellste Schwimmstrecke im internationalen Triathlon über 3,8 Kilometer in Angriff zu nehmen. Von der Strömung fortgerissen, gilt das Augenmerk der richtigen Distanz zum Ufer und der Aufgabe den Wasserausstieg nicht zu verpassen. Es folgen 60 Kilometer Einzelzeitfahren im welligen Hinterland des Siebengebirges und 15 Kilometer Laufen entlang des Rheins.

Radfahrer bevorzugt
Das schnelle Schwimmen sorgt für unüblich enge Abstände nach der ersten Disziplin und bevorzugt durch das selektive Streckenprofil starke Biker. So hatte auch Stefan Holzner seinerzeit vor seinem Triumphzug am Frankfurter Römer die Konkurrenz und das Fachpublikum durch satten Raddruck überzeugt. Andere Athleten wie Olaf Sabatschus und Nils Goerke entscheiden sich oft für eine andere taktische Variante, Kontakt beim Radfahren aufrechterhalten und dann alles in Grund und Boden laufen, was nicht bei 3 im Ziel ist.

Die Guten ins Töpfchen
Egopflege besonderer Art betreiben derzeit die Triathleten aus aller Welt indem sie erste wichtige Testwettkämpfe abliefern und - noch entscheidender - gewichtige Duftmarken in den Ergebnislisten hinterlassen. Ganz nach dem Motto „die Guten ins Töpfchen“ wird mit diesen Ergebnissen kräftig getrommelt und psychologisch taktiert.

 Der Australier Chris McCormack, Hawaii-Champion und klarer Favorit für den Ironman von Frankfurt dominierte deutlich das Kraichgau Triathlon Festival vor den Deutschen Stephan Vuckovic und Thomas Hellriegel, die beide die Challenge in Roth im Kalender stehen haben.

Während sich „Vucko“ noch eine Woche vor seinem Einsatz im fränkischen Roth das Saisonhighlight im hessischen Frankfurt beim hiesigen Ironman aus der ersten Reihe ansehen und als Co-Kommentator der ARD und des HR fungieren wird haben zwei Champions aus Frankfurt bei der DM in Kulmbach deutliche Zeichen ihrer Form präsentiert. Während Normann Stadler in gewohnter Manier Mann und Maus davonfuhr, überzeugte auf gleicher Strecke auch Timo Bracht, obwohl er zuvor mit einem Magen-, Darminfekt zu kämpfen hatte. Newcomer Andreas Böcherer, der in einem Interview sein Ziel für Frankfurt mit der  Hawaii-Quali definierte überzeugte ebenfalls in Kulmbach.

Formtests, dritter Akt
In Bonn erfolgt also der dritte Akt der Formtests, bei Al-Sultan, Goerke, Fachbach, Markus Forster, Sabatschus und Twelsiek - Ausrufezeichen und Interpretationsspielräume nach Stärken und Schwächen nach dem Zieleinlauf sind erwünscht.

Kleines Favoritinnenfeld
Wenke Kujala und Linda Schücker gehen als  Zweite und Dritte von 2007 an den Start. Sie treffen zusammen mit Jan Veldscholten und Vielstarterin Ulrike Schwalbe auf die favorisierte Tschechin Lucie Zelenkova. Titelverteidigerin Andrea Brede lässt in diesem Jahr das Rennen als Formtest aus.
(Kai Baumgartner)

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