Du bist hier: Startseite » Newsarchiv

Hamburg/ Berlin - Am Freitag soll in Berlin das zunächst bis zum Jahr 2011 angelegte Antidoping-Konzept des Triathlon-Teams der Investment Bank Dresdner Kleinwort vorgestellt werden. Hintergrund der Anstrengungen im Kampf gegen Sportbetrug ist der Schutz des Athleten, aber auch der Schutz des Investments der Bank vor einem Imageverlust, den ein überführter Doper in den eigenen Reihen bedeuten würde.

Konkret sieht das Programm unangekündigte Trainingskontrollen mit Abnahme von Blut- und Urin und die Bildung einer Blutprofil-Datenbank vor. In dieser Datenbank sollen verschiedene Parameter gesammelt werden, um auch zu einem späteren Zeitpunkt Aussagen zu einzelnen Profilen und Proben treffen zu können. Zusätzlich erfolgen Entnahmen vor und unmittelbar nach einem Wettkampf - zusätzlich zu den bei dem jeweiligen Event angedachten Dopingkontrollen.

Die in diesem Antidoping-Programm gesammelten Proben werden zusätzlich eingefroren, um nach dem späteren Ausscheiden aus dem Team oder in konkreten Verdachtsmomenten neue Untersuchungsmethoden anwenden zu können. Allgemein wird derzeit in der Wissenschaft von einer verlässlichen Lagerzeit von 5 bis 10 Jahren ausgegangen, bevor sich die Strukturen zu sehr verändert haben könnten und damit eine wissenschaftlich fundierte Auswertung erschweren würden.

Als zusätzliche Absicherung behält die Dresdner Kleinwort rund 20% der vereinbarten Zahlungen pro forma ein. Sie kommen erst nach einer Frist oder Beendigung der Karriere zur Auszahlung.

Interessant ist am Konstrukt, die Eigenständigkeit und volle Hoheitsgewalt der NADA über die Kontrollen. In vielen Sportarten sind die Verbände weit stärker auf der ausführenden Ebene eingebunden. NADA und ihren Vertragspartner erheben die Kontrollen selbsttätig und setzten auch Zielkontrollen ein, um den Athleten in wichtigen Trainings- oder Wettkampfphasen ein engeres Raster aufzuerlegen. Die Triathleten sind ebenfalls in das internationale "Whereabouts"-Meldesystem der NADA, bzw. WADA eingebunden. Es sieht die (Online-) Meldung über den jeweiligen Aufenthaltsraum mit kurzen Vorlaufzeiten vor.

Neben Matthias Fritton, Leiter der Unternehmenskommunikation der Dresdner AG sind auch Normann Stadler und weitere Vertreter von NADA, DTU, DOSB und dem Banken-Umfeld eingeladen:

  • Normann Stadler (Kapitän des Dresdner Kleinwort Triathlon Teams)
  • Dr. Christoph Niessen (Geschäftsführer der Nationalen Anti-Doping Agentur)
  • Eberhard Gienger (Vizepräsident des Deutschen Olympischen Sportbundes)
  • Rainer Düro (Präsident der Deutschen Triathlon Union)
  • Sylvia Schenk (Anti-Doping-Beauftragte der Dresdner Kleinwort)
  • Dr. Matthias Fritton (Global Head of Communication & Marketing Dresdner Bank AG)

Unterdessen widmet sich der Spiegel in Ausgabe 17/2008 auf Seite 164 dem Konzept der Investmentsparte der Dresdner Bank und zeichnet Unterschiede zwischen dem Triathlon und Radsport.
(Kai Baumgartner)

Links
Diskussion im Forum

Newsticker

Triathlon persönlich

Anzeigen

Triathlon Suche

 
Fragen oder Anregungen? Stellt Eure Fragen hier »  

Triathlon aktuell

Triathlon beliebt

Triathlon multimedial

Triathlon Fotostrecken

zen-logo Polar Look Kéo Power Normann Stadler hilft bei der Münchner Tafel Berlinman 2010 Inferno Triathlon 2010