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Haikou, Hainan Island (China) - Der zweifache Familienvater Olaf Sabatschus hat in souveräner Manier die Premiere des Ironman China gewonnen. Auf 3athlon.de erzählt der Troisdorfer nach seinen Siegen beim Ironman Brasilien (2004, 2005), wie es ihm im Rennen ergangen ist:

...So, da bin ich wieder und melde mich aus dem Sheraton Haikou Resort Hotel - auch das Hauptquartier und T1 für den ersten Ironman China. Ein ganz schönes Luxus-Teil, in solch einer Herberge kommt man bei uns zuhause nicht so günstig unter!

Land des Lächeln mit Suizid-Taxis
China selbst habe ich ja nicht wirklich kennengelernt, aber ich schätze mal, dass die Freundlichkeit, und Begeisterung der Bevölkerung von der Insel Hainan ein wenig übertragbar ist auf das gesamte Land. Verrückt ist für unsere Maßstäbe aber auf jeden Fall das Autofahren hier - das erste Mal im Taxi habe ich Blut und Wasser geschwitzt; keine Gurte und ein völlig wildes Durcheinander. Leihwagen „geht überhaupt nicht“ in China, wird wohl auch keinem unerfahrenen Fahrer aus dem Ausland ohne sehr teure Versicherung gegeben, schätze ich...

Verschnupfte Vorbereitung
Zum Rennen: Irgendwie ein bisschen verkorkst war meine Vorbereitung. Ich hatte zwei prima Trainingslager auf Lanza[rote] im Januar und eines im März auf Gran Canaria - insgesamt waren das 5 Wochen Sonne, die scheinbar 'ne Menge aus dem Feuer gerissen haben. Denn prompt ein paar Tage nach der Rückkehr aus Gran Canaria und 3 kühle und nasse Radeinheiten später hatte es mich erwischt: 3 Wochen vor dem Rennen. Ich habe dann sehr vorsichtig trainieren müssen, um die Erkältung irgendwie rauszukriegen und daher war meine Vorrennwoche hier im sehr warmen Südchina auch mit deutlich mehr Training gespickt als sonst üblich.

6 Minuten Rückstand im Wasser
Es ist gutgegangen, Schwimmen war für meine Verhältnisse ordentlich, obwohl der Abstand nach ganz vorne mit 6 Minuten recht heftig aussieht; aber Matthieu Ohalloran war einfach wahnwitzig schnell im Wasser. Immerhin saß ich vor Teamkollegin Ute Mückel auf dem Rad, die natürlich nach der heftigen Verletzung vom letzten Jahr noch nicht wieder ganz voll da ist. Aber das ist für mich schon ganz prima; Salzwasser + Neo haben aber klar mitgeholfen...

Konstante Renneinteilung als Erfolgsgarant
Beim Radeln konnte ich mit einer konstanten Renneinteilung den Abstand auf die Führung bis km 110 praktisch egalisieren und habe mich dann mit ein wenig Energieloch darauf konzentriert, nicht zu viel Pulver für den zu erwartenden wirklich unglaublich heißen Lauf zu verschießen.

Heißer Marathon
Somit konnte ich mit ca. 1 Minute Rückstand auf Tim Marr aus Hawaii auf den Marathon wechseln und habe einfach darauf geachtet, dass ich bei jeder Verpflegung stehenbleibe und mehrere Liter Wasser über mich kippe. Anders hätte ich das heute nicht geschafft. Es war tatsächlich übel heiß, Hawaii habe ich nie so schlimm in Erinnerung!

Das am Ende 20 Minuten auf Platz 2 herauskamen ist etwas überraschend, weil der Marathon sich nicht wirklich nach Laufen anfühlte... war einfach „Survival“ irgendwie...

Der eigentliche Ironman folgt am Dienstag
Tja, am Dienstag denn 14 Stunden Rückflug - mir graut‘s schon vom Aufstehen aus dem Sitz mit den dicken Knien.

Euer Olaf

 

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