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Fröruper Berge – Für echte Crossstimmung in den Fröruper Bergen sorgte die 4. Auflage des Frörup-Mountain-Crossduathlons.

Über 60 Aktive zeigten sich beim ersten klassischen Crossduathlon dieser Saison in bester Herbstlaune und bewiesen, dass auch die kalte Jahreszeit für die Ausdauermehrkämpfer interessante Wettkämpfe parat hält. Bei sonnigem Herbstwetter genossen die Athleten aus Dänemark und ganz Norddeutschland den Wettbewerb aus Laufen und Radfahren auf den Wanderwegen der Fröruper Berge.

Der Kräfte zehrende Wettkampf mit dem hügeligen und technischen anspruchsvollen Radparcours passt offenkundig nicht nur für die Triathleten gut ins Winterprogramm, sondern für alle Sportarten, bei denen Kraft und Ausdauer gefragt sind. So reiste Rudertrainer Marcus Schwarzrock mit seinen Schützlingen vom Olympiastützpunkt Hamburg/Ratzeburg des Deutschen Ruderverbandes kurzerhand auch zum Cross in den hohen Norden. „Solche Wettkämpfe bringen Abwechslung in den Trainingsalltag“, erklärte Schwarzrock, der die Asse des Kaders in den nächsten Monaten fit machen will für die Olympischen Spiele im kommenden Sommer. Wie gut in Schuss seine Ruderer zurzeit schon sind, bewiesen sie nun just in Frörup. Der Schnelligkeit und Dynamik der leichtfüßigen Ruderer aus dem Nationalkader konnten die Duathlonspezialisten aus der Region auf der langen Wettkampfstrecke (4,8 km Laufen – 17 km Radfahren – 4,8 km Laufen) nicht folgen. So setzten sich hier der 29-jährige Bastian Seibt (Der Hamburger und Germania Ruderclub) in 1:22:49 Stunden und sein denkbar knapp als zeitgleicher Zweiter folgender Trainingskamerad Lars Wichert (Ruderclub Allemannia Hamburg von 1866) an der Spitze durch. Radroutinier Thorsten Erlenkämper von TriAs Flensburg folgte mit drei Minuten Rückstand nach 1:25:54 Stunden als Dritter des Gesamtklassements und bester Starter aus dem Lager der Duathlonspezialisten.

„Jeder Sieg bringt mich näher nach Peking, auch solche Siege wie beim Frörup-Mountain-Cross“, freute sich der siegreiche Bastian Seibt nach seinem überraschenden Sieg in ungewohnter Sportart. Seibt gehört in der Leichtgewichtsklasse der Ruderer zu den für Peking 2008 vornominierten Olympia-Startern im Vierer ohne Steuermann. Auf den Naturwegen im Wald bei Tarp kam der Ruderer bestens mit den Gegebenheiten zurecht, während selbst einige erfahrene Crossradler ins Stöhnen gerieten. „Will das niemals enden?“, hatte sich der Kieler Sven Brunke schon während der langen 16 Radkilometer gefragt. Der 42-jährige Radspezialist lobte den anspruchsvollen Charakter des Mountain-Cross-Parcours: „Die vielen Wellen und Kurven sowie das Laub und die versteckten Wurzeln haben stets volle Konzentration verlangt, man konnte quasi nie kurz ausruhen“.

Als schnellste Frau absolvierte Martina Engelbrecht-Hoch (TuS Bastian Seibt Holstein Quickborn) den Wettkampf in 1:37:44 Stunden mit klarem Vorsprung vor der Dänin Bodil Nielsen (1:51:27 Std) und der Debütantin Claudia Cienkusz (Borener SV; 2:02:16 Std.). Auf der kurzen Strecke (2,4 km – 5 km – 2,4 km) setzten sich die Nachwuchstalente Jan Scholtyßek (31:20 Min.) und Vivian Unnold (TriAS Flensburg; 34:02 Min.) durch.

Erstmals hatten die Veranstalter von der Agentur Triple Events für den langen Wettkampf auch einen Staffelwettbewerb mit ins Programm aufgenommen, zu dem sich auf Anhieb elf Zweierteams angemeldet hatten. Dirk Gronemeier und Matthias Franke von TriAs Flensburg bildeten hier nach 1:24:45 Stunden das schnellste Duo.
Vor dem Eindruck der erneut gestiegenen Teilnehmerzahlen zeigte sich Organisator Ludwig Kiefer motiviert, den Crossduathlon in Schleswig-Holstein weiter zu etablieren. „Wir werden bei der SHTU anregen, vielleicht im kommenden Jahr auch Landesmeisterschaften in dieser Disziplin ins Programm zu nehmen“, kündigte Kiefer an.
(Niels-Peter Binder)

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