Frankfurt am Main - Die Pressekonferenz Frankfurter Sparkasse IRONMAN European Championship lockte zahlreiche Triathlonstars nach Frankfurt. Für viele Profis war dies der erste Augenblick sich optisch vom derzeitigen Formstand zu überzeugen und ein Paar O-Töne zu entlocken.
Dr. Harald Quensen, Vorstandsvorsitzender Frankfurter Sparkasse
Dr. Harald Quensen erklärt, er habe 2006 einen großartigen Eindruck - vor allem am Langener Waldsee – gewonnen. Man hätte sehen können, was es bedeutet, den Finisher-Gedanken umzusetzen . 2007 werden 250 Mitarbeiter der HeLaBa an zwei Verpflegungspunkten eingesetzt. 14 IRONMAN Starter aus den Häusern der HeLaBa und Frankfurter Sparkasse seien in diesem Jahr am Start sind.
Die Frankfurter Sparkasse setzt zum ersten Mal gezielt in der Talentförderung auf Meike Krebs (beste Amateurin 2006) : „Wir konnten es nicht mehr ertragen, dass nur die Commerzbank am Tisch sitzt.“
Dr. Harald Quensen vermerkte zudem, dass er stolz darauf sei, diese sportliche Großveranstaltung im Rhein-Main Gebiet zu halten. Neben dem zugesagten Sponsoring von 5 - 6 Jahren sei darüber hinaus ein weiteres Engagement gut möglich.
Kurt Denk, Präsident Frankfurter Sparkasse IRONMAN European Championship
„Die wirtschaftliche Wertschöpfung des Gesamtevents liegt bei ca. 7,5 Millionen Euro (entsprechende Wertanalysen wurden und werden fortlaufend gemacht ). Nicht berücksichtigt ist dabei der Imagefaktor - Bilder der Frankfurter Skyline und des Römerberges gingen und gehen durch die ganze Welt ( z.B. Neuseeland , Nordamerika ).
Wichtig sind Investitionen in die richtigen Menschen und Sportler. Faris Al-Sultan und Normann Stadler sind zwei total verschiedene Charakterprofile und Typen, aber ein wahrer Glücksfall für den Triathlonsport in Deutschland .
Für die Verpflichtung wurde tief in die Tasche gegriffen, dafür gab es dann zwar bei mir keine Jahreskarte für die Eintracht mehr (lachend), aber zwei Weltmeister, die das Geld wert sind starten dafür in Frankfurt. Leistung die vollbracht wird muss auch entsprechend bezahlt werden.
Uwe Becker, Stadtrat und Sportdezernent Frankfurt/Main
Uwe Becker bekräftigt, dass die IRONMAN Europameisterschaft ein internationales Aushängeschild für Frankfurt sei. "2006 war der IRONMAN eine der ersten Amtshandlungen für mich als Sportdezernent . Wir wollen die Sportstadt Nr. 1 in Deutschland werden " . Er hört mit Freude die perspektivischen Ausführungen von Dr. Quensen und ist „stolz darauf, Gastgeber dieses Events zu sein, denn auch andere Städte hätten gerne den IRONMAN.“
Kai Walter, Renndirektor
„Es gibt kaum Änderungen - es wird immer noch 3,8km geschwommen - 180km mit dem Rad gefahren und zum Abschluss ein Marathon gelaufen. Der Schwimmkurs hat jetzt Start und Ziel an gleicher Stelle. Dieses hat keine Auswirkungen auf den Rest der Veranstaltung.“
Meike Krebs, wohnt in Frankfurt-Sachsenhausen.
Die mit dem Startrecht für Krefeld in der Deutschen Triathlonliga versehene Nachwuchsathletin in der Vergangenheit für Darmstadt und Griesheim gestartet. „2006 war mein erster IRONMAN - aber wegen meiner Diplomarbeit in den Sportwissenschaften war keine Hawaii Teilnahme möglich. Das ist mein großes Ziel für 2007.“
Nina Eggert
Nina Eggert ist zum 6. Mal dabei - davon 4 x 2. gewesen und möchte jetzt „ganz nach oben“, aber bei einem IRONMAN „kann viel passieren, da es ein langer Tag ist.“
Nicole Leder, mehrfache IRONMAN Siegerin
Nicole entschuldigt zunächst ihren fehlenden Mann Lothar: „Lothar ist nicht da, weil er noch an seiner Form im Trainingslager ‘feilt‘!“ Sie habe 2007 den IRONMAN Malaysia gegen gute Konkurrenz gewonnen. „Wegen 2006 habe ich ein schlechtes Gewissen und will 2007 auf jeden Fall ‚finishen‘ - am liebsten weit vorne.“ In Buschhütten sei es beim Schwimmen und Radfahren noch nicht so gut gelaufen - beim Laufen war es gut.
Timo Bracht, Vize-Europameister von Frankfurt 2006
Tim Bracht war nach langer Führung im Jahr 2006 mit seinem 2. Platz nicht unzufrieden. Persönlich war es der nachhaltigste IRONMAN im Bereich der Sponsoren und des Medieninteresses nach dem Sieg in Frankreich 2003. „Ich bin sehr motiviert. Ich bin lieber mit einem durchschnittlichem Rennen auf Platz 1, als mit einem Top-Rennen auf Platz 7.“
Auf die Frage nach der Leistung von Zu Cameron Brown, Sieger des Vorjahres. „Ich bin auf Hawaii 2006 schneller als Cameron Radgefahren und wollte ihn beim Laufen einholen - hat aber nicht ganz gereicht.“
Normann Stadler, IRONMAN Hawaii Weltemeister 2004 und 2006
Normann Stadler musste 2006 nach mehreren Stürzen mit dem Rad auf regennasser Fahrbahn einen kleines Martyrium durchleiden. „ 2006 war ein harter Tag - trotz Schwimmbestzeit und Radrekord mit viel Pech und ein bisschen Dummheit gefinisht. Wenn man 2 Mal Hawaii gewonnen hat, hat man viele Freunde, Feinde und Neider. Ich möchte so lange weitermachen, wie ich mich auf das Gewinnen motivieren kann.“ Seit 18 Jahren im Triathln-Leistungssport verankert erwartet Stadler „ein sehr schnelles Rennen.“ Als Grund gibt er die Rennkonstellation an: „Starke Schwimmer sind dabei - wenn man da den Zug verpasst kann es zu spät sein. Markus und Jan stapeln tief.“
Faris Al-Sultan, Sieger IRONMAN Hawaii 2005
2002 als Zuschauer an der Strecke und im vergangene Jahr als Co-Kommentator des hessenfernsehen greift Al-Sultan 2007 nach der Krone.
„Ich will ein gutes Rennen haben - ein perfektes gibt es nicht. Wenn ich Top-Leistung abrufen kann - wenn das dann nicht ausreicht und Normann/Timo sind besser, dann ist das auch ok. Eine Taktik gibt es nicht: Startschuss und los geht‘s um schnellstmöglich ins Ziel zu kommen.“ Faris Al-Sultan ist seit 10 Jahren dabei - das zollt Tribut. Daher wird er 2007 nur zwei IRONMAN Rennen bestreiten und nicht vor 2012 seine Karriere beenden.
Al-Sultan, bekannt für seine Trainingsreviere n den Vereinigten Arabischen Emiraten - ist aber kurz vor Hawaii in San Diego, um sich von Normann auf dem Rad „Schläge abzuholen“. Einen echten Heimvorteil sieht der Münchener nicht: „Ich habe mir einige Streckenpunkte angeschaut und bin sie abgelaufen, bin die Strecke aber noch nicht abgefahren.“
Jan Raphael, zweifacher Deutscher Meister (Nachwuchs)
3 Jahre Nationalmannschaft "Olympische Distanz"
„Bei meinem ersten IRONMAN in Florida im letzten Jahr habe ich erst vor dem Ziel an seinen Sieg geglaubt. IRONMAN ist eine neue Perspektive“ für das ehemalige Natinalmanschfatsmitgied der DTU (3 Jahre). „Ich möchte eine Bestätigung meiner Leistung des IRONMAN Florida, wobei das Feld beim IRONMAN Germany um Klassen besser ist. Ich komme nicht zum Start um 15. zu werden – ich möchte ganz nach vorne. “ Bereits jetzt kann der Hannoveraner etwas zur Taktik sagen: „Beim Schwimmen möchte ich vorne dabei sein – auf dem Rad möglichst lange mithalten - und im Laufen mal schauen was geht.“
Markus Fachbach
Markus Fachbach hatte beim 25. Platz auf Hawaii 2006 viel Pech im Vorfeld. Der Flieger musste wegen Erdbeben wieder zurück nach L.A. und ist erst vier Tage vor dem Wettkampf nach Hawaii gekommen - dadurch fehlte die Akklimatisierung. „Das bessere Rennen waren die 8:23 mit Platz 5 beim Challenge Roth“ erklärt er im Anschuss. 2007 setzt Fachbach auf das Laufen – „dieses Mal aber nicht nur bis KM30, sondern bis ins Ziel.“ Eine Platzierung sei „in diesem Feld schwer vorherzusagen“. Markus Fachbach ist am Renntag 24 und damit wohl jüngster Profi - hat also noch Zeit und möchte „mit 27/28 ganz vorne dabei sein. Faris und Normann sind in einer anderen Liga.“
Frank Vytrisal, Berufsschullehrer und Familienvater.
Frank Vytrisal sieht sich realistisch „unter den Top 5“ und wäre damit „sehr zufrieden. Eine Hawaii Quali wäre prima, da dort noch eine Rechnung offen steht“. 2006 hat er auf Hawaii die Schwimmgruppe "reißen" lassen müssen und sich auf dem Rad kurz verfahren, dazu die Eigenverpflegungsbeutel nicht gereicht bekommen. Die Stelle in der Berufsschule wurde reduziert, so dass mehr Zeit für Training und auch die wichtige Regeneration vorhanden war.
Uwe Widmann
„Ich bin zufrieden, wenn ich 5. mit einem nicht allzu großem Abstand nach vorne werde. 2. oder 3. wäre natürlich besser“.
(Ingo Kutsche, Kai Baumgartner)
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