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Weiden  - Nach anfänglichen Sabotagemeldungen durch den Veranstalter der XTERRA GERMAN TOUR stellt sich nach wenigen Tagen die Situation etwas anders dar. Von mutwilliger Sabotage ist nicht mehr unbedingt die Rede, vielmehr scheint die Organisationslogistik schon bei der Planung an ihre Grenzen gekommen zu sein, weil viel zu wenig Helfer im Einsatz waren. Neben den fehlenden Helfern, scheint die zu kurzfristige Kommunikation mit den Anwohnern und die Vorankündigung in der Presse ein Hauptproblem des Rennchaos gewesen zu sein.

Die sich aus der fehlenden Beschilderung ergebenden Organisationsmängel hätte zu einem durch die Kampfrichter motivierten Abbruch geführt. Bereits in den Kinder- und Jugendrennen kam nach es Augenzeugenberichten zu eklatanten Fehlleitungen der Kinder, die letztlich faktisch ungesichert unterwegs waren. Ob Weiden eine 2. Chance zur Austragung erhält und warum die Qualitätssicherung der beiden veranstaltenden Agenturen nicht gegriffen hat sind offene Fragen. Ebenso, ob das Chaos zu einer nachhaltigen Beschädigung der Serie in Deutschland führen könnte.

Den Sachverhalt schildert Gomez Islinger, als Offizieller des BTV und Weidener Bürger mit deutlichen Worten gegenüber 3athlon.de: "Der Veranstalter distanziert sich mittlerweile deutlich von den ungeheuerlichen Vorwürfen gegen unbescholtene Bürger (Vandalen, Saboteure, mutwillige Zerstörer, ...)".

Originalpressemeldung
Einen Tag nach dem Rennabbruch des Auftaktrennens der XGT in Weiden/Oberpfalz liegen genauere Gründe sowie die Probleme bei der Durchführung der Veranstaltung offen. Nach einem Interview mit dem lokalen Veranstalter Laface können die Vorkommnisse erklärt werden.

Ziel der Veranstalter war die Schaffung einer einzigartigen Sportveranstaltung. Mit der Auswahl der Location und der Strecken war dies auch gelungen. Die Wechselzone direkt im Stadtzentrum auf dem Rathausplatz und eine Wettkampfstrecke durch den benachbarten Park direkt ins Gelände waren die ideale Voraussetzungen für Sport der Spitzenklasse.

Perfektes Wetter und viele Zuschauer vor Ort machten Vorfreude. Doch schon am Morgen der Veranstaltung mussten die am Vortag angebrachten Wettkampfbeschilderungen und Absperrungen neu aufgebaut werden. Dies hatte der Veranstalter dann 2 Stunden vor dem ersten Start notdürftig wieder in Ordnung gebracht. Doch nach einer Kontrollfahrt kurz vor dem Start waren die Beschilderungen wieder zerstört und Manipulationen an den Streckenabsperrungen und Markierungen (z.B. wurden Absperreisen in den Fluss geworfen, Absperrmarkierungen abgerissen, verdreht oder wo anders angebracht, Markierungsbänder zerstört, usw.) vorhanden.

Aufgrund dessen wollte der Veranstalter wenige Minuten vor dem Start die Streckenführung „vereinfachen.“ Dies hat sich im nach hinein als Fehler herausgestellt, da jetzt die bereits am Vortag instruierten Helfer nur teilweise über die neue Streckenführung Bescheid wussten. Zusätzlich fehlten durch den Versuch, die Streckenmarkierungen und -leitungen ständig neu aufzubauen die Helfer an verschiedenen Punkten der Strecke.

Im nach hinein sagt Mitveranstalter Walter Arnold von Laface hätte man das Rennen schon vor dem Start absagen müssen, da bei den ersten Kinderläufen schon abzusehen war, dass die Markierungen ständig durch Passanten manipuliert wurden.

Walter Arnold meint, dass die Auswahl der Strecken und die Wechselzone auf dem Rathausplatz eine einzigartige Kulisse bieten sollte, aber dass sie die Uneinsichtigkeit der sonntäglichen Sparziergänger unterschätzt hätten. „Eigentlich dachten wir: wäre Weiden sehr Stolz auf einen solchen Wettkampf.“ Durch die Folgen der Sabotageakte von Passanten wurden zahlreiche Teilnehmer auf den Strecken fehlgeleitet. Somit konnte kein fairer Wettkampf gewährleistet werden und das Hauptrennen musste nach der ersten Radrunde abgebrochen werden.

Der lokale Veranstalter Laface entschuldigt sich bei allen Teilnehmern und Zuschauern und gibt zu Fehler gemacht zu haben, bzw. Probleme falsch eingeschätzt zu haben. Walter Arnold sagt: „Wir haben die enormen Probleme mit den sonntäglichen Passanten unterschätzt und hatten um diese in den Griff zu bekommen einfach zu wenig Personal. Natürlich werden wir sofort alle Startgelder an die Teilnehmer zurückerstatten und bitten um Entschuldigung.“
 
Zusätzlich bietet die nationale XTERRA GERMAN TOUR Organisation jedem Teilnehmer, der in Weiden gestartet ist einen kostenlosen Startplatz beim Finale der XTERRA GERMAN TOUR am 08. September am Titisee/Schwarzwald an.

Für die Wertung der XTERRA GERMAN TOUR konnten somit keine Punkte vergeben werden. Deshalb wird das Rennen am 13. Mai in Schleiden/Eifel umso wichtiger für alle Sportler, die sich in der Gesamtwertung der XTERRA GERMAN TOUR Chancen auf einen Gesamtsieg erhoffen.
(Mario Schmidt - die Athleten)

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