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Kailua-Kona (Hawaii) - Schon die Registrierung und die Wettkampfbesprechung am Samstag ließen ein „Ironman Hawaii Feeling“ aufkommen: Das gleiche Prozedere und viele bekannte Gesichter.

Niemand weiß an was es lag, aber von über 1000 gemeldeten Teilnehmern fanden sich dann letztendlich nur um die 800 Athleten an einem der schönsten Strände der Welt ein, um an der Premiere des Honu Half Ironman teilzunehmen.

Schwimmstart
Eine imaginäre Startlinie vom Beach ins Wasser ermöglichte den Sportlern die Entscheidung, entweder vom Wasser oder vom Strand aus zu starten.

Ich wählte den Wasserstart. Ein einfacher Rechteckkurs, mäßiger Wellengang und glasklares Wasser, machten das Schwimmen zum Vergnügen.
Langer Weg in die Wechselzone
Der Weg vom Wasser zur Wechselzone war lang und steil. Viele Zuschauer pushten einen aber förmlich den Berg hoch. Ebenso an der Steigung aus der Wechselzone zum Highway.

Radfahren auf den Spuren des Ironman
Die ersten 10 km führen einen Richtung Mauna Lani. Wir hatten angenehmen Rückenwind, der einen aber auch gleich erahnen ließ, was man dann Richtung Hawi zu erwarten hatte.
Ich zählte die Minuten, die Michellie Jones und Heather Fuhr mir voraus hatten. Michellie schien zu diesem Zeitpunkt schon uneinholbar, aber auf Haether zählte ich nur 2 Minuten. Also rein in die Pedale!

Drehende Winde
Gewohnt an den Wind konnte ich ordentlich Druck machen und flog bei km 35 an Heather vorbei. Was ich, seit ich hier auf Big Island bin, gelernt habe, ist, dass der Wind und das Wetter allgemein nicht kalkulierbar sind. Wenn auf dem Hinweg Gegenwind herrscht, heißt das noch lang nicht, dass man auf dem Rückweg Rückenwind erwarten darf….

Bis zum Wendepunkt, am „Flughafen Hawi“ blies der Wind von vorne. Nach ein paar Kilometern Schub von hinten, mussten wir aber wieder gegen einen von schräg vorne kommenden Wind ankämpfen. Mir war das gleich recht, Je schwerer die Verhältnisse auf dem Rad, desto besser für mich.

Zweiter Wechsel
Ich fuhr mit der besten Radzeit der Frauen in die Wechselzone im Mauna Lani Ressort ein. Hier herrschte ordentlich Stimmung und ich freute mich richtig aufs Laufen.

Hitzeschlacht bei Golfloch 8
Es sollte zwar ordentlich heiß werden aber 13 Verpflegungsstationen, gaben einem die Sicherheit, genug Flüssigkeit aufnehmen zu können – gut wer dies auch beherzigte.

Meine Beine fühlten sich frisch an und ich sah beim ersten Wendepunkt, dass ich Boden auf Michellie gutgemacht und auf Heather ein Polster von fast 4 Minuten hatte.

Der Halbmarathon geht kreuz und quer durch und um die Golfanlagen des Ressorts über Asphalt, Gras und Sand, Hügel hoch und runter. Eigentlich sehr abwechslungsreich, bis auf eine Passage km 14 bis 19. Diese 5 km scheinen endlos. Eine Wendepunktstrecke, schnurgerade, flirrend vor Hitze und zuschauerlos – das Natural Energy Lab lässt grüßen.
Ja, zurück zu meinem Rennen. Die Beine blieben locker, aber irgendwas ließ mich immer langsamer und langsamer werden. Ich wartete mit „eingezogenen Schultern’ auf die heranstürmende Heather. Bei km 14 hatte sie mich! Ich wünschte ihr noch ein „great race“ und ackerte mich noch durch die letzten 7 km.

Ziel auf gepflegtem Rasen
Das Ziel war mitten auf dem Golfplatz, geschmückt mit den Fahnen der teilnehmenden Nationen.

Bis zum Awards Bankett konnten sich die Athleten in den Anlagen des Ressorts ausruhen. Hängematten, Liegen direkt am Strand, Whirlpool und Poolanlage ließen einen die Strapazen des Wettkampfes schnell vergessen.

Die Siegerehrung rundete die gelungene Premiere des ersten Honu Half Ironman mit Livemusik, Hulashow und einem ausladenden Buffet ab.

First State of Hawaii Female 2005
Was mich persoenlich mehr ehrte als der 3. Platz bei den Frauen und der 10. Geamtplatz overall, war der Titel First State of Hawaii Female2005.

Kinderkrankheiten
Einen Kritikpunkt , der sich für viele Athleten am Samstag stellte, muss sich die Organisation, die sonst wirklich perfekt war, aber gefallen lassen. Der Schwimmstart findet 10km entfernt vom Ziel Mauna Lani am Hapuna Beach statt. Es gibt keinen Shuttle oder organisierten Transfer dorthin. Die Athleten wurden angehalten, sich doch Taxis zu nehmen. Andy und ich sahen dann am Wettkampfmorgen einige Athleten, die mit dem Rad gegen den Wind ankämpfend zum Schwimmstart fuhren.
Bis auf das oben genannte Shuttleproblem war die Organisation, hauptsächlich wieder durch die vielen freiwilligen Helfer, perfekt und ich bin sicher, dass in Zukunft mehr Athleten diese Veranstaltung entweder als Qualifikationswettkampf oder als Vorbereitung für den Ironman Hawaii nutzen werden – Urlaub inklusive.

Aloha Tina

Links
Website Honu Half Ironman
Website Tina Walter

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