Aloha Ihr alle!
Die meisten von Euch werden ja schon mal was von Wildflower Halfdistance gehört haben. Dieses Jahr fand er zum 25. Mal statt und ich hatte das Glück, mit Leuten hinzufahren, die diesen Klassiker schon ein paar Mal mit gemacht hatten.
Stopover
Am Dienstag flog ich nonstop von Kona nach San Francisco. Direkt am Airport nahm ich den Bart Train (Stadtbahn von San Francisco) nach Pleasant Hill, wo mich Chris McCrary von Katalyst Multisports abholte.
Ich staunte nicht schlecht, als ich den riesigen Camper sah, den er extra für den Wettkampf ausgeliehen hatte. So groß wie ein Reisebus. O.K. es sollten dort ja auch 9 Leute die nächsten paar Tage wohnen.
Woodstock Feeling
Am Mittwoch fuhren dann Chris, sein Freund Kiko, Desiree Ficker und ich Richtung Osten los. Nach vier Stunden Fahrt kamen wir dann schließlich an die Pforten des Nationalparks. Dort fuhren wir auf den riesigen Campingplatz. Alles erinnerte mehr an Woodstock als an einen Wettkampf. Überall hatten sich richtige Teamstädte aufgebaut.
Dort trafen wir nun auch den Rest unserer Mitbewohner.
Donnerstag und Freitag verbrachten wir dann wie vor jedem Wettkampf. Kleine nervöse Trainingseinheiten mit dem Gefühl, natürlich überhaupt nicht fit zu sein.
Für uns Profis gab es unten am See bei der Messe ein Zelt, in dem es 3 Mahlzeiten pro Tag gab. Das war echt geniales Essen, was noch mehr dazu beitrug, dass man sich mehr auf einem riesigen Fest, als auf einem Wettkampf fühlte.
Die Starterfelder hier in Amerika sind immens. Man sprach von fast 3000 Teilnehmern über die Halbdistanz und zwischen 4000 und 5000 Teilnehmer in der am Sonntag stattfindenden Kurzdistanz.
Go Nature
Um 8.00 starteten die Pro Men um 8.05 wir Pro Women bei angenehmen 62 Fahrenheit Lufttemperatur und Sonnenschein. Ein unkomplizierter Hin- und Zurück Kurs im San Antonio Lake machte das Schwimmen einfach.
Die 56 Meilen Rad gingen bergauf bergab quer durch den Nationalpark. Die Abfahrt vom Heartbreak Hill (gibt’s mittlerweile fast in jedem Rennen!) war echt cool, 70km/h selbst bei einem Angsthasen wie mir.
Der Halbmarathon ist landschaftlich wirklich einer der schönsten, den ich je gemacht habe. 80% auf Trails, sehr hügelig mit anspruchsvollen Downhillphasen lenken vom Kilometerzählen ab. In der Halbzeit geht es quer über den Campingplatz. Dort haben sich natürlich zahlreiche Zuschauer auf Campingstühlen niedergelassen und feuern die Athleten lautstark an.
Die letzte Meile geht nur bergab direkt ins Ziel.
So eine gelungene Mischung aus professionellem Sport, Naturerlebnis und Megaparty hab ich bisher noch nirgends erlebt.
Stimmungshochs
Am nächsten Tag schauten wir dann noch bei der Kurzdistanz zu. Die Stimmung war riesig und anders als bei den meisten Rennen bei uns in Deutschland, gibt es keine Deadline. Zielschluss ist erst, wenn der letzte die Finishline überquert hat.
Heimreise
Um 14 Uhr waren dann die Strassen für den Verkehr freigegeben und wir konnten uns in die endlose Karawane zurück in die Zivilisation einreihen.
Am nächsten Tag flog ich dann wieder zurück nach Kona. Endlich wieder Wärme rund um die Uhr!
Honu Half
Heute war in einem Vorbericht über den Honu-Halfironman (meinem nächsten Wettkampf) in der West Hawaii Today zu lesen, dass nun auch Peter Reid, Heather Fuhr und Paula Newby-Fraser am Start sein werden.
Ich glaube, dass sich hier ein neuer Klassiker etablieren wird. Also, vielleicht schon vormerken fürs nächste Jahr!
Ciao Tina
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