Damenrennen "Fokus Sigrid Lang"
Seit nunmehr zwei Jahren ist Sigrid Lang vom Aidlinger Team multisportsnetwork ungeschlagen. Die Siegesserie riß auch bei den Weltmeisterschaften im slowakischen Strbske Pleso nicht ab. Souverän wurde Sigrid Lang nach 2004 erneut Weltmeisterin im Wintertriathlon.
Die Erfolgsbilanz ist imposant: Die letzten 12 Wintertriathlon-Rennen hieß die Siegerin Sigrid Lang. Seit nunmehr zwei Jahren erstarren ihre Konkurrentinnen wie das Kaninchen vor der Schlange. Crosslauf, Mountainbike und Skilanglauf im freien Stil - in diesem Winterdreikampf gibt eine uneingeschränkte Winterkönigin: Sigrid Lang aus Aidlingen. Konnte die 29jährige bereits letztes Jahr Europa- und Weltmeisterschaft sowie den Weltcup gewinnen, so knüpfte die Aidlingerin nahtlos auch in 2005 an diese Erfolge an. Im Januar wurde sie in Freudenstadt Europameisterin,im Februar sicherte sie sich in Oslo schon vorzeitig den Weltcup und nun wurde sie in der Slowakei erneut Weltmeisterin.
Doch hinter allen Goldmedaillen steckt harte und vor allem disziplinierte Arbeit. Vor allem seit September mit dem Beginn des Referendariats ist der Tag der Sigrid Lang so vollgestopft wie eine abgebundene Wurst. Nichts geht mehr. Der Spagat zwischen Beruf und Sport ist nicht immer leicht zu bewältigen.
Die ersten vier Saisonrennen konnte sie dennoch souverän gewinnen. Aber bei der Weltmeisterschaft in Strbske Pleso schien ihre härteste Rivalin Marianne Vlasveld zu alter Stärke zurückgefunden zu haben. Auf schneebedeckten Strecken konnte sich die Niederländerin glänzend beim Lauf in Szene setzen.
Gemeinsam mit der Österreicherin Carina Wasle griff sie von Beginn an resolut an. So konnte das Duo 30 Sekunden Vorsprung herauslaufen. "Ich war schon etwas geschockt, dass die Beiden sich so leicht absetzen konnten", resümierte Sigrid Lang. Doch mittlerweile hat die angehende Sport- und Deutschlehrerin gelernt, geduldig zu sein. Denn der tiefe Boden kostete viel Kraft. Auf dem Mountainbike schob sie sich an das Duo heran und in der letzten Runde dann kam die Attacke. Gezielt und unwiderstehlich. Schnell vergrößerte Sigrid Lang ihren Vorsprung und beim Wechsel zum Skilanglaufen betrug dieser bereits stattliche 50 Sekunden. Jetzt konnte so gut wie nichts mehr anbrennen. Denn die hervorragende Skaterin war in ihrem Element. Nach
1:18:15 Stunden hieß die alte und neue Weltmeisterin Sigrid Lang vom Team multisportsnetwork.
Herrenrennen "Ausgeglichene Verhältnisse"
Heinz Planitzer (AUT) griff gleich vom Start weg aggressive das Rennen auf, um mit Patrik Kuril (SVK) eine kleine Lücke vor der ersten Verfolgergruppe aufzubauen, die beim 1. Wechsel eine runde Minute betragen sollte. In ihr befanden sich mit Sigi Bauer (AUT) und Stefan Frank (GER) die beiden stärksten Athleten des Tages. Ebenfalls um Anschluß bemüht: Arne Post (NOR) und Daniel Antonioli (ITA).
Kuril griff gewohnt stark auf dem MTB an, um die Führung zu übernehmen. Aber bereits in der 2. Runde verlor Kuril wegen technischer Probleme zunehmend an Boden, um vom Verfolgerfeld geschluckt zu werden – von über 3 Minuten wird aus der Slovakai berichtet. Danach erkämpfte sich zunächst Planitzer die Spitze, die rotierend und aggressiv schnell an Sigi Bauer, Stefan Frank, Daniel Antonioli und Thomas Schrenk weitergereicht werden sollte.
Aus der zweiten Wechselzone zogen die Favoriten nahezu in einer Gruppe auf den abschließenden Skilanglaufparcours. Erneut setzt sich Lokalmatador und Mitfavorit Patrik Kuril in Szene, indem er sich beständig durch die Konkurrenz schaufelt.
Wenig später kann Sigi Bauer die Führung übernehmen, die er fortan nicht mehr verlieren sollte. Die Verfolger saßen ihm denkbar knapp im Nacken und sollten im Sekundentakt auf den Plätzen einlaufen.
Die Ergebnisse der Wintertriathlon-Weltmeisterschaft im Überblick:
Damen
1. Sigrid Lang (GER) 1:18:15
2. Marianne Vlasveld (NED) 1:19:34
3. Maria Kalnes (NOR) 1: 20:04
4. Sarka Grabmüllerova (CZE) 1:22:22
5. Jutta Schubert (GER) 1:22:30
6. Camilla Hott Johansen (NOR) 1:23:50
7. Gabi Pauli (GER) 01:24:22,4
8. Stefania Bonazzi (ITA) 01:27:05,2
9. Tamara Kozulina (UKR) 01:45:20,4
Herren
1. Sigi Bauer (AUT) 01:13:23,7
2. Stefan Frank (GER) 01:13:33,7
3. Thomas Schrenk (GER) 01:13:35,6
4. Patrik Kuril (SVK) 01:13:38,3
5. Peter Barton (SVK) 01:13:39,4
6. Otakar Kobr (CZE) 01:14:36,8
7. Arne Post (NOR)
01:15:28,3
8. David Roderer (GER) 01:15:29,8
9. Victor Lobo (ESP) 01:16:02,3
10. Frode Pedersen (NOR) 01:16:39,4
Links
Ergebnisse Herren
Ergebnisse Damen
(Multisportsnetwork/triathlon.org/Kai Baumgartner)


