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Deutschland und die Kälte haben uns wieder. Die Trainingsgruppe „Wüste“ ist erneut aus den Emiraten zurück und das kleine Trainingslager darf als Erfolg bezeichnet werden

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Am 18. Dezember machten sich ich (Faris Al-Sultan) und mein Begleiter der Jungradfahrer Wolfgang "T.REX" T. uns wieder einmal auf den Weg in die Wüste der Vereinigten arabischen Emirate nach Al-Ain. Nach einer durchflogenen Nacht stand schon eine kleine 70 Kilometer Ausfahrt zur Akklimatisierung auf dem Programm. Das Wetter war wie immer super, die Straßen gut und die Inder können immer noch nicht Auto fahren. Generell galt für dieses erste Trainingslager Ruhe bewahren und Form kommen lassen. In der ersten Woche sind nur ruhig Einheiten aber dafür 42 Stunden Nettotraining durchgeführt worden.

Das Land und die Eigenheiten der Leute
Weihnachten und Silvester gingen mehr oder weniger spurlos an uns vorüber, bei 28° kommt einfach keine Weihnachtsstimmung auf. Wie immer ist es interessant sich in einem Kulturkreis zu bewegen und auf Menschen zu treffen deren Verhalten uns manchmal doch sehr befremdlich erscheint. Abgesehen von den indischen Straßenbauarbeitern, die einen schon mal beklatschen wenn man im 28er Schnitt an ihnen vorbeirollt, über die Pakistanis bei denen der Geruch alter Zwiebelsuppe angeboren zu sein scheint, und der nonchalanten Art mit der die Araber umweltgerecht, das heißt direkt in die Umwelt, ihren Müll entsorgen, bis hin zur sudanesischen Einstellung, dass der Teppichboden der Wartezone des Dubaier Flughafens auch nichts anderes sei als ein Stück Wüste wo man sich getrost der oralen Körpersäfte entledigen kann.
Es gibt wohl kaum ein Land wo so viele Völker und Kulturen aufeinanderprallen und die Kommunikation unter den Menschen aufgrund der fehlenden Sprachkenntnisse auf allen Seiten so schwierig ist, dafür ist die Atmosphäre generell etwas relaxter weil man weiß, es könnte mal wieder länger dauern bis alle Missverständnisse geklärt sind.

Rituale - täglich grüßt das Murmeltier
Zurück zum Training der Tagesablauf war für Wolfgang "T.REX" wie immer gewöhnungsbedürftig, denn als Mensch mit niedrigem Blutdruck braucht er seinen Schlaf und ein etwas längere Vorlaufzeit als mein Organismus der ab 6.30 Uhr einfach spielen will. Um 7.30 Uhr saßen wir dann meist, im Verlauf des Trainingslagers nur durch Gewaltandrohung meinerseits, auf dem Bike und fuhren bis Mittag, der "T.REX" öfter auch mal länger da er ja nur mit dem Rad fährt. Ich hatte dann die Ehre als Oberchefkoch die Nudeln in Thunfischsoße, Nudeln in Würstchensoße oder Nudeln an Ei mit Ketchup anrichten zu dürfen. Nach dem Essen sollst Du ruhen was ich dann auch brav gemacht habe. Ab 17.00 Uhr Nachmittagstraining d.h. Schwimmen oder Krafttraining oder beides oder Laufen, sofern das nicht direkt nach dem Radeln erledigt wurde.

Dann ging es zum Essen immer schön alternierend zu Pizza Hut, Araberfutter, Chinesisch, Nudeln vom Mittagessen oder Burger King. Und um 22.00 Uhr dann ins Bettchen, um "T.REX" noch seine Gutenachtgeschichte zu erzählen und 8 Stunden später alles wieder von vorn beginnen zu lassen.

Alles in allem gab es diesmal keine extremen Aktionen, weil ich am letzten Tag dem 09.01 noch einen 10 Kilometer Laufwettkampf bestritten habe für den ich nicht völlig kaputt sein wollte (hat nichts gebracht war trotzdem nicht toll), aber ich musste leider die Bestzeit für unseren Hausberg an Wolfgang "T.REX" abgeben: 14,5 Kilometer mit einem etwa 4 Kilometer relativ flachen Anstieg und ca.800 HM in 40:43 Minuten

Viele Grüße Faris

Links
Chat Thomas Hellriegel & Faris al Sultan (07.12.2003)
Faris al Sultan talks (06.04.2003)
Website Faris Al-Sultan

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