3athlon hat für Euch mal wieder ein bisschen in der Bücherkiste gewühlt und ist auf der Suche nach etwas interessantem fündig geworden: Der 29 Stunden Tag des IRONMAN Managers.
Ah, ein weiteres Buch der Art "erfolgreich im Beruf und alles ganz entspannt und überhaupt" mit der Formel für ein Leben in dem nichts mehr schief gehen kann. So der erste Eindruck. Auch der Blick auf das Inhaltsverzeichnis bestätigt diesen Eindruck: magisches Dreieck, Fit mit wenig Mehraufwand und going for gold sind Schlagwörter, die uns skeptisch stimmen. Doch wieder nur altbekanntes Bla, bla?
Nach den ersten gelesenen Seiten jedoch weicht die Skepsis zunehmend
einem interessierten Lesen. Der Autor verspricht nicht unmöglichen
Ziele nur durch das Umstellen von so und so in so und so zu erreichen,
getreu dem Motto "Tschakka"-man muss es nur wollen und alles ist ganz einfach.
Schnell wird deutlich, dass der Autor kein theoretisches Gefasel von sich
gibt, sondern schlicht erzählt, mit welchen einfachen Tipps, Tricks und technischen Möglichkeiten
er es innerhalb von nur sechs Monaten geschafft hat, sich vom übergewichtigen 102 kg Topmanager zum IRONMAN Finisher mit 72 kg zu entwickeln. Sicher
sind die Tipps die Lammenett gibt nicht die Neuerfindung des Rades, aber
angenehmerweise tut er auch nicht so, als ob dies so sei. Er erzählt
davon, wie er als Manager mit einer glücklichen Familie, es geschafft hat auch noch
ein 12 h Sportprogramm in seinem Wochenplan zu etablieren. Er definiert
Ziele und versucht diese mit adäquaten Mitteln zu erreichen. Nur
ein Jahr nach seinem ersten IRONMAN Rennen verbesserte der Autor übrigens
in diesem Jahr seine Bestzeit um gut eine Stunde auf mittlerweile Respektable
11 h 04 min. Das Buch ist nicht für Leute gedacht die auf den großen
Ahha Effekt, nach dem Motto "endlich weiss ich wie es geht" warten. Nur diese
Kleinigkeit umgestellt und alles läuft am Schnürchen, ist kein
Tipp den man im vorliegenden Buch findet.
Erfolg, egal in welchen Lebenslagen, ist immer stark korreliert mit konsequentem
aber Unverkrampften "Machen". Dinge, die es zu erledigen gibt,
oder die man erreichen möchte, müssen halt vor allen dingen angegangen
werde. Erwin Lammenett liefert da mit seinem Buch eine willkommene Anleitung
und gleich dabei gibt's interessante Ideen und Anregungen. Wer hat zu
Hause vor dem Rollentrainer schon ein "Schreibpult" aufgebaut
und erledigt seine e-mail Korrespondenz von dort aus? Oder aber welcher
Topmanager diktiert seine Geschäftsbriefe
beim Joggen? Der Autor zeigt mit welchen zum Teil simplen Ideen sich Zeitfenster
doppelt nutzen lassen, ohne dass die Qualität der Arbeit leidet.
Im Gegenteil. Besonders bei Kreativarbeiten wirkt sich ein wenig mehr
Sauerstoff positiv aus.
Lammenett ist studierter Kaufmann, hat international gearbeitet, sich
selbstständig gemacht, den Hype der New Economy miterlebt, es aber
als Prozessoptimierer alter Schule geschafft seine .net Agentur team inmedias
(www.inmedias.de) auch in der Post E-Business Area zu etablieren.
Das Fazit
Das Buch liefert zwar auch für den eingefleischten Hardcore-Triathleten
(der wahrscheinlich noch Student ist) interessante Ideen und Anregungen,
wenn auch die Tipps zur Trainingssteuerung, die das Buch ebenfalls bietet,
für diese Zielgruppe nicht ganz so spannend ist.
"Kaufbefehl" hingegen gibt es für alle sportlich interessierten
Menschen, die beruflich stark eingespannt sind und gerne "wieder
mal was machen würden", wenn sie nur könnten. Das sie könnten,
wenn sie ihren Tagesablauf optimieren, zeigt das Beispiel Lammenett eindrucksvoll.
Link:
Das
Buch der IRONMAN-Manager bei amazon
Bücherrubrik bei 3athlon
Website "Ironman
Manager"

&i=Polar-Look-Keo-Power-2.jpg&w=65&h=65&cw=65&ch=65)


