Hinzu kommen Peter Reid (CAN) und Cameron Brown (NZL) und auch bei Tim
DeBoom (USA) scheint das letzte Wort noch nicht gesprochen worden zu sein.
Ein gigantisches Feld, das von einer weiteren starken zweiten Reihe, angeführt
von Alexander Taubert (GER), Ralf Eggert (GER) und Stefan Holzner (GER)
nach unten abgerundet werden wird.
Bei den Damen sieht es nicht minder gut aus. Neben der Zweiten des IRONMAN Hawaii 2002, Nina Kraft (GER) und der Athletin mit der Jahresbestzeit 2002 (erzielt beim IRONMAN Austria 2002), Lori Bowden (CAN) werden die Siegerin von Frankfurt 2002, Katja Schumacher (GER) und die Zweitplatzierte Nina Fischer (GER) um Titel, Platz, Hawaii-Slots und Prämien kämpfen. 3athlon-Kolumnistin Belinda Halloran (AUS) rundet das Feld der Damen mit internationalem Flair ab.
Die Vorzeichen standen gut für die Veranstalter des QUELLE CHALLENGE ROTH. Ende November bei der anberaumten Pressekonferenz lüftete man das Geheimnis, um die neu ins Leben gerufene „World`s Best Serie“, die dem Wettkampf-Mekka Roth 2003 neues Profil und Attraktivität einhauchen soll. Die Verpflichtung von namhaften Athleten, allen voran der erfolgreiche Poker um den Wahlhessen und Olympiabotschafter Frankfurts Lothar Leder (GER) gewannen die Rother sehr zum Ärger des Opel IRONMAN GERMANY.
In den Tagen und Wochen vor und nach Weihnachten hat sich das Blatt auch
in der Öffentlichkeit gewendet - Kurt Denk, Cheforganisator des Opel
IRONMAN GERMANY konnte den Automobilhersteller Opel als Titelsponsor gewinnen
und trat in Verhandlungen mit mehreren Topathleten.
Thomas Hellriegel und die anderen Athleten des Corpus Teams standen zwar
zu dem Zeitpunkt auf der Starterliste des QUELLE CHALLENGE ROTH, doch
versäumte man es aus Rother Sicht rechtzeitig Verträge abzuschließen
, anstatt dessen hatte man die Werbetrommel mit dem bis dato attraktivem
Startfeld gerührt. "Rien ne va Plus" - ein Grund für
das Zögern der Männer um Thomas Hellriegel sind finanzielle
Unklarheiten im Umfeld des Teams, die einen Start erst bei Ausräumen
dieser Altlasten ermöglicht hätten.
Nach Bekanntwerden der Frankfurter Aktivitäten auf dem "Transfermarkt"
wollte und konnte man nach eigenen Aussagen auch nicht den Antrittsgeldpoker,
den sie selbst 2002 eröffnet haben unter den neuen Bedingungen der
Frankfurter mitspielen. Im Augenblick profitieren vom Rennen um die Pole
die hofierten Athleten von dieser Konkurrenzsituation und verdienen bei
Rennen so gut wie nie zuvor. Jedoch besteht die Gefahr eines ruinösen
Wettkampfes, bei dem Sport, Wettkampfvielfalt und der Triathlonstandort
Deutschland in Gefahr sein könnten, wenn sich neben der etablierten
Langstrecke in Roth eine weitere als feste Größe in Deutschland
festigen kann.
Nicht nur die Rother haben durch die voreilige Startankündigung
und fehlende Vertragsunterzeichung einen schwarzen Peter in der Hand,
sondern auch bei den Athleten und dem Veranstalter des Opel IRONMAN GERMANY
bleibt ein leicht fader Beigeschmack, der im Profisport aber oft leidiges
Tagesgeschäft ist.
Das Trio aus dem Hilpoltsteiner Verein folgte, wie auch die Anderen als
Profi dem besten Antrittsgeld der zeitgleich werbenden Frankfurter bei
attraktiver Rennstrecke, was in anbetracht der scheinbar mündlichen
Startzusage den eingefleischten Roth-Fans und sicherlich auch dem Rother
Veranstalter Herbert Walchshöfer mächtig gegen den Strich gehen
wird. Andererseits hätte mit einigene Athleten vor einem Neubeginn
beim QCR 2003 für klare Verhältnisse gesorgt werden müssen.
Wenn die Startkonstellationen so verbleiben, müssen sich die Rother
gewaltig anstrengen, um ein attraktives Startfeld für die Spitze
ihres Rennens zu erhalten. Ein Beharren auf Tradition, neue Rennserie
und die DM wird da kaum ausreichen, um Roth dauerhaft im Gespräch
zu halten.
Frankfurt hat aus den Fehlern im letzten Jahr gelernt und für ein
breite und internationale erstklassige Spitze gesorgt und umsichtig gleich
bei den meisten Sportlern für eine mehrjährige und verlässliche
Bindung gesorgt - THE SHOW MUST GO ON. (dk/kb)


