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In der aktuellen Pressemitteilung der DTU zur kommenden WM über die olympische Distanz am 9/10 November im mexikanischen Touristenparadies Cancun, wird das Fehlen von Daniel Unger und Dirk Bockel im Aufgebot der DTU bedauert.

Während sich Daniel Unger bereits seit zwei Wochen mit einer
hartnäckigen Magen Darm Infektion herumschlägt und deshalb nicht fit für das Rennen ist, liegen die Dinge beim zur Zeit in Florida studierenden Dirk Bockel etwas anders.
Einen Tag vor der WM muß er für seine Universität an einem Cross- Country Laufwettkampf (Regional Championships) über 8km teilnehmen. Einer von zwei Pflichtterminen an der Universität von Tampa, denn wenn er dort nicht antritt steht sein Studiumstipendium über 25000$ auf dem Spiel. Wie im DTU Text erwähnt, ist es leider nicht gelungen die Verantwortlichen an der Universität in Florida zu einer Freistellung zur Teilnahme an der WM zu bewegen.
Dirk Bockel hat der DTU allerdings frühzeitig sein Interesse bekundet, auf eigene Kosten und auch in Selbstverantwortung, direkt im Anschluß an die Meisterschaften in Alabama nach Cancun zu jetten und dort bei der WM mit an den Start zu gehen. Dabei hat er auch klargestellt, sich in den Dienst der Mannschaft stellen zu wollen um Helferdienste auf der Radstrecke zu leisten. Leider ist die DTU auf diesen Vorschlag nicht eingegangen und stellte Dirk Bockel vor die Wahl: Laufwettkampf oder WM. Weil Dirk Bockel es sich nicht leisten kann sein wertvolles Stipendium zu verlieren wird sein Startplatz in Cancun nun freibleiben. So auch der von Daniel Unger, der zunächst trotz Trainigsrückstand mitreisen sollte.

Was die Entscheidungsträger in der DTU zu einer solchen Entscheidung bewegt, erscheint schwer nachvollziehbar, denn warum sollte man auf einen Athleten, der der Mannschaft einen wertvollen Dienst erweisen kann, und der zusätzlich noch bereit ist die Kosten für die Aktion selber zu tragen, von der WM aussperren und damit demotivieren. Nun bleibt der
Startplatz frei und die verbleibenden drei deutschen Herren haben einen Helfer weniger. Zu verlieren hätte man bei einer Startzusage für Bockel nichts gehabt, zumal er nach einer erstmalig längeren Verletzung sich sehr motiviert zeigt und was die Leistungstärke angeht ist er wohl wieder der Alte, wie er eindrucksvoll beim ITU-Punkte Rennen in Ixtapa mit Platz zwei unter Beweis stellte. Eine Enttäuschung für Dirk Bockel ist dieser Beschluss auf jeden Fall und das zumal die Saison sehr gut begann, als er beim Weltcup in Florida mit Platz 10 bester Deutscher wurde.

Leider ist es nicht das erste Mal, daß bei einer WM Startplätze der DTU ungenutzt bleiben, obwohl Athleten an einem Start, auch auf eigene Kosten, interessiert sind. Besonders in Zeiten in denen jeder Punkt zählt um in Athen mit möglichst vielen Athleten und einem schlagkräftigen Team an den Start zu gehen, erscheint diese Strategie fahrlässig. Hoffentlich wissen die Verantwortlichen was sie tun. (dk/hs/kb)

Zur 3athlon-Diskussion: Klick hier
Zur Homepage: www.dirk-bockel.de



 

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