Gefreut hatte er sich wie ein kleines Kind, als Andreas Niedrig von seiner
neusten Errungenschaft berichtet - sein in den USA ansässiger Radsponsor
Cannondale ließ ihn am Dienstag ein neues Rad übersenden.
" Es ist der absolute Hammer, mit dem Rad fahre ich wie auf Schienen",
so der überglückliche Oer-Erkenschwicker.
Im Windkanal war Andreas Niedrig Mitte Dezember nach Italien gereist -
und hatte bei der areodynamischen
Entwicklung des neuen Rades mitgewirkt. Neben dem italienischen Radprofi
Di Luca testete Niedrig einen Tag lang verschiendene Einstellungen und
Sitzpositionen. Am Freitag - drei Tage nach dem Erhalt seines neuen Gefährtes
folgte der frühmorgentliche Schock. Als er zu seiner Garage ging
stand diese schon offen - seine Wettkampfräder wurden allesamt von
Einbrechern entwendet - zurück blieb ein Trainingsrad, was alles
andere als wettkampftauglich war.
Es folgte für Andreas Niedrig der Gang zur Behörde - bei der Polizei gab er eine Anzeige auf und setzte eine Prämie von 1500€ für die Wiederbeschaffung der drei Räder aus, wovon zwei mittlerweile in einem Bauernhof aufgetaucht sind. Von den Tätern fehlt momentan jede Spur.
Hinzu kam das er krankheitsbedingt den Saisonauftakt in Buschhütten
verpasste - nach dieser Zwangspause möchte Andreas Niedrig erstmals
sein neues Rad im Wettkampf austesten - anvisiert hat der 34jährige
dafür den Half-Ironman California. Am 19. Mai wird Andreas Niedrig,
sofern es sein Gesundheitszustand zu lässt auf Luc van Lierde und
Tim de Boom treffen.
" Das Feld ist sehr hochkarätig, eigentlich genau das richtige,
um zu erfahren wo man im Moment so steht" , so Andreas Niedrig. Neben
den Wettkämpfen in Bonn, Roth und Hawaii - stehen noch die NRW-Landesmeisterschaften
im Radfahren über 18 Kilometer auf dem Programm. (dk)


