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Ariane Schumacher und Karin Thürig - Perfektionistin und Chaotin auf Erfolgskurs.

Ariane Schumacher und Karin Thürig, die beiden Trainings- und Teamkolleginnen vom Tri Team Zofingen, könnten unterschiedlicher nicht sein. Und trotzdem, oder gerade deswegen, verstehen sich die beiden Mitglieder der Duathlon Nationalmannschaft blendend.

Eine Gemeinsamkeit besteht aber, die beiden laufen in der Schweiz seit letzter Saison von einem Erfolg zum anderen und schafften diesen Frühling auch den Sprung in die Duathlon Weltspitze. Mit dem Sieg beim Powerman Trier und dem zweiten Rang beim Powerman in Weyer machte Karin Thürig ebenso auf sich aufmerksam, wie Ariane Schumacher mit ihren beiden zweiten Plätzen bei den Powerman Rennen in Geel und Trier. Standen die beiden bis jetzt auf internationaler Ebene oft im Schatten von ihren Landsfrauen Dolorita Gerber und Susanne Rufer, so könnte sich das in den nächsten zwei Wochen ändern. Denn unsere Spürnase sagt uns, dass die beiden bei der Langdistanz WM in Venray und vor allem beim Powerman in Zofingen für Furore sorgen werden.

Die beiden Teamkolleginnen Ariane und Karin verlassen das Hotelzimmer, einen Tag vor dem Powerman Trier, um ihre Fahrräder zum einchecken zu bringen. Ariane spricht praktisch nichts, wie immer wenn sie nervös ist vor einem Wettkampf und Karin erzählt unbekümmert drauflos, was sie noch alles erledigen will. Die beiden sind bereits aus dem Haus, da fragt Ariane, „Du Karin, meinst Du nicht das Du das wichtigste vergessen hast?" „"Oh, shit, ja genau, mein Velo!"

Total Gegensätzlich
Eine typische Szene der beiden Teamkolleginnen vom Tri Team Zofingen. Wenn sich die beiden, wie so oft, bei einem Wettkampf das Hotelzimmer teilen, wird besonders deutlich wie verschiedene Charaktere sie sind.
Karin sagt über ihre Kollegin: „Ich bewundere immer wie Ariane alles ganz genau vorbereitet, bei ihr stimmt einfach alles bis ins letzte Detail!" Ariane ist eine Perfektionistin, bei ihr muss alles seine Ordnung haben und sie legt grössten Wert auf ihr Material und ihre Ernährung. Und auch mit dem Training nimmt es die 27 jährige genau, sie versucht stets ihren Trainingsplan exakt einzuhalten. Ariane mag keinen Stress, deshalb reist sie vor einem Wettkampf gerne ein paar Tage zuvor an, um in Ruhe die Strecke zu studieren, damit sie am Wettkampftag jede Kurve kennt.
Karin hingegen mag das überhaupt nicht, sie reist zu einem Wettkampf lieber erst in letzter Minute an, damit sie sich nicht zu lange mit dem bevorstehenden Rennen beschäftigen muss. Und da Karin eigentlich immer im Zeitdruck ist, da sie stets versucht möglichst viele Dinge unter einen Hut zu bringen, kann es schon mal vorkommen, das ein Teil der Ausrüstung, oder der Pass zu Hause bleiben. Doch so etwas beunruhigt, die 28 jährige überhaupt nicht, genauso wenig, wie wenn sie die Wettkampfstrecke nicht kennt. Mit der Ernährung nimmt es Karin auch nicht so genau, und wenn sie mal ein Training ausfallen lässt, dann plagt sie kein schlechtes Gewissen dabei. Ariane sagt dazu: „Ich staune immer wieder, wie Karin so viel unter einen Hut bringt, und sich bei all dem Stress nicht aus der Ruhe bringen lässt!"

Tierische Gemeinsamkeiten
Trotz der unterschiedlichen Vorbereitung haben die beiden Athetinnen eines gemeinsam, seit letzter Saison laufen sie von einem Erfolg zum anderen, und nach ihren Erfolgen im Duathlon, wollen beide nächste Saison ihren ersten Ironman in Angriff nehmen. Und wer die beiden kennt weiss eigentlich schon jetzt, dass sie dort nicht unter ferner liefen klassiert sein werden.

Ah, und da wäre ja noch eine andere Gemeinsamkeit, die beiden sind nämlich beide totale Familienmenschen und Tiernärrinnen. Karin ist seit Kindertagen eine begeisterte Reiterin und auch Hunde haben es ihr angetan. Tina, der Hund von ihrem Freund ist beim joggen eigentlich immer mit dabei und wenn die beiden zur Abkühlung einen Sprung in den See wagen, so war der Terrier bis vor kurzem sogar der bessere Schwimmer als sie!
Auch Ariane hat einen richtiger Powerhund, der Springer Spaniel Arco liebt es wenn er mit Frauchen joggen gehen darf, oder neben dem Mountainbike herlaufen kann. Und wehe, er muss mal zu Hause bleiben, da kann ihn höchstens noch ein Powerbar trösten. Denn Argos grösste Leidenschaft sind Powerbars - kein Witz! Der Vierbeiner steht total auf die klebrigen Energieriegel, die ahnscheinend nicht nur bei Du-und Triathleten beliebt sind, um auf den Velo Rahmen zu peppen. „Er ist verrückt danach, oft fischt er sich ein leeres Powerbar Papier aus dem Abfall, und legt sich mit der Nase aufs leere Papier, um den Duft davon geniessen zu können," erzählt Ariane. Wer jetzt aber meint, das sei ein lustiger Werbegag, dem sei hier gesagt, dass Ariane die Powerbars für sich und ihren Hund aus der eigenen Tasche bezahlt.
(naf)

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